Name: Jayden Wilson Alter: 15 Jahre Geburtstag: 15. Mai 1980 Avatar: Tom Holland Aussehen: Jay ist ein eher schmächtiger Junge mit einer schlanken Figur, welche nicht viel Kraft vermuten lässt. Dennoch zeichnen sich unter seiner Kleidung erkennbare Muskeln ab, da er in seiner Kindheit sehr viel Sport betrieben hat und dies auch heute noch tut. Mit seiner Größe von 1,73 m ist er schon relativ groß für sein Alter, zumindest ist er nicht klein. Sein Hautton geht in eine leichte Blässe über, aber hat dennoch einen gesunden Teint. Seine Augen sind von einem dunklen Schokoladenbraun durchzogen und vermitteln einen warmherzigen und freundlichen Eindruck. Geziert werden sie von einem schwarzen, dünnen Wimpernkranz, welcher nicht sonderlich hervorsticht. Seine braunen Augenbrauen sind eher schmal und leicht bogenförmig. Er hat kurzes Haar, welches von einem warmen Braunton durchzogen ist und sehr fluffig ist. Wirklich, es ist verdammt fluffig. Jay streicht es sich meist nach hinten, doch wollen manche Strähnen nicht so halten, wie sie sollten, weshalb er manchmal etwas wild aussieht. Aber er hält sein Haar ziemlich gut gepflegt. Charakter: Jayden ist ein energetischer und fröhlicher Junge, der aber oftmals etwas introvertiert wirkt und nicht immer sofort wahrgenommen wird. Das liegt daran, dass Jayden sich immer etwas im Hintergrund hält. Aber man darf diese Haltung nicht mit schüchtern verwechseln, denn das ist Jayden nun wirklich nicht. Er drängt sich einfach nur nicht jedem und alles auf, was etwas mit seiner Vergangenheit zu tun hatte. Dennoch ist Jayden ein wirklich geselliger Mensch, der gerne neue Leute kennenlernt und Freundschaften schließt. Denn Jayden ist jemand, der sich nach Rückschlägen immer wieder aufrappelt und es von Neuem versucht. Er ist kein Pessimist, sondern Optimist durch und durch und steht jeden Tag mit dem Gedanken auf, dass heute alles anders ist als gestern. Deshalb hegt er auch so wie gut wie niemanden Vorurteile gegenüber und macht sich immmer selbst ein Bild von Leuten. Das spricht für seine große Toleranz- und Akzeptanzgrenze, da es fast niemanden gibt, den er nicht toleriert. Selbst die Slytherins verachtet er nicht, obwohl ihn viele wegen seiner Muggelabstammung runtermachen. Doch ist Jayden ziemlich schlagfertig, was man dem Jungen nicht gleich ansehen mag, da er entweder nur redet, wenn er es auch für nötig hält oder wenn er sich in Gesellschaft von Freunden befindet. Trifft allerdings letzteres zu, dann hört Jayden nicht mehr so schnell mit dem Reden auf, da er sich viel zu gerne mit Leuten unterhält, wenn er mit diesen mal ins Gespräch gekommen ist. Dabei redet er dann allerdings nur über seinen Nerdstuff. Ja, du hast richtig gehört. Jayden ist im Grunde genommen nämlich genau das, was man einen Nerd nennt. Er steht auf Computerkram, Comichefte und Videospiele und könnte stundenlang über diese Themen reden. Zauberern fällt es meist schwer, ihm richtig zu folgen, da Jayden viel zu oft über diese Muggelgeschichten redet. So hört man aus seinem Mund oft „Krieg-der-Sterne“-Vergleiche oder gar Zitate, die die meisten nicht unbedingt verstehen. Aber Jayden erklärt es liebend gerne, was es damit auf sich hat. Es ist allerdings nur unschwer zu erkennen, dass Jayden in einer Muggelfamilie aufgewachsen ist, da er sich einfach nicht ein stereotypischer Zauberer anhört. Dennoch versucht sich Jayden durchaus anzupassen, indem er – seit er nach Hogwarts gekommen ist – alles mögliche über diese magische Welt nachrecherchiert und in Erfahrung bringt. Er ist einfach viel zu sehr begeistert von der magischen Welt und ist der Meinung, dass er jeden Tag etwas Neues über diese lernt. Seiner Meinung nach hat er nie ausgelernt und er liebt es geradezu, neues zu lernen und zu entdecken. Das lässt sich wohl damit begründen, dass er seit Jahren diese fiktiven Welten nur aus Comicheften kennt und auf einmal ein Teil von solch einer Welt ist. Aber Jayden ist auch ziemlich leicht zu begeistern. Ohne Witz, er kann sich für die kleinsten Kleinigkeiten begeistern und sich über diese freuen. Wie bereits gesagt, ist er energetisch, wenn nicht manchmal sogar etwas hyperaktiv und hat meist Tatendrang im Überfluss. Aber wenn er mal an etwas Freude gefunden hat, dann ebbt diese in der Regel auch nicht so schnell an. Jayden ist sehr strebsam und ehrgeizig, wenn es um Dinge geht, die er mag und gerne macht. Dann kennt er oftmals keine Grenze. Er ist eben auch ambiotioniert, eine Eigenschaft, die ihm oft hoch angerechnet wird. Ebenso gibt der Junge nie auf, sondern rappelt sich nach einem Fehlschlag immer wieder auf und versucht es erneut, was auch für sein Durchsetzungsvermögen spricht. Er hat zum Beispiel nämlich schon versucht, in seinem dritten Jahr in die Hausmannschaft zu kommen, aber da ist ihm Cedric Diggory als Sucher zuvorgekommen, doch Jayden hat sich vorgenommen, es im nächsten Jahr nochmal zu versuchen, und vielleicht auch nur auf die Reservebank. Neben seiner Strebsamkeit ist Jayden aber gleichermaßen auch freundlich und hilfsbereits, beides Eigenschaften, die das Hause Hufflepuff ausmachen. Er ist selten ausfallend oder wird gar wütend, da er nämlich kein böses Blut mag und sich nur ungerne mit anderen Leuten anlegt. Doch natürlich lässt er sich nicht grundlos niedermachen. Da muss man schon eine deutliche Linie zur Unterscheidung davon ziehen. Doch obwohl er durchaus schlagfertig ist, so kommt diese Schlagfertigkeit eher selten zum Einsatz, denn Jayden merkt nicht immer sofort, wenn ihm jemand mit Sarkasmus oder Provokation kommt. In dieser Hinsicht könnte man ihn durchaus als naiv bezeichnen oder er besitzt manchmal einfach nur eine lange Leitung. Doch lässt ihn das irgendwie auch als recht liebenswürdig, wenn nicht sogar etwas putzig erscheinen, diese kindliche Naivität. Nichts desto trotz ist der Bursche sehr intelligent und versteht sowie lernt schnell. Er hat den Vorteil, dass er sich vieles schon vom einfachen Zuhören merken kann und scheint des Öfteren auch schneller als andere zu denken. So kann er sich neben unzähligen Infos über diverse Star-Wars-Charaktere auch sehr viel über die Welt der Magie merken. Dies hilft ihm in gewisser Weise auch dabei, Dinge schneller zu verstehen. Sollte er mal etwas nicht verstehen, dann setzt er sich in der Regel solange damit auseinander, bis er es verstanden hat. Auch das lässt sich sowohl wieder auf schulische Sachen übertragen, als auch wenn er über Star Wars nachgrübelt. Wie schon gesagt, ist er eben auch einfach ein Nerd. Seine Hilfe bietet er so gut wie jedem an und er freut sich auch, wenn er helfen kann. Allerdings freut er sich manchmal zu sehr und ist manchmal dann etwas tollpatschig in seiner Übereifrigkeit zu helfen, obwohl er es nur gut meint. Das hat auch etwas mit seiner leichten Hyperaktivität zu tun, denn dann übertreibt er einfach mal gerne. Neben seiner Tollpatschigkeit, die ab und zu zu Tage tritt, weist er auch noch ein anderes Manko auf. Er hat einfach das Talent, von einem Fettnäpfchen ins Nächste zu treten. Er redet eben gerne viel und wenn er nicht aufpasst, dann ist seine Zunge schneller als sein Gehirn und er macht eine Situation dann eher schlimmer, als sie zu verbessern, wie es seine ursprüngliche Absicht gewesen wäre. Er meint es ja nie böse, aber er ist eben auch etwas tollpatschig. Aber ist er auch wirklich ein unglaublich loyaler Freund und er würde für diese stets einstehen, selbst wenn es bedeuten müsste, dass er sich mit jemand anderen anlegen müsste, was er bekanntlicherweise ja vermeidet. Aber seine Freunde sind Jayden äußerst wichtig und er möchte diese nur ungern verlieren, weshalb er diesen unter anderem auch bedingungslos vertraut.
Blutstatus: Muggelstämmig Familie: Samuel Wilson → Vater (verstorben, ehemals Polizist) Karen Wilson → Mutter (verstorben, ehemals Floristin) Nora Laine (37) → Tante mütterlicherseits (am Leben, Mechanikerin)
Haustier: Keines, da seine Tante auf Federn und Tierhaare allergisch ist Hobbies: Am liebsten liest und sammelt er Comichefte, mit denen er auch nicht selten, in Hogwarts herumläuft. Doch zählt inzwischen auch Quidditch zu einer seiner Leidenschaften. Zuhause spielt er noch oft Fußball und Videospiele. Berufswunsch: Darüber hat er noch nicht wirklich nachgedacht
Zauberstab: Sein Zauberstab besteht aus Birnbaumholz mit einem Kern aus Phönixfeder und einer Länge von 11 Zoll. Auch dieser Zauberstab wurde von Ollivander angefertigt. Patronus: Sein Patronus hat später die Form eines Labradors Irrwicht: Der Tod seiner Tante
Haus: Hufflepuff Jahrgang: 4. Jahr Posten / Beruf: Nichts dergleichen, normaler Schüler halt Quidditch: Er spielt selbst kein Quidditch, aber findet diesen Sport sehr faszinierend und möchte seiner Hausmannschaft beitreten. Am liebsten als Sucher, vor allem, da Cedric dieses Jahr nun ausfallen wird
Lieblingsfach: Verwandlung und Arithmantik, welches er seit dem dritten Jahr belegt, und tatsächlich auch Muggelkunde, weil er anscheinend zu der Sorte gehört, die es spannend findet, Muggel aus der Sicht der Zauberer heraus zu studieren (Als Wahlpflichtfächer hat er nach der zweiten Klasse Arithmantik, Muggelkunde und Pflege magischer Geschöpfe gewählt) Hassfach: Wie für viele andere Schüler auch Geschichte der Zauberei Freunde auf Hogwarts: Hauptsächlich Hufflepuffs aus seinem Jahrgang Feinde auf Hogwarts: Alle, die etwas gegen Muggelstämmige haben. Er sieht sie zwar nicht als seine Feinde an, aber sie ihn wohl
Wichtige Ereignisse der Vergangenheit: Jayden ist der Sohn zweier Muggel und wuchs alleine bei seinem Vater auf, da seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist. Sein Vater kümmerte sich liebevoll um Jayden, doch schien das Schicksal den Wilsons nicht wohlgesonnen zu sein. Im Alter von 3 Jahren verlor Jayden seinen Vater, als dieser während des Dienstes als Polizist umgekommen ist. Deshalb kam Jayden zu der Schwester seiner Mutter, die ihn anstelle ihrer Schwester und ihres Schwagers aufzog. Da seine Tante Mechanikerin ist und neben Motoren auch viel mit Technik zu tun hatte, fing auch Jayden an, sich dafür zu interessieren, weshalb er heute sozusagen ein Technikgenie ist. Er entwickelte sich im Laufe der Jahre auch immer mehr zu einem Nerd, weswegen er in der Schule dafür öfters gehänselt wurde und sich schwer tat, richtige Freunde zu finden. Auch, weil in seiner Nähe immer komische Dinge passiert sind. Seine Nerdclique stellte allerhand Theorien auf, was für Gründe es dafür geben könnte. Eine ihrer Theorien stellte sich sogar tatsächlich als richtig heraus, als der Brief von Hogwarts kam. Seine Tante war deswegen ziemlich überrascht, Jayden ebenso, doch nahm Nora das ziemlich gelassen hin. Sie war der Meinung, wenn Jayden dort hingehen wollte, dann sollte er das ruhig tun. Sie wollte die letzte Person sein, die ihm das verbieten würde. Das spricht natürlich für das enge Band zwischen Neffe und Tante und Jayden ist seiner Tante dafür wirklich dankbar. In Hogwarts angekommen, wurde er dem Hause Hufflepuff zugeteilt, wo er endlich auch mal richtige Freunde fand. In Hogwarts fühlte er sich richtig wohl, trotz der Hänseleien der Slytherins, dass er von Muggeln abstammt.
Geschlecht
männlich
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Kerker" geschrieben. 30.08.2026
In mir machte sich ein ganz seltsames Gefühl breit, als Malfoy Salome unterstellte, verliebt zu sein - in mich! - und anfing, von uns als Pärchen zu sprechen. Es fiel mir allerdings schwer, dieses Gefühl zuzuordnen und beschloss so, nicht weiter darüber nachzudenken. Außerdem sagte Malfoy das sicherlich auch nur, um uns zu ärgern, vor allem Salome. Ich sollte dem also besser gar keine Beachtung schenken. Während Malfoy wimmernd zu Boden ging, hob ich meinen Blick von diesem und sah zu Salome auf, immer noch mit einem Blick aus Faszination und Verwunderung, um dann zu sehen, wie sie mir unauffällig deutete, ich solle ihr folgen. Nachdem, was ich gerade gesehen hatte, sollte mir bewusst sein, dass man sich vor Salome wohl in Acht nehmen sollte, aber sie hatte mir gerade dennoch geholfen und ich hatte nicht das Gefühl, dass sie mich gleich ebenso zu Boden schlagen würde, wie sie es mit Draco getan hatte. Also hob ich schnell meine Tasche vom Boden auf und lief an Malfoy vorbei, mit einem letzten Blick auf ihn, um Salome zu folgen. Unter anderen Umständen hätte er mir vielleicht leid getan, aber im Moment sicherlich nicht. Ich schloss also zu Salome auf und schien dann auch wieder meine Sprache gefunden zu haben. "Das war ja der Wahnsinn eben! Vor deiner Faust muss man sich auf jeden Fall in Acht nehmen. Danke übrigens, du bist genau im richtigen Moment aufgetaucht!"
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Kerker" geschrieben. 05.08.2026
Salomes Motiv war mir alles andere als klar und ich wollte wohl gerne glauben, dass sie mir half, weil sie mir helfen wollte, aber bei ihren Worten war ich mir da nicht so sicher. Vielleicht wollte sie auch nur mit Malfoy streiten, was ich sogar verstehen könnte. Nichts desto trotz war ich ihr ziemlich dankbar, denn sie war im genau richtigen Moment aufgetaucht und zumindest schien sie Malfoy dazu zu bringen, den Zauber zu lösen. Ich merkte, wie ich mich wieder bewegen konnte und rappelte mich dann schnell vom Boden auf, wobei ich auch meinen Zauberstab zog. Ich war mir nicht sicher, wie viel ich tatsächlich gegen Draco ausrichten könnte, aber so fühlte ich mich zumindest nicht mehr ganz so wehrlos. Die Worte, die Malfoy an mich richtete, nahm ich nur nebensächlich war und warf ihm dann einen stoischen Blick zu. Ich wollte ihm eigentlich nicht noch mehr Genugtuung geben, als er schon hatte. Bei dem, was er dann aber als nächstes sagte, musste ich einmal kurz nach Luft schnappen. Ich hatte mich nicht einmischen wollen, um es für Salome nicht gegebenenfalls schlimmer zu machen, aber das konnte ich auch nicht einfach so stehen lassen. „Jetzt halt aber mal den Ball flach, Malfoy. Du bist derjenige, der eine Abmachung bricht und anderen die Schuld dafür gibt. Du greifst andere aus dem Hinterhalt an. Das ist einfach nur feige!“, entgegnete ich ihm und vielleicht hätte ich noch mehr gesagt, wenn da nicht Salome gewesen, die Malfoy einfach einen Schlag in den Magen verpasste. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch mehr überrascht werden könnte. Mit einer Mischung aus Verwunderung, aber auch Faszination sah ich dem ganzen zu und die Sprache hat es mir auch noch verschlagen.
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Kerker" geschrieben. 15.07.2026
Ich hatte mich noch nie so wehrlos gefühlt. Es war sicherlich nicht das erste Mal, dass ich mich mit einem Slytherin konfrontiert sah, aber in allen anderen Situationen hatte ich zumindest die Möglichkeit gehabt, mich zu wehren oder dann einfach abzuhauen. Jetzt stand mir weder das eine noch das andere zu und ich versuchte möglichst furchtlos vom Boden aus, zu Malfoy zu sehen, was sicherlich nur semi funktionierte. Darum geht es ihm?, fragte ich mich, als mir anhand seiner Worte der Gedanke kam, dass es ihm wohl nicht gefallen hatte, dass ich ihn letztens so offen wegen Salome angesprochen hatte. Ich folgte mit meinem Blick der Spitze seines Zauberstabs, mit der er in Richtung meines Kopfes zielte, ehe ich meine Augen wieder auf Malfoy richtete. In diesem Moment war ich mir gerade nicht sicher, zu was er eigentlich alles fähig sein würde. Erfahren wollte ich es nicht und vielleicht musste ich es auch nicht, als in diesem Moment nämlich Salome auftauchte. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich wohl erleichtert aufgeatmtet, auch wenn ich keine Ahnung hatte, warum. Was Salome aber dann tat, überraschte mich. Mit großen Augen beobachtete ich, wie sie ihren eigenen Zauberstab zog und diesen auf Draco richtete und ihm auch offensichtlich drohte. Half sie mir gerade?
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Kerker" geschrieben. 14.07.2026
Ich war schon bei meiner nächsten Unterrichtsstunde und entsprechend eingeschränkt war meine Aufmerksamkeit. Als ich den Zauberspruch hörte, war es schon viel zu spät für mich zu reagieren und ich wurde im vollen Lauf erwischt. Meine Arme und Beine klappten zusammen und steif wie ein Brett fiel ich nach hinten um, was trotz der Ganzkörperklammer wehtat. Mein Buch fiel dabei selbstverständlich auch auf den Boden. Als ich dann Malfoy von meiner Position vom Boden aus erblickte, sollte es mich eigentlich nicht zu sehr wundern, aber trotzdem... Echt jetzt? Da auch mein Kiefer zusammengepresst war, konnte ich nichts sagen, weshalb ich nicht viel mehr machen konnte, als Malfoy mit einem Blick anzusehen, der so viel sagen sollte: "Was willst du von mir?"
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Kerker" geschrieben. 13.07.2026
Ich eilte den Gang von unserem Gemeinschaftsraum entlang, um zu den Treppen zu gelangen. Ich war alleine unterwegs, da ich in der nächsten Stunde Muggelkunde hatte und noch schnell mein Buch aus meinem Schlafsaal geholt hatte, wo ich es gestern Abend liegen gelassen und heute morgen vergessen hatte. Nach dem Mittagessen war ich dann schnell in unseren Gemeinschaftsraum gegangen, um es zu holen, bevor es in der nächsten Stunde weiterging.
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum" geschrieben. 13.07.2026
Ich war wirklich erstaunt über das, was mir Susan alles erzählte, denn mir war das wirklich nicht alles bewusst gewesen. Es klang nach so veralteten und vor allem mittelalterlichen Vorstellungen und ich hatte nicht gedacht, dass solche Dinge in der magischen Reinblut-Gesellschaft noch gang und gäbe waren. Ich hatte nach wie vor Mitleid mit Salome, ja, aber sie hatte mir heute sehr deutlich gemacht, was sie von mir hielt und dass sie ihre Einstellungen wohl kaum so schnell ändern würde, da würde ich wohl auch keine Chance haben. Also sollte ich es wirklich besser belassen. Es hatte gut getan, mit Susan darüber zu sprechen und ich bedankte mich bei ihr für das Gespräch. Ich wechselte schließlich das Thema, um über angenehmere Sachen mit ihr zu sprechen, bevor ich mich für heute von ihr verabschiedete.
(Jayden -> Kerker)
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum" geschrieben. 30.05.2026
"Ach so?", machte ich überrascht. So wie es Salome ausgedrückt hatte, war das ja ziemlich normal, aber offenbar nicht. Wobei ich das ja von Anfang auch übertrieben gefunden hatte. Insbesondere, wie sehr dabei das Leben von einem bestimmt wurde. Aber wie mir Salome ja erklärt hatte, wollte das ihre Familie so und sie tat das, um ihre Familie damit glücklich zu machen. Ihre Gefühle dabei waren belanglos. Ich fand das nach wie vor nicht schön. "Das muss wirklich schrecklich sein, wenn man von anderen immer nur das Schlechteste denkt", meinte ich kopfschüttelnd. Mir wurde zwar öfters nachgesagt, ich sei zu gutgläubig, aber so war es mir dann doch lieber, als ständig anderen zu misstrauen. "Das weiß ich echt zu schätzen. Irgendwie hatte ich in diesem Jahr nicht so viel Glück mit Mädchen. Da bin ich froh, dich als Freundin zu haben."
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum" geschrieben. 30.05.2026
Soweit hätte ich jetzt auch nicht gedacht, aber dazu war ich einfach zu wenig mit dem vertraut, was in der Zaubererwelt, vor allem unter diesen Reinblutfamilien, üblich war. "Sowas ähnliches hat Salome auch erwähnt, also, zumindest in Bezug auf diese Verlobungskiste mit Malfoy. Sie steht wohl ziemlich unter dem Druck von ihrer Familie, so kam es mir zumindest vor." Ich wäre vermutlich unter diesem Druck wahnsinnig geworden. Aber ich konnte mich auch kaum damit vergleichen, ich war anders aufgewachsen und erzogen worden. Salome schien ja seit ihrer Geburt unter diesem Druck zu leben. Und ich fand es nach wie vor schrecklich. "Ich befürchte, sie lässt sich nicht mal auf ein nettes Gespräch ein. Sie hat wohl eher die Sorge, ich könnte etwas Hinterhältiges planen", warf ich dazu resigniert ein, so war es ja das eine Mal, als ich es nur gut gemeint hatte. Aber wir waren wirklich zu verschieden. "Danke, Susan", sagte ich, nachdem sie mich in den Arm genommen hatte. Ich war wirklich froh, dass ich sie als Freundin hatte. Ich war zwar noch etwas niedergeschlagen, aber man merkte mir auch an, dass es mir schon besser ging. Und ich war ein Stehaufmännchen. "Das hat wirklich gut getan, danke."
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum" geschrieben. 30.05.2026
Ich sah Susan mit großen Augen an. Ich hatte ja schon gehört, dass es einige unter den Familien von den Slytherins gab, die auf der Seite von Du-weißt-schon-wem standen oder gestanden hatten, aber bei der Vorstellung, dass es darunter auch Familien von Mitschülern gab, war doch befremdlich. Das hier war immerhin auch kein Comic, sondern die wirkliche Welt. "Also... Denkst du, dass Salome da auch irgendwie mit drin stecken könnte?", fragte ich vorsichtig und mit gesenkter Stimme nach, denn ich wollte trotzdem nicht, dass es gleich jeder mitbekam. Ich war mir auch unsicher, vor allem nach dem, was letztes Jahr passiert ist und Du-weißt-schon-wer wieder zurück war. Bei Susans Worten nickte ich dann langsam. "Du hast wohl Recht, ja. Vielleicht sollte ich es einfach dabei belassen, diese Aufgabe mit ihr fertig zu machen und das war's dann. Ich hatte halt nur gedacht, dass sie vielleicht nicht so schlimm ist, wie sie immer tut. Wenn es nämlich etwas gibt, was ich aus meinen ganzen Comics gelernt habe, dann, dass Schurken nicht geboren, sondern gemacht werden und es immer eine Möglichkeit gibt, sich zu ändern." Aber leider auch nur, wenn man es auch wollte. Und nach heute, war ich mir da bei Salome auch nicht mehr so sicher. Sie schien von ihrer Einstellung ja mehr als nur überzeugt zu sein. "Ich geb zu... Das war ziemlich naiv von mir, so zu denken."
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum" geschrieben. 20.05.2026
Damit hatte Susan natürlich Recht und ich war froh darun, denn sonst wären wir wohl auch kaum miteinander befreundet. Es war trotzdem immer noch sehr befremdlich für mich, wie sehr sie sich unterscheiden konnten. "Sind sie wirklich so schlimm?", fragte ich bei Susan nach, sie schien mehr darüber zu wissen. Es hatte für mich bisher wenig Gründe gegeben, mich mit den genaueren Hintergründen einiger Reinblut-Familien zu beschäftigen, aber jetzt war ich daran interessiert. Vielleicht gab mir das ja etwas Aufschluss darüber, warum Salome sich so benahm wie sie es tat. Und vielleicht war es auch gar nicht so verkehrt, eine andere Sichtweise dazu zu hören. "So hat sie es zwar nicht wortwörtlich gesagt, aber die Aussage dahinter war dieselbe", meinte ich dazu und mir wurde wieder ziemlich unwohl, denn Salome sprach ja dabei nicht nur von Muggeln, zu denen meine Tante gehörte, sondern auch Muggelgeborenen wie mir und Freunden. "Ich finde ja auch nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe. Ich stehe zu meiner Meinung und auch zu meiner Herkunft, das weißt du, aber das ganze hat mir trotzdem irgendwie einen ziemlich bitteren Beigeschmack gegeben. Ich weiß ja auch nicht so recht, wieso, und ich kann's auch nicht wirklich erklären, tut mir leid", sagte ich zu Susan und ließ die Schultern etwas hängen. Es tat natürlich gut zu hören, dass Susan mich so ermutigte, und ich war froh, dass sie Salomes Ansicht auch für so brutal hielt wie ich. "Die Sache ist nur die... Ich hab mich schon mal vor dieser Aufgabe mit Salome unterhalten. Das hat sich... so ergeben. Dabei hat sie zwar wie sonst auch unschöne Dinge gesagt, aber davon mal abgesehen, war es irgendwie sogar angenehm sich mit ihr zu unterhalten. Sie kam mir dabei nicht ganz so fies vor sonst."
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum" geschrieben. 17.05.2026
Susan machte ziemlich deutlich, was sie von dem ganzen hielt und schimpfte entsprechend. "Nein, das kümmert mich ja auch nicht. Es beschäftigt mich viel mehr. Aber nicht, weil sie mich irgendwie verletzt hätte oder so, ich versteh einfach nur nicht, wie man so eine Denkweise haben kann. Ich meine, Ernie ist doch ein Reinblüter und er führt sich nicht so auf. Und du doch auch nicht." Ich wusste, dass man Susans Familie ausgestoßen hatte, gerade weil sie eine andere Einstellung hatten, aber gerade deswegen verstand ich das alles noch weniger. "Und ob ich tatsächlich was Dummes gemacht habe, weiß ich nicht wirklich, aber es fühlt sich irgendwie so an. Sie hat mich danach gefragt, was meine Auffassung vom Helfen anderen gegenüber sei. Und ich hatte dabei schon ein merkwürdiges Gefühl, aber hab ihr trotzdem geantwortet. Sie hat mir meine Worte im Mind verdreht und gemeint, dass das nichts anderes wäre, was auch die Slytherins tun würden. Ich hab ihr zwar widersprochen, aber gut hat sich das nicht angefühlt", gestand ich Susan also.
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum" geschrieben. 16.05.2026
Ich erwiderte Susans erfreuten Gesichtsausdruck mit einem kurzen Lächeln meinerseits. Aber so glücklich, wie Susan dreinsah, war es schwierig, sich selbst nicht davon anstecken zu lassen. Susan bot mir gleich den Sessel neben sich an und ich legte meine Tasche daneben ab, ehe ich mich in die Polster fallen ließ. Ich zögerte auch nicht lange, als sie mir den Teller mit den Keksen hinschob, und nahm mir einen davon, um ihn aber lediglich erstmal in der Hand zu halten. "Hm... Ich hab möglicherweise was Dummes gemacht. Oder besser gesagt, ist mir was Blödes passiert. Ach, das ist echt nicht gut gelaufen", fing ich an und ich wusste, dass Susan damit wenig anfangen können würde. "Sorry, nochmal von vorne. Du weißt ja, dass ich für die Aufgabe in Arithmantik mit Salome eingeteilt worden bin. Wir haben uns dafür gerade getroffen und eigentlich lief es ganz gut. Als wir dann mit der Aufgabe soweit fertig waren, haben wir uns noch unterhalten. Und das eskalierte. Salome ist der Meinung, dass die Zauberer über die Muggel herrschen sollten und dass ich nicht hierher gehöre. Ich hab das anders gesehen." Man merkte mir deutlich an, wie sehr mich das beschäftigte, wobei Susan wissen sollte, dass mich solche Aussagen von wegen, ich gehöre nicht hier her, nicht wirklich mitnahmen.
Jayden Wilson hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum" geschrieben. 16.05.2026
Ich hatte mich schnurstracks auf den Rückweg in den Gemeinschaftsraum gemacht und hatte dabei nochmal das Gespräch Revue passieren lassen. Wenn man es denn Gespräch nennen konnte. Es ist irgendwie eskaliert und das hatte ich nicht gewollt. Das tat mir jetzt leid, obwohl ich mich eigentlich nur gegen Salome verteidigt hatte. Aber ich wollte sie zum Ende hin nicht so anfahren. Aber jetzt war es auch schon zu spät und ich bereute es auch nicht direkt, was ich gesagt hatte. Vielleicht, wie ich es gesagt hatte, aber die Nachricht dahinter nicht. Als ich im Gemeinschaftsraum ankam, sah ich mich kurz um und mein Blick fiel auf Susan, die in ihrem Lieblingssessel saß. Ich ging auf sie zu. "Hey, Susan. Hast du kurz Zeit für mich?" Ich hatte mal wieder diesen Blick aufgesetzt, der einem sagte, dass mich etwas beschäftigte. Und die Diskussion mit Salome hatte einiges in mir aufgewühlt.
Gott ey, das war doch einfach... "Das ist echt dämlich", sprach ich meine Gedanken dann auch laut aus. "Dämlich und bescheuert. Meinetwegen dürft ihr Angst vor Muggeln haben oder auch wütend auf sie, wegen dem, was sie damals gemacht haben, aber wenn ihr das gleiche versucht, dann seid ihr auch nicht sehr viel besser." So wie Salome redete, bekam ich den Eindruck, dass es durchaus etwas damit zu tun hatte, dass sie Angst vor Muggeln hatten. Aber ich würde es auch verstehen. Die magische Welt lebte inzwischen schon lange im Verborgenen, das war sicherlich auch nicht schön, aber der Muggelkundeunterricht zeigte mir auch sehr genau, welche Vorstellungen Zauberer und Hexen hatten. Wobei Professor Petrowna tatsächlich sehr viel Ahnung hatte und wusste. "Aber du bist der Meinung, dass es anders sein sollte? Danach hörst du dich nämlich an", merkte ich an und ich könnte wütend darüber sein oder etwas anderes, aber eigentlich war ich nur enttäuscht darüber, dass sie tatsächlich so dachte. "Und das ist wirklich deine Meinung?", wollte ich von Salome wissen, einfach nur, weil ich das nicht recht glauben wollte. Es klang einfach sehr radikal. Was dann kam, war mal wieder ein astreiner verbaler Schlag ins Gesicht. Dennoch erwiderte ich starr ihren Blick, ich wollte ihr nicht noch mehr Angriffsfläche bieten. "Okay, ich verstehe", sagte ich und begann dann, meine restlichen Sachen, in meine Tasche zu packen. "Wenn dir solche Sachen wichtig sind - Macht, Wissen, Reichtum - dann ist das dein gutes Recht. Aber es gibt wesentlich wichtigere Dinge und auch wenn du sagst, ich gehöre nicht in diese Welt, sehe ich das anders. Wenn es bedeutet, dazugehören, dass ich so sein muss wie du, dann bin ich froh, dass ich nicht dazugehöre. Ich schäme mich nicht für meine Herkunft, auch wenn du versuchst, mir das zu vermitteln. Ich gehöre in beide Welten und das ist was, was du nicht verstehen wirst." Während ich sprach, war ich ziemlich aufbrausend geworden und vielleicht etwas laut, aber das war mir egal. Ich schulterte meine Tasche und ging dann Richtung Tür. Bevor ich den Raum verließ, blieb ich noch kurz stehen und drehte mich wieder zu Salome um. "Für das nächste Treffen meld dich bitte einfach wieder bei mir."
Das war vielleicht ein Argument, aber keines, was mich von Salomes Meinung überzeugen würde. "Ja, ich verstehe, dass man sich wegen solcher Geschichte Sorgen macht, aber es ist keine Lösung, deshalb die Muggel zu unterdrücken. Das wird es nicht besser machen. Man kann Angst nicht damit bekämpfen, indem man anderen mehr Angst macht. Das endet nur in einem Teufelskreis. Und ihr unterdrückt euch nicht selbst, sondern gegenseitig. Oder willst du mir jetzt erzählen, dass ihr sogenannten Reinblüter uns Muggelgeborenen nicht versucht, zu unterdrücken, nur weil wir von Muggeln abstammen?" Die nichtmagische Welt war auch nicht perfekt und auch von ausreichend Unterdrückung geprägt, eigentlich unterschieden sich die magische und nichtmagische Welt gar nicht so sehr voneinander. Der große Unterschied war wohl die Magie. Ich schüttelte den Kopf, als ich hörte, was Salome zu sagen hatte. "Unglaublich... Unsere Jahrgangsbeste stammt auch von Muggeln ab. Du wirst es jetzt nicht gerne hören, aber du kannst Magie einsetzen und ich kann es auch. So sehr unterscheiden wir uns gar nicht, abgesehen von unserer Abstammung."
Jetzt wusste ich endlich, woher dieses schlechte Gefühl kam und ich wünschte mir wirklich, ich hätte mich mit diesem Gefühl getäuscht. Es sollte mich auch freuen, dass man mich mit meinem Lieblingshelden verglich, aber bei Salome bekam ich auch sogleich die Antwort auf meine unausgesprochene Frage, woraus sie eigentlich hinauswollte. Als Salome dann endete, sah sie mich mit einem Blick an, der eindeutig von Triumph sprach. Fest erwiderte ich ihren Blick, aber nicht mit Einsicht, wie es Salome sich vielleicht in diesem Moment erhoffte - sie hatte ja offenbar gerne Recht - sondern zeigte Widerwillen. "Nein, so ist das nicht. Vergleich mich nicht mit euch, wenn das eure Auffassung davon ist, wie es sein sollte. Ich spreche von Helfen. Dem gegenseitigen Helfen und Respekt, weil man sich um andere sorgt. Du sprichst von Herrschaft, das ist nicht das, wovon ich spreche. Eher sollte doch Zauberer und Hexen ihre magischen Fähigkeiten einsetzen, um den Muggeln damit zu helfen. In einer Welt von Gleichberechtigung und nicht von Unterdrückung, Herrschaft und Diskriminierung", widersprach ich Salome. Mir war zwar bewusst, dass das nach einer Utopie klang, aber ich würde Salome sicherlich nicht zustimmen, dass Zauberer und Hexen über Muggel herrschen sollten. Das zeigte mir wieder deutlich, wie unterschiedlich die Welten waren, aus denen Salome und ich kamen und fand es wirklich schade, dass diese Diskrepanz bestand. Deshalb war es dann auch schwer, mich über Salomes nächste Worte, welche beinahe einem Kompliment gleichkamen, zu freuen. Sie hatten jetzt einen sehr bitteren Beigeschmack. "Du meinst wohl für einen Muggelgeborenen, was?", rutschte es mir dann unbeabsichtigt heraus, aber vermutlich war genau das, was Salome bisher durch den Kopf gegangen war. Und weshalb sie die Aufgabe dann auch alleine erledigen hatte wollen.
Ich war mir nicht sicher, worauf Salome hinauswollte oder ob sie überhaupt auf etwas hinauswollte. Es war eigentlich nicht meine Art, so misstrauisch anderen gegenüber zu sein, es hatte nur etwas in Salomes Tonfall gegeben, was mich zuvor zum Nachdenken gebracht hatte. Aber vielleicht hatte ich das nur überinterpretiert aufgrund des bisherigen Tons in unserem Gespräch und Salome war einfach nur neugierig auf meine Meinung dazu. "Ich kann niemanden dazu zwingen, sich helfen zu lassen. Auch wenn ich trotzdem weiterhin meine Hilfe anbieten würde und versuchen würde, einen Weg zu finden, der Person trotzdem irgendwie zu helfen." So bin ich erzogen worden. Manchmal wusste ich nicht, wo meine Grenzen dabei lagen, aber wenn sie jemand nicht helfen lassen wollte, dann konnte mich jemandem auch nicht aufdrängen. Aber es lag einfach nicht in meiner Natur, hinwegzusehen, wenn es anderen schlecht ging. Salome verfiel schließlich in Schweigen und sie machte auf mich den Eindruck, als ob sie nicht wüsste, was sie sagen sollte. Und je länger sich das zog, desto unruhiger wurde ich, weil ich mir nicht sicher, ob ich wieder etwas Falsches gesagt hatte. Dann aber sagte Salome wieder etwas, aber ziemlich leise, sodass ich Mühe hatte, sie richtig zu verstehen. "Hm, stimmt auch wieder", gab ich zurück und wirkte verlegen. Aber das war eines der ersten Dinge, die ich hier an Hogwarts lernen musste: Und zwar, dass Leute wie Salome von Leuten wie mir nichts hielten und sich nicht mit uns abgeben wollten.
Salome sagte zu dem Thema Operationen nichts mehr und ich war mir nicht ganz sicher, ob ich sie damit nicht vielleicht zu sehr verschreckt hatte. Es stimmte ja schon, dass es sich schlimm anhörte, wenn man es so ausdrückte, in der nichtmagischen Welt war es nun mal normal, dass man sich dabei nicht viel dachte. Aber wenn sie das Thema fallen ließ, dann tat ich es auch. Dafür blickte ich umso erstaunter drein, als mir Salome zustimmte und ich sah sie für einige Sekunden wohl einfach nur vollkommen überrascht und baff, da ich nicht recht glauben konnte, dass sie das tatsächlich gesagt hatte. Zumal es ja kein untypisches Verhalten für reinblütige Hexen und Zauberer zu sein schien, dass sie sich überlegen fühlten und es andere spüren - insbesondere Muggelgeborene wie einer war - ließen, was sie von einem hielten. Ich unterließ es allerdings, Salome darauf hinzuweisen. Als sie mir dann ihre Frage stellte, blieb ich für einige Momente still. Da war etwas in ihrer Stimme, was mir nicht ganz gefallen wollte. Dieser Unterton gab einem das Gefühl von einem Raubtier, welches seine Beute in die Enge trieb und ich befürchtete, dass ich mir meine Antwort jetzt sehr genau überlegen musste, um Salome nicht in irgendeiner Art und Weise eine Zielscheibe zu bieten. "Ich bin der Meinung, dass man seine Hilfe anbieten und für andere einstehen sollte. Wenn jemand am Boden liegt, sehe ich nicht weg, sondern helfe demjenigen, wieder aufzustehen. Ich finde, dass es nicht in Ordnung ist, andere niederzumachen oder auf ihnen herumzutrampeln. Und ich sage auch denjenigen, die das machen, dass das nicht in Ordnung ist." Das war der Grund, weshalb ich Draco vor einiger Zeit auch zur Rede gestellt hatte, nachdem er so schlecht von Salome gesprochen hatte. Auch wenn ich ihr das damals nicht gesagt hatte. "Vermutlich nicht, nein", gab ich vorsichtig als Antwort auf Salomes schnippische Aussage und versuchte mich an einem kleinen, besänftigenden Lächeln. "Aber eigentlich gefällt es mir auch, so mit dir zu unterhalten. Und allgemein auch. Vielleicht weil wir uns bisher noch nie wirklich unterhalten haben. Es freut mich aber, dass wir so ins Gespräch gekommen sind." Salome und ich waren zwar in vielen Dingen unterschiedlicher Meinung und sie machte einem deutlich, was sie von einem hielt, aber sie war eigentlich auch ziemlich in Ordnung.
So sprach wohl einfach jemand, der schon sein ganzes Leben lang von Magie umgeben war und es deshalb einfach nicht kannte, wie es war, wenn man ohne Magie auskommen musste. Da war es bestimmt schwer zu verstehen, wie es ohne Magie war. Salome reagierte dann auch schockiert darauf, als ich von den Operationen erzählte und diese Reaktion überraschte mich nicht allzu sehr. "Ich geb zu, dass sich das schlimm anhört, aber es kann wirklich helfen. Wenn etwas in deinem Körper kaputt ist oder nicht richtig funktioniert, dann hilft manchmal nur eine Operation, um das wieder zu reparieren." Besser konnte ich es Salome auch nicht erklären, dazu fehlte mir wirklich das nötige Wissen und offenbar hatten Zauberer ja ganz andere Heilmethoden. Salome verteidigte dann weiter den Grünen Kobold und obwohl ich diese Diskussion eigentlich bisher ziemlich genossen hatte, da es mich anfangs auch sehr interessierte, wie Salomes Meinung dazu war, begann ich, mich allmählich unwohl zu fühlen. Auch wenn ich noch nicht sagen konnte, weswegen genau. "Aber das ändert ja nichts daran, dass er ohne Grund, anderen Schaden zufügt. Ich finde, dass man als vermeintlich Stärkerer nicht auf anderen herumhacken sollte, sondern stattdessen lieber seine Fähigkeiten dazu nutzen sollte, anderen zu helfen. So wie es eben Spiderman macht. Er setzt seine Kräfte für andere ein, nicht gegen sie." Bei Salomes Gegenfrage musterte ich sie einen Moment lang, während ich mir noch eine Antwort überlegte. "Ich wüsste nicht, was für ein Recht das sein sollte. Klar, es ist jedem seine Entscheidung, sich helfen zu lassen oder nicht, aber es ist ja auch nichts Falsches daran, nach Hilfe zu fragen. Und genauso wenig anderen, helfen zu wollen. So wie es Spiderman tut", antwortete ich Salome dann darauf und als Salome die Polizisten erneut als unnütz bezeichnete, sah ich kurz so aus, als ob sie mich persönlich beleidigt hätte. "Sie sind nicht unnütz. Sie tun, was in ihrer Macht steht, um anderen zu helfen, vor allem, denjenigen, die sich nicht selbst helfen können. Selbst wenn es für sie auch nicht immer ungefährlich ist, sie stehen trotzdem für andere ein", erwiderte ich ihr mit bestimmter Stimme. Ich nahm das vielleicht gerade etwas zu persönlich, aber ich wollte nicht, dass Salome so schlecht von der Polizei sprach. Bei ihren folgenden Worten sah ich sie verdutzt an. "Das habe ich bisher auch nicht versucht. Du hast deine Meinung dazu und ich meine, und das ist für mich in Ordnung, wenn du den Grünen Kobold lieber als den namensgebenden Helden der Geschichte magst. Und es stimmt schon, dass ich die anderen Comics bisher gelesen habe und deshalb etwas mehr weiß, aber ich hätte ehrlicherweise auch nicht erwartet, dass ich mit dir jemals darüber diskutieren würde, ob Spiderman oder der Grüne Kobold besser ist."
Ich zuckte ein wenig hilflos mit den Schultern. "So ist es halt ohne Magie. Aber ist doch unglaublich faszinierend, zu was der Körper in der Lage ist. Auch wenn ich es sehr praktisch finde, wie viel schneller Magie einen gebrochenen Knochen richten kann!" Ich ließ mich von Salomes herablassendem Kommentar nicht beeindrucken. Ich sah es schließlich selbst ein, dass Magie in dieser Hinsicht wesentlich praktischer war, aber diese stand den Muggeln eben einfach nicht zur Verfügung. Ich war jetzt allerdings unsicher, wie ich Salome erklären sollte, was eine Operation war. Für jemand, der das noch nie gehört hatte, dürfte das sicherlich extrem befremdlich und vielleicht auch gruselig klingen. Ich wusste auch nicht genug über magische Heilverfahren, um einen Vergleich ziehen zu können. "Jemanden zu operieren bedeutet meist, dass der Arzt einen Menschen aufschneidet, um zu sehen, was ihm fehlt oder in ihm etwas zu reparieren. Der Mensch selbst schläft dabei und bekommt das nicht, deshalb spürt er auch nichts davon. Manchmal ist so eine Operation einfach notwendig, um jemanden zu behandeln", erklärte ich Salome also und war nun doch ziemlich gespannt auf ihre Reaktion darauf. "Vielleicht nicht jeder, nein", lenkte ich ein, denn die meisten Schurken hatten ein Hintergrund-Motiv, was erklärte, wieso sie Schurken geworden sind, aber die meisten waren Rachemotive. Und das war in meinen Augen keine Rechtfertigung. "Der Grüne Kobold hat sich aber selbst dazu entschieden, Verbrechen zu begehen. Er hat an einem Serum geforscht, was ihm übermenschliche Kräfte geben sollte und es an sich selbst getestet. Dass es nicht funktionieren würde, konnte nicht wissen. Und wie soll ihnen denn jemand helfen, wenn sie keine Hilfe wollen, sondern stattdessen einfach nur anderen schaden wollen?" Salome kam mir zwar wie keine Schurkin vor, aber auch nicht wie jemand, der sich von anderen helfen lassen wollte, was mir unser letztes Gespräch eigentlich ziemlich deutlich gemacht hatte. Vielleicht stellte ich einen Teil der Frage auch ein wenig an Salome. Den Gryffindor-Kommentar verstand ich nicht so recht, aber ging auch nicht darauf ein. "Es sind einfache Menschen ohne übernatürliche Kräfte. Sie hätten keine Chance. In der wirklichen Welt sieht das anders aus, da helfen die Polizisten anderen viel und retten auch Leben." In Superhelden-Comics war die Polizei oft nur ein Nebendarsteller oder manchmal auch ein Hindernis, weil sie gegen die überstarken Kräfte der Bösewichte nicht viel ausrichten konnten. Deshalb gab es immer einen Superhelden, der diese Aufgabe übernahm. Mit meinen letzten Worte hatte ich aber bei Salome wohl einen wunden Punkt getroffen oder eher den falschen, denn sie war alles andere als begeistert darüber. "Tut mir leid, dann hab ich das wohl falsch verstanden", sagte ich also und wirkte ein klitzekleines enttäuscht. Aber dann hatte ich wohl doch anfangs richtig gedacht. "Aber wirklich bewiesen hast du nicht, dass du Recht hättest. Du hast nur deine Meinung der Dinge dargestellt. Ob es hier ein Richtig oder Falsch gibt, ist nicht zu sagen."