Name: Jayden Wilson Alter: 15 Jahre Geburtstag: 15. Mai 1980 Avatar: Tom Holland Aussehen: Jay ist ein eher schmächtiger Junge mit einer schlanken Figur, welche nicht viel Kraft vermuten lässt. Dennoch zeichnen sich unter seiner Kleidung erkennbare Muskeln ab, da er in seiner Kindheit sehr viel Sport betrieben hat und dies auch heute noch tut. Mit seiner Größe von 1,73 m ist er schon relativ groß für sein Alter, zumindest ist er nicht klein. Sein Hautton geht in eine leichte Blässe über, aber hat dennoch einen gesunden Teint. Seine Augen sind von einem dunklen Schokoladenbraun durchzogen und vermitteln einen warmherzigen und freundlichen Eindruck. Geziert werden sie von einem schwarzen, dünnen Wimpernkranz, welcher nicht sonderlich hervorsticht. Seine braunen Augenbrauen sind eher schmal und leicht bogenförmig. Er hat kurzes Haar, welches von einem warmen Braunton durchzogen ist und sehr fluffig ist. Wirklich, es ist verdammt fluffig. Jay streicht es sich meist nach hinten, doch wollen manche Strähnen nicht so halten, wie sie sollten, weshalb er manchmal etwas wild aussieht. Aber er hält sein Haar ziemlich gut gepflegt. Charakter: Jayden ist ein energetischer und fröhlicher Junge, der aber oftmals etwas introvertiert wirkt und nicht immer sofort wahrgenommen wird. Das liegt daran, dass Jayden sich immer etwas im Hintergrund hält. Aber man darf diese Haltung nicht mit schüchtern verwechseln, denn das ist Jayden nun wirklich nicht. Er drängt sich einfach nur nicht jedem und alles auf, was etwas mit seiner Vergangenheit zu tun hatte. Dennoch ist Jayden ein wirklich geselliger Mensch, der gerne neue Leute kennenlernt und Freundschaften schließt. Denn Jayden ist jemand, der sich nach Rückschlägen immer wieder aufrappelt und es von Neuem versucht. Er ist kein Pessimist, sondern Optimist durch und durch und steht jeden Tag mit dem Gedanken auf, dass heute alles anders ist als gestern. Deshalb hegt er auch so wie gut wie niemanden Vorurteile gegenüber und macht sich immmer selbst ein Bild von Leuten. Das spricht für seine große Toleranz- und Akzeptanzgrenze, da es fast niemanden gibt, den er nicht toleriert. Selbst die Slytherins verachtet er nicht, obwohl ihn viele wegen seiner Muggelabstammung runtermachen. Doch ist Jayden ziemlich schlagfertig, was man dem Jungen nicht gleich ansehen mag, da er entweder nur redet, wenn er es auch für nötig hält oder wenn er sich in Gesellschaft von Freunden befindet. Trifft allerdings letzteres zu, dann hört Jayden nicht mehr so schnell mit dem Reden auf, da er sich viel zu gerne mit Leuten unterhält, wenn er mit diesen mal ins Gespräch gekommen ist. Dabei redet er dann allerdings nur über seinen Nerdstuff. Ja, du hast richtig gehört. Jayden ist im Grunde genommen nämlich genau das, was man einen Nerd nennt. Er steht auf Computerkram, Comichefte und Videospiele und könnte stundenlang über diese Themen reden. Zauberern fällt es meist schwer, ihm richtig zu folgen, da Jayden viel zu oft über diese Muggelgeschichten redet. So hört man aus seinem Mund oft „Krieg-der-Sterne“-Vergleiche oder gar Zitate, die die meisten nicht unbedingt verstehen. Aber Jayden erklärt es liebend gerne, was es damit auf sich hat. Es ist allerdings nur unschwer zu erkennen, dass Jayden in einer Muggelfamilie aufgewachsen ist, da er sich einfach nicht ein stereotypischer Zauberer anhört. Dennoch versucht sich Jayden durchaus anzupassen, indem er – seit er nach Hogwarts gekommen ist – alles mögliche über diese magische Welt nachrecherchiert und in Erfahrung bringt. Er ist einfach viel zu sehr begeistert von der magischen Welt und ist der Meinung, dass er jeden Tag etwas Neues über diese lernt. Seiner Meinung nach hat er nie ausgelernt und er liebt es geradezu, neues zu lernen und zu entdecken. Das lässt sich wohl damit begründen, dass er seit Jahren diese fiktiven Welten nur aus Comicheften kennt und auf einmal ein Teil von solch einer Welt ist. Aber Jayden ist auch ziemlich leicht zu begeistern. Ohne Witz, er kann sich für die kleinsten Kleinigkeiten begeistern und sich über diese freuen. Wie bereits gesagt, ist er energetisch, wenn nicht manchmal sogar etwas hyperaktiv und hat meist Tatendrang im Überfluss. Aber wenn er mal an etwas Freude gefunden hat, dann ebbt diese in der Regel auch nicht so schnell an. Jayden ist sehr strebsam und ehrgeizig, wenn es um Dinge geht, die er mag und gerne macht. Dann kennt er oftmals keine Grenze. Er ist eben auch ambiotioniert, eine Eigenschaft, die ihm oft hoch angerechnet wird. Ebenso gibt der Junge nie auf, sondern rappelt sich nach einem Fehlschlag immer wieder auf und versucht es erneut, was auch für sein Durchsetzungsvermögen spricht. Er hat zum Beispiel nämlich schon versucht, in seinem dritten Jahr in die Hausmannschaft zu kommen, aber da ist ihm Cedric Diggory als Sucher zuvorgekommen, doch Jayden hat sich vorgenommen, es im nächsten Jahr nochmal zu versuchen, und vielleicht auch nur auf die Reservebank. Neben seiner Strebsamkeit ist Jayden aber gleichermaßen auch freundlich und hilfsbereits, beides Eigenschaften, die das Hause Hufflepuff ausmachen. Er ist selten ausfallend oder wird gar wütend, da er nämlich kein böses Blut mag und sich nur ungerne mit anderen Leuten anlegt. Doch natürlich lässt er sich nicht grundlos niedermachen. Da muss man schon eine deutliche Linie zur Unterscheidung davon ziehen. Doch obwohl er durchaus schlagfertig ist, so kommt diese Schlagfertigkeit eher selten zum Einsatz, denn Jayden merkt nicht immer sofort, wenn ihm jemand mit Sarkasmus oder Provokation kommt. In dieser Hinsicht könnte man ihn durchaus als naiv bezeichnen oder er besitzt manchmal einfach nur eine lange Leitung. Doch lässt ihn das irgendwie auch als recht liebenswürdig, wenn nicht sogar etwas putzig erscheinen, diese kindliche Naivität. Nichts desto trotz ist der Bursche sehr intelligent und versteht sowie lernt schnell. Er hat den Vorteil, dass er sich vieles schon vom einfachen Zuhören merken kann und scheint des Öfteren auch schneller als andere zu denken. So kann er sich neben unzähligen Infos über diverse Star-Wars-Charaktere auch sehr viel über die Welt der Magie merken. Dies hilft ihm in gewisser Weise auch dabei, Dinge schneller zu verstehen. Sollte er mal etwas nicht verstehen, dann setzt er sich in der Regel solange damit auseinander, bis er es verstanden hat. Auch das lässt sich sowohl wieder auf schulische Sachen übertragen, als auch wenn er über Star Wars nachgrübelt. Wie schon gesagt, ist er eben auch einfach ein Nerd. Seine Hilfe bietet er so gut wie jedem an und er freut sich auch, wenn er helfen kann. Allerdings freut er sich manchmal zu sehr und ist manchmal dann etwas tollpatschig in seiner Übereifrigkeit zu helfen, obwohl er es nur gut meint. Das hat auch etwas mit seiner leichten Hyperaktivität zu tun, denn dann übertreibt er einfach mal gerne. Neben seiner Tollpatschigkeit, die ab und zu zu Tage tritt, weist er auch noch ein anderes Manko auf. Er hat einfach das Talent, von einem Fettnäpfchen ins Nächste zu treten. Er redet eben gerne viel und wenn er nicht aufpasst, dann ist seine Zunge schneller als sein Gehirn und er macht eine Situation dann eher schlimmer, als sie zu verbessern, wie es seine ursprüngliche Absicht gewesen wäre. Er meint es ja nie böse, aber er ist eben auch etwas tollpatschig. Aber ist er auch wirklich ein unglaublich loyaler Freund und er würde für diese stets einstehen, selbst wenn es bedeuten müsste, dass er sich mit jemand anderen anlegen müsste, was er bekanntlicherweise ja vermeidet. Aber seine Freunde sind Jayden äußerst wichtig und er möchte diese nur ungern verlieren, weshalb er diesen unter anderem auch bedingungslos vertraut.
Blutstatus: Muggelstämmig Familie: Samuel Wilson → Vater (verstorben, ehemals Polizist) Karen Wilson → Mutter (verstorben, ehemals Floristin) Nora Laine (37) → Tante mütterlicherseits (am Leben, Mechanikerin)
Haustier: Keines, da seine Tante auf Federn und Tierhaare allergisch ist Hobbies: Am liebsten liest und sammelt er Comichefte, mit denen er auch nicht selten, in Hogwarts herumläuft. Doch zählt inzwischen auch Quidditch zu einer seiner Leidenschaften. Zuhause spielt er noch oft Fußball und Videospiele. Berufswunsch: Darüber hat er noch nicht wirklich nachgedacht
Zauberstab: Sein Zauberstab besteht aus Birnbaumholz mit einem Kern aus Phönixfeder und einer Länge von 11 Zoll. Auch dieser Zauberstab wurde von Ollivander angefertigt. Patronus: Sein Patronus hat später die Form eines Labradors Irrwicht: Der Tod seiner Tante
Haus: Hufflepuff Jahrgang: 4. Jahr Posten / Beruf: Nichts dergleichen, normaler Schüler halt Quidditch: Er spielt selbst kein Quidditch, aber findet diesen Sport sehr faszinierend und möchte seiner Hausmannschaft beitreten. Am liebsten als Sucher, vor allem, da Cedric dieses Jahr nun ausfallen wird
Lieblingsfach: Verwandlung und Arithmantik, welches er seit dem dritten Jahr belegt, und tatsächlich auch Muggelkunde, weil er anscheinend zu der Sorte gehört, die es spannend findet, Muggel aus der Sicht der Zauberer heraus zu studieren (Als Wahlpflichtfächer hat er nach der zweiten Klasse Arithmantik, Muggelkunde und Pflege magischer Geschöpfe gewählt) Hassfach: Wie für viele andere Schüler auch Geschichte der Zauberei Freunde auf Hogwarts: Hauptsächlich Hufflepuffs aus seinem Jahrgang Feinde auf Hogwarts: Alle, die etwas gegen Muggelstämmige haben. Er sieht sie zwar nicht als seine Feinde an, aber sie ihn wohl
Wichtige Ereignisse der Vergangenheit: Jayden ist der Sohn zweier Muggel und wuchs alleine bei seinem Vater auf, da seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist. Sein Vater kümmerte sich liebevoll um Jayden, doch schien das Schicksal den Wilsons nicht wohlgesonnen zu sein. Im Alter von 3 Jahren verlor Jayden seinen Vater, als dieser während des Dienstes als Polizist umgekommen ist. Deshalb kam Jayden zu der Schwester seiner Mutter, die ihn anstelle ihrer Schwester und ihres Schwagers aufzog. Da seine Tante Mechanikerin ist und neben Motoren auch viel mit Technik zu tun hatte, fing auch Jayden an, sich dafür zu interessieren, weshalb er heute sozusagen ein Technikgenie ist. Er entwickelte sich im Laufe der Jahre auch immer mehr zu einem Nerd, weswegen er in der Schule dafür öfters gehänselt wurde und sich schwer tat, richtige Freunde zu finden. Auch, weil in seiner Nähe immer komische Dinge passiert sind. Seine Nerdclique stellte allerhand Theorien auf, was für Gründe es dafür geben könnte. Eine ihrer Theorien stellte sich sogar tatsächlich als richtig heraus, als der Brief von Hogwarts kam. Seine Tante war deswegen ziemlich überrascht, Jayden ebenso, doch nahm Nora das ziemlich gelassen hin. Sie war der Meinung, wenn Jayden dort hingehen wollte, dann sollte er das ruhig tun. Sie wollte die letzte Person sein, die ihm das verbieten würde. Das spricht natürlich für das enge Band zwischen Neffe und Tante und Jayden ist seiner Tante dafür wirklich dankbar. In Hogwarts angekommen, wurde er dem Hause Hufflepuff zugeteilt, wo er endlich auch mal richtige Freunde fand. In Hogwarts fühlte er sich richtig wohl, trotz der Hänseleien der Slytherins, dass er von Muggeln abstammt.
Ich zuckte ein wenig hilflos mit den Schultern. "So ist es halt ohne Magie. Aber ist doch unglaublich faszinierend, zu was der Körper in der Lage ist. Auch wenn ich es sehr praktisch finde, wie viel schneller Magie einen gebrochenen Knochen richten kann!" Ich ließ mich von Salomes herablassendem Kommentar nicht beeindrucken. Ich sah es schließlich selbst ein, dass Magie in dieser Hinsicht wesentlich praktischer war, aber diese stand den Muggeln eben einfach nicht zur Verfügung. Ich war jetzt allerdings unsicher, wie ich Salome erklären sollte, was eine Operation war. Für jemand, der das noch nie gehört hatte, dürfte das sicherlich extrem befremdlich und vielleicht auch gruselig klingen. Ich wusste auch nicht genug über magische Heilverfahren, um einen Vergleich ziehen zu können. "Jemanden zu operieren bedeutet meist, dass der Arzt einen Menschen aufschneidet, um zu sehen, was ihm fehlt oder in ihm etwas zu reparieren. Der Mensch selbst schläft dabei und bekommt das nicht, deshalb spürt er auch nichts davon. Manchmal ist so eine Operation einfach notwendig, um jemanden zu behandeln", erklärte ich Salome also und war nun doch ziemlich gespannt auf ihre Reaktion darauf. "Vielleicht nicht jeder, nein", lenkte ich ein, denn die meisten Schurken hatten ein Hintergrund-Motiv, was erklärte, wieso sie Schurken geworden sind, aber die meisten waren Rachemotive. Und das war in meinen Augen keine Rechtfertigung. "Der Grüne Kobold hat sich aber selbst dazu entschieden, Verbrechen zu begehen. Er hat an einem Serum geforscht, was ihm übermenschliche Kräfte geben sollte und es an sich selbst getestet. Dass es nicht funktionieren würde, konnte nicht wissen. Und wie soll ihnen denn jemand helfen, wenn sie keine Hilfe wollen, sondern stattdessen einfach nur anderen schaden wollen?" Salome kam mir zwar wie keine Schurkin vor, aber auch nicht wie jemand, der sich von anderen helfen lassen wollte, was mir unser letztes Gespräch eigentlich ziemlich deutlich gemacht hatte. Vielleicht stellte ich einen Teil der Frage auch ein wenig an Salome. Den Gryffindor-Kommentar verstand ich nicht so recht, aber ging auch nicht darauf ein. "Es sind einfache Menschen ohne übernatürliche Kräfte. Sie hätten keine Chance. In der wirklichen Welt sieht das anders aus, da helfen die Polizisten anderen viel und retten auch Leben." In Superhelden-Comics war die Polizei oft nur ein Nebendarsteller oder manchmal auch ein Hindernis, weil sie gegen die überstarken Kräfte der Bösewichte nicht viel ausrichten konnten. Deshalb gab es immer einen Superhelden, der diese Aufgabe übernahm. Mit meinen letzten Worte hatte ich aber bei Salome wohl einen wunden Punkt getroffen oder eher den falschen, denn sie war alles andere als begeistert darüber. "Tut mir leid, dann hab ich das wohl falsch verstanden", sagte ich also und wirkte ein klitzekleines enttäuscht. Aber dann hatte ich wohl doch anfangs richtig gedacht. "Aber wirklich bewiesen hast du nicht, dass du Recht hättest. Du hast nur deine Meinung der Dinge dargestellt. Ob es hier ein Richtig oder Falsch gibt, ist nicht zu sagen."
"Knochen heilen von selbst wieder. Wenn es kein komplizierter Bruch ist, dann ist es wortwörtlich so, dass die Zeit die Wunden heilt. Ich bin in der Grundschule mal von einem Klettergerüst gefallen und hab mir das Bein gebrochen. Das hat zwar eine ganze Weile gedauert, aber als alles verheilt war, konnte ich auch wieder Fußball spielen. Manche Brüche müssen aber auch operiert werden. Als ich damals im Krankenhaus wegen meinem Fuß war, hab ich den Arzt gefragt." Mir war damals nicht sehr wohl bei dem Gedanken, eventuell operiert werden zu müssen, aber der Arzt hat mir damals meine Sorgen genommen. Aber da er es einem 9-Jährigen erklären musste, konnte ich Salome trotzdem nicht so viel dazu erzählen. "Diese Not, von der du sprichst, wird aber doch vom Grünen Kobold und den anderen Schurke in der Serie verursacht. Die Schurken, die Spiderman bekämpft. Es kommt in anderen Bänden durchaus vor, dass Spiderman versucht, den Schurken zu helfen. Die wollen sich nur nicht helfen lassen und nur weil, sie etwas Schlimmes durchgemacht haben, gibt ihnen das nicht das Recht, andere zu verletzen, vor allem Unschuldige nicht. Spiderman hatte es auch nich immer leicht, aber er tut das, was richtig ist, um die Menschen zu beschützen und versucht nicht, mit seinen Kräften anderen zu schaden. Und die Polizisten tun eigentlich auch nur ihr Bestes, um die Leute zu beschützen. Für sie gelten zwar andere Regeln, aber sie dürfen trotzdem nicht alles", meinte ich dazu. Mir war nicht aber nicht bewusst gewesen, dass Salome meinen Comic mitgenommen hatte, um ihn zu lesen. Gut, was hätte sie sonst damit machen wollen, aber gedacht hätte ich das trotzdem nicht von ihr. "Nein nein, versteh mich nicht falsch. Es freut mich, wenn du dich dafür interessierst. Ich hatte nur nicht erwartet, dass dich das wirklich interessieren würde. Du sprichst ja nicht gerade nett von Muggeldingen und da dachte ich einfach nicht, dass dich so ein Comic interessieren könnte."
Puh, da fragte mich Salome jetzt aber was. Ich war schließlich kein Mediziner, aber da ich mich selbst ja für Technik interessierte, wusste ich zumindest etwas über das ein oder andere Gerät, was in so einem Krankenhaus finden konnte. "Da gäbe es die Röntgentechnik, von der hab ich dir letztens schon mal erzählt, um in einen Körper hineinsehen zu können, und zum Beispiel einen Bruch zu erkennen. Es gibt auch noch ein Gerät, mit dem man statt Knochen Organe und sowas erkennen kann, um Krankheiten zu finden. Oder aber auch Ultraschalltechnik. Das wird häufig bei schwangeren Frauen angewendet, um das Baby im Bauch zu beobachten", zählte ich also ein paar Dinge auf, die mir durchaus bekannt waren und spontan einfielen. Ich sah erfreut auf, als Salome mir bestätigte, dass sie meinen Comic noch hatte und sie hatte ihn sogar im Moment sogar tatsächlich auch dabei, sodass sie ihn mir gleich zurückgeben konnte. Vielleicht hatte sie das ja sowieso vor, wieso sonst hätte sie ihn dabei? Ich war aber recht überrascht von dem, was sie dazu zu sagen hatte. "Na jaaaaa... Der Grüne Kobold verfolgt aber eine zerstörerische Ideologie, mit der er niemandem etwas Gutes will. Und ich denke, du hast Spidermans Sinn etwas missverstanden. Er steht nicht für das System, sondern er steht für die Menschen und vor allem diejenigen, die in Not sind und Hilfe benötigen", warf ich dazu ein und wollte gerade das weiter ausführen, als mir etwas auffiel. Ich warf Salome einen forschenden Blick zu. "Sag mal, hast du den Comic etwa gelesen?" Das war die einzige Erklärung, die Sinn ergeben würde, warum Salome so davon reden konnte.
Ich bin noch nie bei einer Geburt dabei gewesen, aber manche Geschichten hörten sich tatsächlich nicht so schön an. Aber im gleichen Atemzug sprachen die Leute auch immer wieder davon, wie schön es war. "Für Muggel ist das allerdings normal", warf ich ein. Sie kannten es schließlich nicht anders. "Die heißen nicht Heiler, sondern man nennt sie Ärzte. Und was den Ärzten an Magie fehlt, müssen sie durch Wissen und Technik ausgleichen." Und vielem anderen, aber die Erklärung würde wohl ausarten. "Ich sagte ja, dass man sich ohne Magie anders behelfen muss und bei Muggeln ist das dann der technologische Fortschritt." Das war auch keine absolute Lösung, aber vor allem im medizinischen Bereich wurde die Technik ja immer besser. Wir vertieften uns schließlich in unsere Berechnungen und allzu viel sagte Saloem dazu nicht. Aber ich nahm das als gutes Zeichen, denn wenn es etwas zum aussetzen gab, hätte sie es sicherlich gesagt. Dann hatte es Salome aber auf einmal sehr eilig zu gehen und da fiel mir wieder etwas ein. "Oh, warte doch mal. Ich will dich noch was fragen!", versuchte ich sie also verbal aufzuhalten. "Hast du noch meinen Comic?"
Salome gab sich eigentlich selbst die Antwort darauf, warum Muggel auf einen Krankenwagen angewiesen waren. Ja, Zauberer hatten es da schon wesentlich leichter. "Ohne Magie muss man sich eben anders behelfen", sagte ich also als eine Art Bestätigung auf Salomes Worte. "Muggel haben weder Hauselfen noch Hausmagie, sondern sind dann auf medizinsches Fachpersonal angewiesen. Vor allem, wenn es zu Komplikationen kommt", meinte ich, aber damit hatte ich auch etwas dazugelernt. Das St. Mungos war also nicht unbedingt dafür, damit dort Kinder auf die Welt kommen konnten. Viel Reaktion zeigte Salome nicht auf die Tatsache, dass meine beiden Eltern verstorben sind, aber das musste sie meinetwegen auch nicht. Wir widmeten uns beide wieder unserer Aufgabe und als Salome mit der Berechnung für mich fertig war, machte ich die Berechnung für sie.
Stimmt, das hatten meine Klassenkameraden auch schon erzählt. Wobei ich gemerkt hatte, dass für Arithmantik die Grundlagen ausreichten, um darauf basierend, tiefer einzusteigen. Ich lächelte leicht bei Salomes Nachfrage. "Ganz Unrecht hast du damit nicht, aber ein Krankenwagen wird in der Regel zu Notfällen gerufen. Wenn es zum Beispiel einen Unfall mit Verletzten gibt, wird ein Krankenwagen dorthin gerufen, der sich vor Ort um die Verletzten kümmert und sie dann weiter ins Krankenhaus bringt, damit sie dort dann weiter behandelt werden können. Mit einem Krankenwagen ist man meist schneller im Krankenhaus, als wenn man selbst dort hinkommt. Und manchmal schafft man es selbst auch einfach nicht mehr, deshalb ruft man einen Krankenwagen", erklärte ich ihr also weiter, wobei ich leider selbst wusste, dass es auch mit einem Krankenwagen und der Ersten Hilfe nie eine Garantie gab. Bei Zauberern gab es so etwas offenbar nicht, aber sie konnten mit Magie wohl viel besser und schneller Hilfe leisten, sodass ein Transport wohl nicht immer nötig war. "Im Krankenhaus?", meinte ich zu ihr. "Ist zumindest unter Muggeln relativ üblich, auch wenn es bei ihnen auch das Konzept von Hausgeburten gibt. Aber viele gehen dazu lieber ins Krankenhaus, weil sie sich sicherer fühlen." Es klärte sich dann auch schnell auf, woher Salome ihre weiteren Vornamen hatte. So unähnlich waren wir uns ja dann doch nicht, aber das behielt ich lieber für mich, denn Salome würde das wohl nicht gerne hören. "Oh, genau", machte ich bei ihrer Anmerkung, denn die Sterbedaten hatte ich beinahe vergessen. "Das wären dann bei meiner Mom der 16. Mai 1980 und bei meinem Dad der 23. Juli 1983. Schreibst du dir das noch dazu?" Ich sagte das relativ normal, ich hatte mich daran immerhin schon lange gewöhnt. Lediglich meine Freunde würden vielleicht an dem Ton in meiner Stimme erkennen, dass mir die sonstige Heiterkeir fehlte.
"Mathe hatte schon immer zu meinen besten Fächern gehört", erwiderte ich daraufhin locker und ignorierte den Spott, der sich sicherlich in Salomes Aussage versteckt hatte. Ich hatte mich schließlich darauf eingelassen, als ich so vehement darauf bestanden hatte, diese Partnerarbeit so zu machen wie es uns aufgetragen wurde. Aber natürlich wusste Salome nicht, was ein Krankenwagen war. Da hatte ich mal wieder vergessen, dass Zauberer sowas nicht hatten. "Das ist ein Transportmittel, in dem Kranke und Verletzte ins Krankenhaus transportiert werden. Darin kann auch erste Hilfe geleistet werden bis zur Ankunft ins Krankenhaus", erklärte ich ihr also und hoffte, dass es verständlich war. Ich wusste ja nicht, wie gut Zauberers eigentlich Autos kannten. "Beaufort Manor? Also bei dir zu Hause?", fragte ich interessiert nach. Ich war auch ziemlich beeindruckt, denn Beaufort Manor hörte sich auch beeindruckend an. High society in der magischen Welt also. "Samuel und Karen Wilson. Der Muttername meiner Mom war Laine."
Das waren einige Namen, aber ich fand, dass ihr Namen einen schönen Klang zusammen hatten. Es klang einfach sehr vornehm und elegant. Aber vielleicht war das bei Reinblütern auch so üblich. Vielleicht konnte ich sie mal bei Gelegenheit fragen, woher ihre Namen stammten. "Das ist ja schon in ein paar Wochen", fiel mir dann auf, nachdem ich mir ihren Geburtstag notiert hatte. Dann machte ich weiter. "Geboren bin ich in London im Royal Borough of Kingston upon Thames. Wenn du es noch genauer willst, dann wäre es in einem Krankenwagen und zwar", sagte ich und nach kurzem Überlegen nannte ich Salome den Straßennamen, auf welcher wir uns damals befunden hatten. Ich hatte meine Hausaufgaben gemacht und mir deshalb gemerkt, wann und wo genau ich geboren wurde. Dann richtete ich die Gegenfrage wieder an Salome.
Auch wenn ich schon längst wusste, dass es diese Diskrepanz zwischen Reinblütern und Muggelgeborenen, würde ich wohl trotzdem nie verstehen, was denn daran so schlimm war. Salome hatte es mir zwar erklärt, wenn man so wollte, aber das hatte nicht gerade zum besseren Verständnis beigetragen. Und in meinem Haus und Jahrgang gab es schließlich auch Reinblüter, mit denen ich befreundet war, aber die führten sie auch nicht so auf. Aufgrund dieser Partnerarbeit würde ich jetzt allerdings häufiger Zeit mit Salome verbringen, was ich bis eben nicht so schlimm gefunden hatte, aber sie hatte ihre Abneigung gerade noch einmal sehr deutlich gemacht. Aber gut, ich würde trotzdem das Beste daraus machen. Und eine gute Note wollten wir beide offenbar, das war schon mal etwas. Salome nahm sich dann ihr Pergamentstück wieder und während ich nach meinen eigenen Schreibutensilien griff, beantwortete ich ihr ihre Frage. "Jayden Samuel Wilson. Geboren bin ich am 15. Mai 1980. Du?"
Ich hatte gefragt, aber trotzdem war ich für einen Moment baff. Aber immerhin war sie ehrlich... Allmählich wirkte Salome aber ziemlich gereizt und ich mochte es zwar nicht, andere gegen mich aufzubringen, aber ich wollte auch nicht einknicken. Ihre nächsten Worten überraschten mich nicht so sehr, aber vor den Kopf gestoßen fühlte ich mich dennoch. Die letzte Unterhaltung mit ihr war etwas angenehmer gewesen. Menschen wie sie und Menschen wie ich, wiederholte ich gedanklich und schwieg mich zu ihrer Aussage aus. Was sollte ich auch schon sagen, um sie von etwas anderem zu überzeugen. Ihr Tonfall machte deutlich, wie sehr sie diese Meinung vertrat. Nachdenklich sah ich auf das Pergament vor mir, ehe ich wieder zu Salome sah und sie fest ansah. "Du kannst deine Abneigung meinetwegen noch so sehr zum Ausdruck bringen, aber entweder wir machen das gemeinsam oder wir drehen uns noch eine Weile im Kreis. Deine Entscheidung."
Wow, Salome schien das wirklich ernst zu meinen. Als sie mir das leere Pergament vorsetzte, schob ich es demonstrativ ein Stück von mir weg. "Zum einen mag ich Arithmantik und zum anderen ist das nicht meine Art. Wenn ich eine Aufgabe habe, dann mache ich sie. Und das nicht halbherzig, sondern ordentlich. Hast du wirklich erwartet, ich mache Freudensprünge, wenn du mir sagst, dass du das ganze alleine machst?" Auch wenn Salome das ernst zu meinen schien, konnte sie doch wirklich nicht erwartet haben, dass ich dem einfach so zustimmen würde? Was dachte sie denn von mir? Hach, das will ich vielleicht nicht soooo genau wissen, dachte ich mir im selben Moment. "Die Aufgabe ist, die Daten voneinander abzufragen und die Berechnungen miteinander zu machen. Warum willst du das unbedingt alleine in die Hand nehmen?"
Ich präsentierte mich nicht gerade sehr klug, das merkte ich sehr gut daran, wie Salome mit mir sprach. Wobei ich es inzwischen ja gewohnt sein sollte, dass es solche Leute gab. Aber vielleicht hatte ich nach dem einen Gespräch mit ihr gedacht, dass sie sich beim nächsten Mal nicht wie üblich aufführen würde. Da hatte ich wohl falsch gedacht. "Wir haben offenbar unterschiedliche Vorstellungen davon, wie eine Partnerarbeit aussieht", sagte ich dann und wirkte gefasster und weniger verwirrt wie gerade eben noch. "Ich finde es nicht richtig, wenn ich dich die ganze Arbeit alleine machen lassen sollte. Ich will auch meinen Teil dazu beitragen. Und es hat ja auch keinen Sinn, wenn ich nicht selbst etwas mache. Wenn du meine Daten willst, dann musst du mich wohl im Rahmen unserer Aufgabe danach fragen." Und mit diesen Worten setzte ich mich einfach auf einen Stuhl, der Salomes Tisch am nächsten stand und sah Salome einfach nur erwartungsvoll an.
So wie ich näher kam, sah ich, dass Salome schon alles vorbereitet hatte. Ich stellte also meine Tasche ab und griff schon hinein, um meine eigenen Sachen herauszuholen, als mich Salomes Worte dazu brachten, inne zu halten. Verdutzt sah ich sie an. "Hä?", machte ich erstmal ganz geistreich, aber ich war mir nicht sicher, ob ich mich nicht verhört hatte. Aber das hatte ich wohl nicht. "Du weißt schon, dass das eine Partnerarbeit ist, oder? Das heißt, wir sollen das gemeinsam machen."
Ich war mir nicht sicher, ob es mich in diese Ecke von Hogwarts schon mal verschlagen hatte. Aber Salome wollte sich hier treffen und ich hatte nicht wirklich einen Grund gehabt, ihr das abzuschlagen. Ich hätte mich zwar lieber mit ihr im Studienraum getroffen, damit wir an unserem Arithmantik-Projekt arbeiten konnten, aber dagegen hatte sich Salome ziemlich stark gewehrt. Also hatte ich ihrem Vorschlag zugestimmt, uns in einem der unbenutzten Klassenzimmer zu treffen. Vermutlich wollte sie einfach nicht, dass man mich mit ihr sah. Ein gutes Gefühl gab mir das auf jeden Fall nicht, aber ich hatte mich deswegen nicht mit ihr streiten wollen. Seit dem einen Gespräch, was ich mit ihr hatte, hatte ich nicht nochmal mit ihr gesprochen. Obwohl ich es durchaus versucht hatte, vor allem, weil Salome immer noch meinen Comic hatte. Aber mir kam es so vor, als ob mir Salome aus dem Weg gegangen war. Deshalb war es vielleicht von Vorteil, dass man uns zu Partnern für die Arbeit erklärt hatte und wir uns so abgelegen im Schloss treffen wollten. Als ich mit Salome alleine war, war sie mir anders vorgekommen als sonst. Das war mir vor allem in den letzten Wochen aufgefallen, nachdem ich eben mich mal unter vier Augen mit ihr unterhalten hatte können. Als ich das Klassenzimmer endlich fand, welches Salome auserkoren hatte, war sie schon da. "Hey, Salome", begrüßte ich sie mit einem leichten Lächeln.
Okay, sie nahm es mir wohl übel. Oh man... Doch auf ihre Worte fiel mir keine geistreiche Antwort ein, weshalb ich sie wie ein getretener Hund ansah. Vielleicht hatte sie irgendwo Recht, ich war unter Muggeln aufgewachsen und wollte sie deshalb auch verteidigen, meine Tante war ja auch eine Muggel, aber ich glaubte auch, dass Salome gleichzeitig Unrecht hatte mit dem, was sie sagte. "Das stimmt wohl, ja", gab ich Salome allerdings Recht, als sie meinte, sie könnte es nicht beurteilen, ohne die ganze Geschichte zu kennen. Ich sah sie dann überrascht an bei ihren nächsten Worten. Verstand ich es gerade richtig oder hatte ich mich verhört? Aber ich kam nicht mehr dazu, genauer nachzufragen, da Salome schon dabei war zu gehen. Dennoch blieb sie noch einmal kurz stehen, woraufhin sich unsere Blicke trafen und dann ging sie. Zu spät fiel mir auf, dass sie einfach meinen Comic mitgenommen hatte. "Was ist gerade passiert?", murmelte ich verwirrt. Das würde mir doch auch keiner glauben. Ich würde Salome demnächst mal nach meinem Comic fragen, aber ich glaubte nicht, dass sie ihn kaputt machen würde. Ich hob meine Tasche auf und ging dann ebenfalls.
"Nimm es mir bitte nicht übel, aber ich glaube, dein Bild von Muggeln ist ziemlich voreingenommen", meinte ich mit friedfertiger Stimme, denn ich wollte sie damit nicht schlecht reden, aber was ich bisher aus unserem Gespräch mitgenommen hatte, war genau dieser Eindruck von Salome. Wobei sie anfangs noch ziemlich neugierig gewirkt hatte, wie ich fand. Jetzt war sie wieder so stur wie ich es von anderen kannte. Dabei war es überraschend angenehm, sich mit Salome zu unterhalten. Zumindest angenehmer als ich es erwartet hätte und vor allem hätte ich nie im Leben gedacht, dass ich in einem verlassenen Klassenzimmer sitzen und mich mit Salome Beaufort über Spiderman unterhalten würde! "Das war eine List vom Grünen Kobold, um Spiderman in die Bredouille zu bringen. Es stimmt zwar, dass dadurch einiges an Schaden entstanden ist, aber die Menschen, die in Gefahr waren, konnte er retten. Siehst du", erklärte ich und blätterte weiter, um Salome die entsprechende Szene zu zeigen. Ich hatte den Comic schon so oft gelesen, dass ich ihn beinahe auswendig kannte und entsprechend abgegriffen war das Heft auch. "Helden müssen immer schwierige Entscheidungen treffen, aber Spiderman entscheidet sich immer für die, die in Gefahr sind, selbst wenn es für ihn gefährlich wird. Wenn es nach ihm ginge, würde er den Grünen Kobold auch nicht bekämpfen wollen, aber der lässt nicht wirklich mit sich reden." Stattdessen jagt er alles und jeden lieber hoch bzw. versucht es zumindest. Ich hörte dann ebenfalls Schritte von draußen und drehte mich um, aber es kam niemand herein. Als ich mich wieder Salome zuwenden wollte, kündigte diese an zu gehen und stand auf, woraufhin ich mich ebenfalls erhob. "Hoffentlich klärt sich die Sache mit Draco, ohne schlimme Folgen für dich und deine Familie", sagte ich dann noch und meinte es auch so.
Mein Schmunzeln verschwand nicht aus meinem Gesicht, aber ich hab fragend eine Augenbraue. "Kannst du es denn so gut beurteilen, obwohl du selbst kaum was davon gesehen hast?", wollte ich von ihr wissen, wobei ich schon vermutete, welche Antwort ich darauf erhalten würde. Salome machte aber nicht den Eindruck, als würde sie sich so sehr mit den Muggeln beschäftigen und verließ sich dann wohl lieber auf die Vorurteile, die in der Zaubererwelt herrschten. "Deine Ansicht ist wirklich interessant", merkte ich schließlich an und in meinem Tonfall war keine böswillige Absicht zu erkennen. Ganz im Gegenteil sogar, denn das hatte ich so noch nie gehört und Comics gaben viel Diskussionsstoff. "Aber ich sehe das trotzdem nicht. Ehrgeiz in allen Ehren, es kann nicht richtig sein, mutwillig andere in Gefahr zu bringen, um so an seine Ziele zu kommen. Der Grüne Kobold hat sich in gewisserweise auch selbst zum Schurken gemacht, wenn auch vielleicht unfreiwillig, aber seine Taten führen zu nichts Gutem. Er versucht eigentlich nur zu zerstören und setzt die Welt damit selbst in Flammen, wie du es so schön nennst. Deshalb braucht es jemanden, der ihm die Stirn bietet."
"Du bist wirklich kritisch", stellte ich mit einem Schmunzeln fest. Ich fand es tatsächlich nicht schlimm, dass Salome so dachte, eher schade, dass sie so verbohrt zu sein schien und Muggel offenbar wirklich nicht leiden konnte. Aber das war wohl in ihren Kreisen ziemlich normal, das machten ja Draco und andere deutlich genug, deshalb sollte es mich nicht zu sehr wundern. "Wenn man mit Magie aufgewachsen ist, dann wirkt das wohl wirklich nicht so bedeutend", lenkte ich aber ein wenig ein, denn ich hatte es auch schon bei einiger meiner Freunde bemerkt, dass sie davon auch nicht so leicht zu beeindrucken waren. Aber na ja, Magie war auch wirklich etwas Tolles. Auf meine weiteren Worte zum Grünen Kobold reagierte Salome nicht weiter und ich wollte schon fragen, was los war, aber da antwortete sie mir dann. Dann hatte ich es mir vielleicht nur eingebildet, dass sie geistig kurz abwesend gewesen war. "Das eher nicht. Es gibt tatsächlich keinen wirklichen Grund für sein Handeln. Er nutzt seine Kräfte eben, um Schaden anzurichten, indem er ein Verbrechersyndikat unter der Stadt errichten möchte und versucht, die Stadt an sich zu reißen. Er manipuliert andere und nutzt seine Kräfte gegen Schwächere. Seine einzige Motivation ist sein Hass auf Spiderman, der dadurch gesteigert wird, dass ihn Spiderman immer wieder aufhält. Und helfen kann man dem Wissenschaftler weniger, da der Grüne Kobold seine Geheimidentität ist. Man weiß nicht, wer in Wirklichkeit dahinter steckt. Die Leser zwar schon, aber nicht die Leute in der Geschichte. Und deshalb weiß auch keiner, wer sich hinter Spidermans Maske verbirgt. Und Spiderman bekämpft den Grünen Kobold eben, damit dieser die Stadt nicht zerstört. Er könnte mit seinen Spinnenkräften sicherlich auch einiges anstellen, aber hat sich dazu entschieden, seine Kräfte dafür zu nutzen, seine Stadt vor Feinden zu beschützen. Er stellt sich also aktiv gegen den Grünen Kobold, damit dieser nicht mit seinen bösen Plänen durchkommt und beschützt die Schwachen. Das macht doch einen Helden aus."
"Das nennt sich Technik und Wissenschaft", merkte ich an, aber ich würde Salome auch nicht im Detail erklären können, wie die Röntgentechnik funktionierte. Aber sie war ja selbst für Muggel faszinierend, würde ich behaupten. Zu der Tschernobyl-Geschichte äußerte sich Salome nicht weiter, aber das war für mich in Ordnung. Es war schließlich kein schönes Thema und auch eher schwer zu verstehen, abgesehen davon, dass es eine Katastrophe war. "Ich würde es nicht als verzweifelt ansehen. Gerade weil Magie in den Augen der Muggel Wunschdenken ist, versuchen sie eben, sich anders zu behelfen. Ich finde das bewundernswert." Natürlich machte Magie vieles sehr einfacher, was in der Muggelwelt im Vergleich fürchterlich kompliziert erschien, aber ich konnte wohl durchaus behaupten, dass Muggel auf ihre eigene Art und Weise zurechtkamen. Auch viele Zauberer das nicht glauben wollten. "Ach so", sagte ich auf Salomes Erklärung hin, aber hatte das Gefühl, dass Salome den Auroren irgendwie negativ gegenüberstand. Von dem, was mir sonst bisher erzählt wurde, klangen Auroren für mich nach richtig coolen Typen. "Hm, das ist interessant. Also auch, wenn er diese Kräfte für Böses einsetzt?", fragte ich Salome. "Er ist immerhin der Gegner des Helden und als Preis für diese Kräfte, hat er auch seinen Verstand verloren und möchte eigentlich nur Schaden anrichten statt diese Kräfte für anderes zu nutzen. Deshalb gerät er auch immer wieder mit Spiderman aneinander, der versucht, seine Stadt und deren Bewohner zu beschützen."
Ja, es war deutlich, dass Salome und ich unterschiedliche Meinungen vertraten und zwar in vielerlei Hinsicht, aber das lag wohl daran, dass wir so verschieden aufgewachsen waren. Und ich kannte die magische Welt immerhin erst sein 5 Jahren. Salome kannte sie schon immer. "Ich schätze, Chemie kannst du mit Zaubertränke und Alchemie am ehesten vergleichen. Es wird mit verschiedenen Stoffen experimentiert, damit neues entsteht. Muggel haben ihre ganz eigenen Wissenschaften, weißt du", versuchte ich zu erklären, aber ich hatte in Naturwissenschaften nur Grundkenntnisse, da mich Technik immer mehr interessiert hatte. "Na ja, wenn man nicht aufpasst, kann's schon gefährlich werden. Es gab vor Jahren einen ziemlich schlimmen Unfall in der Ukraine. In sogenannten Atomkraftwerken, in denen Muggel versuchen, Energie zu erzeugen, ist bei den Experimenten was schiefgelaufen und es kam zu einer Explosion, bei der viel von der radioaktiven Strahlung in die Umwelt gelangt ist und die Gegend verseucht hat." Ich wusste nicht, wie viel Salome davon verstand, selbst für Muggel war das nicht immer verständlich, aber an meinem Tonfall sollte erkennbar sein, dass das wirklich keine schöne Geschichte war. Aber da es sich bei Spiderman um Fiktion handelte, sollte man vielleicht nicht alles in Frage stellen. Logiklücken findet man auch überall. Irgendwie wirkte Salome enttäuscht, nachdem ich sagte, dass die Geschichte erfunden war. "Muggel denken sich allerhand Geschichten aus, um andere zu unterhalten. Es gibt unglaublich viele Geschichten mit Magie und übermenschlichen Fähigkeiten. Und gerade, weil Magie für die Muggel nicht wirklich existiert, ist es umso spannender, sich solche Geschichten auszudenken und zu lesen." Ich war davon nicht ausgeschlossen, mich hatten genau diese Geschichten schon immer begeistert, wie jetzt auch unschwer zu erkennen war, und als ich noch kleiner war, habe ich auch oft davon geträumt, Fähigkeiten wie Zauberer oder ein Jedi zu besitzen. Und jetzt war ich selbst tatsächlich ein Zauberer. Ich wirkte ein wenig irritiert darüber, was Salome über die Auroren erzählte. "Ich dachte, Auroren jagen dunkle Zauberer?", fragte ich nach, zumindest hatte ich das bisher immer so verstanden und hatte die Auroren deshalb dafür auch bewundert. "Wie kommst du darauf?", wollte ich von Salome wissen, als sie ihre Meinung zum Grünen Kobold kundtat. Ich war nicht beleidigt, weil sie den Feind meines Idols klüger als mein Idol selbst bezeichnete, sondern schlichtweg neugierig zu ihrer Ansicht. Solche Gespräche habe ich früher mit meinen Freunden ständig geführt. Auf Salomes letzte Worte hin, sah ich sie mit einem unergründlichen Blick an. Irgendwie fand ich Salomes Einstellung ja bewundernswert, denn sie schien sich wirklich nichts gefallen lassen zu wollen, aber ich machte mir trotzdem auch Sorgen, denn mit Draco war offensichtlich auch nicht zu spaßen.