Name: Louise MacDougall Alter: 15 Geburtstag: 07.09.1979 Avatar: Mackenzie Foy Aussehen: Louise ist mit ihren 1,64 m eher durchschnittlich groß und sehr schlank. Auffällig an ihr sind ihre langen, dichten dunklen Haare und ihre sehr blasse Haut. Sie hat ein sehr hübsches, schmales Gesicht mit grünen Augen, und sie lächelt sehr selten. Louise trägt meist schlichte, einfarbige Kleidung.
Charakter: Louise ist sehr unauffällig und wird von den meisten kaum beachtet, und das ist ihr auch sehr recht so. Sie beobachtet nämlich am liebsten still ihre Umgebung, und das geht so am besten. Louise verfügt über einen scharfen, analytischen Verstand. Sie kann Situationen und Menschen innerhalb von kürzester Zeit richtig einschätzen, und erkennt die Fehler und Hürden eines jeden Plans. Auch die Schwächen ihres Gegenübers sind für sie beinahe lächerlich offensichtlich. Emotionen lässt sie in ihren Entscheidungen meist außer acht, stattdessen trifft sie sie kühl und bedacht. Tatsächlich würde Louise einen großartigen Bösewicht abgeben, wären nicht ihre Eltern von eben diesen ermordet worden. Zwar hält sie weder von Dumbledore noch den Gryffindor-Helden Hogwarts sonderlich viel, wenn sie aber eine Seite wählen müsste, wäre es ihre, einfach, weil sie die Einzigen sind, die aktuell gegen Voldemort (den sie heimlich bei seinem Namen nennt, weil alles andere unsinnig ist) und seine Anhänger vorgehen. Louise hat die anarchistischen Einstellungen ihres Umfeldes übernommen, und hält Gewalt durchaus für ein legitimes Mittel, solange sie wohldosiert und zielorientiert eingesetzt wird. Dass ihr niemand ein solches Vorgehen zutrauen würde, hält sie für eine ihrer Stärken. Das Ministerium konnte sie auch vor den letzten Sommerferien schon nicht ausstehen, und auch mit den Regeln Hogwarts tut sie sich schwer, insofern diese für sie keinen Sinn ergeben (zum Beispiel die Regel in ihrem ersten Jahr: Wieso darf niemand in den dritten Stock? Was ist da? Wieso befindet sich das in einer Schule? Wieso erklärt einem niemand, wieso man etwas nicht tun darf, wenn doch bekannt ist, dass Menschen davon angezogen werden, wenn es ein nicht erklärtes Verbot gibt?). Da sie jedoch so still und unauffällig ist, zudem immer höflich ist und sehr gute Noten schreibt, schaut bei ihr niemand genau hin, und so kann sie durchaus einige Regeln umgehen (ohne dass sie sich dafür in lebensbedrohliche Situationen begeben würde, so wenig diese auch erklärt werden). Generell ist Louise sehr introvertiert und beobachtet Menschen lieber aus sicherer Entfernung. Sie kann Menschen zwar sehr gut analysieren, im richtigen Umgang mit ihnen ist sie jedoch überfordert. Sie weiß einfach nicht, wie sie mit anderen reden soll, ohne negative Reaktionen zu ernten, und lässt es deswegen lieber. Zwar würde sie sich manchmal durchaus mehr Kontakt und Freundschaften wünschen, doch erscheint es ihr sicherer, darauf zu verzichten. Außerdem weiß sie ja gar nicht, wie man Freundschaften schließt. Also beobachtet sie lieber alles still und heimlich und bekommt so ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle. Ansonsten ist Louise aber sehr zielstrebig, stur und entschlossen. Sie steht zu ihrer Meinung und ihren Einstellungen, auch wenn sie damit aneckt, und setzt ihre Interessen auf dem zielführendsten Weg durch. Der beste Weg, sie aus ihrer Reserve zu locken, ist, ihrer Einstellung zu widersprechen - dann meldet sie sich entschlossen zu Wort, macht sich damit allerdings selten beliebt. Sie ist also auch durchaus mutig, allerdings ohne unnötige Risiken einzugehen.
Blutstatus: Halbblut (Vater muggelstämmig, Mutter Halbblut) Familie: Louises Eltern sind gestorben, als sie noch ein kleines Kind war. Beide waren radikale Anarchisten und haben sich sowohl gegen das Ministerium als auch gegen Voldemort und die Todesser gestellt. Louise ist bei ihrer Patentante und deren Partnerin aufgewachsen (beide muggelstämmig und ebenfalls Anarchistinnen). Sie hat keine Geschwister und auch keinen Kontakt zu anderen Verwandten, da die diesen bereits vor ihrer Geburt zu ihren Eltern abgebrochen hatten. Ihr Vater entstammt dem schottischen Clan der MacDougalls, aber auch hier hat Louise keine Kontakte.
Haustier: / Hobbies: Louise reitet gerne und malt und zeichnet hin und wieder. Ansonsten ließt sie viel. Da ihre Patentante ihren Kontakt zu ihren schottischen Wurzeln stärken wollte, spielt sie außerdem Dudelsack. Berufswunsch: Widerstandskämpferin? In dem aktuellen System sieht sie keinen Platz für sich.
Zauberstab: Ebenholz, Phönixfeder, unnachgiebig Patronus: Nebelungkatze (kann sie noch nicht) Irrwicht: Sie selbst mit Knebel, gefesselten Händen und verbundenen Augen - unfähig, die Welt zu beobachten oder zu beeinflussen.
Haus: Ravenclaw Jahrgang: 5. Posten / Beruf: / Quidditch: Interessiert sie so gar nicht. Manchmal geht sie hin, um das für sie irritierende Fan-Verhalten zu beobachten, aber meistens ist es ihr zu laut und zu dämlich.
Lieblingsfach: Verwandlung, Zauberkunst, Verteidigung, Zaubertränke Hassfach: Wahrsagen - Sie hatte große Hoffnungen in das Fach gesetzt, aber Trelawney ist eine einzige Enttäuschung. Wahlfächer: Alte Runen, Arithmantik, Wahrsagen
Freunde: Keine Feinde: Voldemort und alle seine Todesser (sie wissen es nur noch nicht)
Wichtige Ereignisse der Vergangenheit: Louise wurde nach der Muggel-Anarchistin Louise Michel benannt. Ihre Eltern gehörten einer radikal anarchistischen Gruppierung an, die sich in mehreren Aktionen dem Ministerium widersetzte und Chaos stiftete. Als Voldemort an die Macht kam, organisierten sie sich gegen ihn. Sie klärten über seine schädliche Ideologie auf und töteten einige seiner Todesser (denn vor jeglicher Gewalt schreckten sie schon nicht zurück, als das Ministerium über den Einsatz dieser noch diskutierte). Louises Eltern wurden schließlich, kurz vor Ende des Krieges, von Voldemort und seinen Anhängern ermordet, wie auch viele andere aus der Gruppe. Da sie dem Ministerium jedoch ein Dorn im Auge waren, wurden sie nach dem Krieg nicht als Held*innen geehrt, sondern es wurde aktiv versucht, sie in Vergessenheit geraten zu lassen. Louise wuchs bei ihrer Patentante, der besten Freundin ihrer Eltern, und deren Partnerin auf, die ebenfalls zu der Gruppe gehört hatten, inzwischen unter falschem Namen leben und Louise im entsprechenden Geist erziehen.
Was passiert mit dem Charakter, sollte er gelöscht werden? (nur bei OCs): Sie zieht mit ihren Adoptivmüttern nach Frankreich, da deren Identität aufgeflogen ist und ihnen eine Verhaftung wegen Terrorismus droht.
Geschlecht
keine Angabe
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Eberkopf" geschrieben. 30.05.2026
Ich hatte die Liste ohne Zögern unterschrieben. Widerstand ging eben mit Risiko einher, und ich fand es wirklich lächerlich, dass manche Leute hierher gekommen waren und dann vor einer einfachen Unterschrift zurückschreckten. Was hatten sie denn erwartet? Ich wartete den größten Ansturm auf die Tür ab und wollte mich dann ebenfalls auf den Weg machen, wurde aber aufgehalten. "Ähm, ja. Wie du siehst", beantwortete ich Levis Frage, obwohl das doch offensichtlich war. Worauf wollte er hinaus?
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Eberkopf" geschrieben. 25.04.2026
Ich verschwand geradezu auf meinem hinteren Platz und hörte aufmerksam zu, was Hermine erzählte, auch wenn sie immer wieder rüde unterbrochen wurde. Als sich dann aber dieser Zacharias Smith einschaltete, der einen Jahrgang unter mir war, konnte ich nicht mehr an mich halten. "Der Beweis ist, dass ein Schüler mitten in Hogwarts, unter den Augen von Dumbledore und dem Ministerium, ermordet wurde. Wer sonst hätte das geschafft außer Voldemort?", fuhr ich ihn an. Dass Hermine den Namen ausgesprochen hatte, nahm ich als Erlaubnis, es ihr gleichzutun. "Wie genau das Ganze von statten ging, ist doch egal. Diggory ist tot, Voldemort ist wieder da, mehr müssen wir nicht wissen. Lässt du Hermine jetzt endlich weiter erklären, wie das Ganze hier ablaufen soll?" Der Idiot beharrte allerdings weiter auf seiner Frage, weswegen Harry ihn schließlich auch anfuhr, und das Thema damit beendete. Endlich konnte Hermine weiter reden, wurde aber gleich darauf von Susan Bones unterbrochen, diesmal allerdings mit einer tatsächlich interessanten Frage. Ich beugte mich mit leuchtenden Augen vor und beobachtete Harrys Reaktion ganz genau. Wenn das wirklich stimmte, hatte er wohl wirklich etwas auf dem Kasten und nicht einfach nur Glück, und dann konnte ich tatsächlich etwas Sinnvolles von ihm lernen.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Eberkopf" geschrieben. 06.02.2026
Timeskip zum Hogsmeade-Wochenende
Ich hielt mich unbemerkt am Rand der Gruppe, die auf dem Weg zum Eberkopf war. Ich hatte vor kurzem zufällig Jacob Devaney aus meinem Jahrgang belauscht, der seinem Bruder begeistert von diesem geheimen Treffen erzählt hatte, und beschlossen, daran teilzunehmen. Allein, weil die Organisation dieses Treffens so durchlässig gestaltet war, dass sie sicher Unterstützung gebrauchen konnten. Außerdem gefiel mir der Gedanke, hinter dem Rücken des Ministeriums und der Lehrer Magie zu lernen, die ich zum Kämpfen einsetzen konnte. Ich huschte als eine der Letzten in den Pub und setzte mich nach der Verteilung der Getränke auf einen der hinteren Plätze.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 06.02.2026
"Gibt es denn irgendjemanden, der seine Familie nicht lieb hat?", fragte ich mit gerunzelter Stirn. Zumindest, was unsere Altersgruppe anging, glaubte ich das nicht. Zwar gab es sicher einige, die sich mit ihren Eltern nicht vertrugen, aber deswegen war man noch lange nicht frei von Liebe für sie, sonst wäre das Ganze ja auch deutlich einfacher. Ich sah wieder auf das Lesezeichen hinab. "Ja, das hast du wohl", stellte ich nachdenklich fest. Eine Aussage, die mir nicht ganz ungefährlich vorkam. Deswegen war ich beinahe erleichtert, als Levi sich verabschiedete. Ich nickte zustimmend, auch wenn ich nicht wusste, ob ich ihm glauben konnte. Als er ging, sah ich ihm nachdenklich hinterher. Meine Stimmung sank mit seinem Weggang mehr, als mir lieb war.
-> Eberskopf
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 06.01.2026
Ich hatte damit gerechnet, dass Levi verärgert sein würde über meine Erklärung - weil Menschen das meistens waren, wenn ich logische Zusammenhänge erklärte, auch wenn ich meistens nicht verstand, wieso. Und hier ging es um seine Familie, also um etwas Persönliches, wo Menschen noch einmal empfindlicher waren. Stattdessen schien Levi sich sogar zu freuen. "Gut für euch, schätze ich", lautete meine Antwort dazu. Er klärte mich dann über mein Missverständnis auf, und ich nickte. "Dann hatte deine Mutter wohl Glück, dass er gegangen ist, wenn er so unfähig im Hinblick auf seine Familie war", stellte ich fest. "Und dass sie jemanden gefunden hat, der das nicht ist." Levis ernsthaftes Mitgefühl fühlte sich unangenehm an. Ja, ich hatte keine Freunde, aber das war vermutlich auch besser so. "Ist doch nicht schlimm", behauptete ich also und hoffte, dass er das Thema sein lassen würde.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 06.01.2026
Levis Freude über meine Aussage konnte ich nicht nachvollziehen, was man mir wohl auch ansah. Ich kommentierte es aber nicht, denn was sollte ich dazu schon sagen? Er wiederum reagierte dann auf meine Nachfrage irritiert, obwohl er mich doch auch über meine Familie ausgefragt hatte. "Es ist unüblich, dass bei einer Partnerschaft jemand bereits aus einer vorangegangenen Beziehung ein Kind mitbringt. Dementsprechend kann das eine ziemliche Belastung sein, die nicht jede Partnerschaft aushält", erläuterte ich meinen Gedankengang. "Und nachdem deine Mutter ihren Partner trotz Kind schon einmal verlassen hat, scheint sie niemand zu sein, der in einer Beziehung bleibt, wenn sie sie nicht mehr möchte." Was auch nicht gerade üblich war, schließlich gingen Scheidungen mit großer gesellschaftlicher Stigmatisierung einher. "Ich habe bisher eben noch nie ein Geschenk von einem Klassenkameraden bekommen", verteidigte ich meine Reaktion.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 05.01.2026
"Das merkt man", sagte ich erneut und sah dabei auf das Geschenk hinunter, das er mir gemacht hatte. Wären ihm Geburtstage egal, würde er jetzt auch um meinen nicht solches Aufhebens machen. Bei seinem Hinweis runzelte ich die Stirn. "Ich weiß. Ich kenne den Kalender." Was auch immer er mir mit dieser Information sagen wollte. Aber mir war schön öfter aufgefallen, dass Leute unsinniges Zeug redeten, einfach nur, um etwas gesagt zu haben. Die Information, dass Levi zu diesen Menschen gehörte, speicherte ich sorgsam ab. "Ja, das weiß ich", bestätigte ich. Was er dann erzählte, hatte ich allerdings tatsächlich noch nicht gewusst. "Halbgeschwister also", stellte ich fest. "Und deine beiden Eltern sind noch zusammen?" Es war auch eher unüblich, dass jemand eine Frau nahm, die bereits von jemand anderem ein Kind hatte. Levis Vater war wohl weltoffener als so manch andere. Auf Levis Entgegnung zu meiner Aufzählung hin wusste ich nicht, ob er wegen meiner Worte verletzt war oder nicht. "Das wollte ich damit auch nicht sagen", rechtfertigte ich mich deswegen. "Ich wollte nur zeigen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt." Genau deswegen redete ich nicht gerne mit anderen, das ging nur schief.
Louise möchte auch mitmachen. Sie wurde von niemandem eingeladen, hat aber belauscht, wie Jacob Will begeistert von dem bevorstehenden Treffen im Eberkopf erzählt hat und beschlossen, dabei zu sein. Wenn die Teilnehmenden so dämlich und unvorsichtig sind, brauchen sie dringend ihre Unterstützung. Ihre Gründe sind einfach: Sie kann unsinnige Regeln, das Ministerium und Voldemort nicht ausstehen, und die DA richtet sich gegen alle drei. Außerdem hält sie Gewalt für ein legitimes Mittel zur Lösung von Problemen, und dort kann sie mehr gewalttätige Methoden lernen.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 14.11.2025
"Ich mag Weihnachten lieber. Mit Geburtstagen konnte ich nie viel anfangen", gab ich ehrlich zu. Mein Geburtstag erinnerte mich meistens an meine Eltern, die nicht mehr da waren, und die ich nie richtig kennenlernen konnte. Außerdem konnte ich Weihnachten Zuhause verbringen, während mein Geburtstag einfach nur ein gewöhnlicher Tag auf Hogwarts war, nur dass es eine Karte und ein Geschenk gab. Nun ja, dieses Mal zwei Geschenke. "Nicht wirklich. Ich wollte es nur anmerken", beantwortete ich Levis Frage. Im von der Feier zum Geburtstag meiner Namenspatin zu erzählen, würde wohl wenig bringen. Und am Ende recherchierte er noch und fragte nach, wieso jemand sein Kind nach einer gewalttätigen Anarchistin benannte, und das wäre dann zu riskantes Terrain. Levis Bemerkung ließ mich jedoch aufhorchen. Das war etwas, was ich noch nicht wusste. "Ach ja?", fragte ich also. Ich wusste nur, dass er eine kleine Schwester und einen großen Bruder hatte, das mit dem Patchwork war mir neu. "Nicht unbedingt", widersprach ich. "Ein Geschenk kann auch ein Bestechungsversuch sein, oder auch eine Beleidigung, die von außen nicht ersichtlich sein soll. Zum Beispiel." Es konnte auch sein, dass man ein Geschenk machte, damit jemand einem etwas schuldete. So wirkte Levi allerdings nicht. Wobei, erwartete er jetzt, dass ich ihm zum Geburtstag auch etwas schenkte? "Das merkt man", meinte ich, während ich in Gedanken noch diesem Problem nachhing.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 14.11.2025
"Das schon, aber es gibt ja noch Weihnachten und Namenstage und dergleichen", warf ich ein. Und meine Mütter feierten auch gerne den Geburtstag meiner Namensgeberin mit mir, es gab also mehr als genug Feierlichkeiten, wo an mich gedacht wurde. Levis Frage amüsierte mich dann ziemlich, denn seine Verwunderung war ihm deutlich anzumerken. Klar, es war ja auch nicht üblich, dass zwei Frauen zusammen lebten und ein Kind hatten. Offiziell hatten sie auch keine Beziehung, sondern waren Freundinnen, die zusammen wohnten, wobei sie einander mit mir halfen. "Meine Eltern leben nicht mehr. Deswegen lebe ich jetzt bei meiner Patentante, die mich mit ihrer Mitbewohnerin großzieht", erzählte ich Levi dementsprechend auch die offizielle Version. So albern das auch war, meine Mütter hatten mir das nahe gelegt, da wir sonst vielleicht Probleme bekommen würden und man vielleicht zu dem Schluss kam, mich doch lieber in ein Heim zu geben. Dafür fand er wohl meine Antwort amüsant. "Ich weiß ja nicht, ob es wirklich so gemeint war", verteidigte ich mich. "Ich weiß", rutschte es mir dann wieder heraus. "Das sieht man", schob ich dann schnell nach und hob dabei das Lesezeichen an. Er brauchte ja nicht zu wissen, dass ich ihn bereits sehr oft irgendwas hatte falten sehen, und jedes Mal hatte er damit freudige Reaktionen ausgelöst.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 14.11.2025
Darüber dachte ich einen Moment nach. "Ich wäre wohl enttäuscht gewesen, hätten sie nicht an mich gedacht", schlussfolgerte ich dann. Es überraschte mich ein wenig, als Levi nur lachte, anstatt sich darüber zu wundern, dass ich ihn beobachtet hatte. Die meisten Menschen mochten es nicht, wenn man Dinge über sie wusste, die sie einem nicht mitgeteilt hatten. Auch im weiteren Verlauf des Gesprächs blieb Levi erstaunlich gelassen, und bei meinem Kompliment zu seinem Lesezeichen strahlte er sogar regelrecht. "Das ist... nett, schätze ich", bemerkte ich auf seine Antwort zu meiner Frage. Auch wenn es sich seltsam anfühlte, diesmal das Ziel von Beobachtungen geworden zu sein. "Dann danke."
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 10.11.2025
Ich hob die Karte in meiner Hand leicht an. "Es wird ja an mich gedacht. Von meinen Müttern, die an mich denken, weil sie mich lieb haben." Und deswegen bedeutete es mir was. Glückwünsche von jemandem, dem ich ansonsten egal war, waren doch nur geheuchelt. "Brauchst du nicht. Dein Geburtstag ist kaum nicht zu bemerken, so viele Leute, wie an dem Tag immer um dich herumschwirren", merkte ich an. Das war wohl kaum zu vergleichen. Es war reiner Zufall, dass Levi bemerkt hatte, dass ich heute ein Geschenk bekommen hatte. Fünf Minuten später, und er hätte nichts davon mitbekommen, wie sonst auch. Ich beobachtete weiterhin neugierig, was er tat. Es sah schön aus, wie er akkurat das Papier faltete. Jeder Knick schien einen Zweck zu erfüllen, und er schien genau zu wissen, was er zu tun hatte. Als er mir das Ergebnis dann entgegen hielt, blinzelte ich überrascht. "Für mich?" Vorsichtig nahm ich es entgegen. Es war ein Lesezeichen mit einem Kranich an der Spitze. "Es ist wunderschön", sagte ich ehrlich und betrachtete es von allen Seiten. Das Geschenk machte mich jedoch auch misstrauisch. "Aber wieso?", fragte ich also nach.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 07.11.2025
"Und das hätte was gebracht?", fragte ich irritiert nach. Ich wäre nur früher in diese seltsame Lage gekommen. "Ich weiß. Du hast am 30. September", erwiderte ich und ärgerte mich gleich darauf über mich selber. Ich hatte ja schon oft genug feststellen können, dass Menschen nicht gut darauf reagierten, wenn ich freimütig erzählte, was ich durch Beobachtungen in Erfahrung gebracht hatte. Ich verzichtete darauf, Levi darauf hinzuweisen, dass ich keine Freunde hatte. Das müsste er ja eigentlich wissen. Ich beobachtete verwundert, wie Levi sich neben mich setzte, Papier hervorzog und anfing, daraus etwas zu falten. Ich hatte bereits öfter beobachtet, wie er dergleichen tat, hatte aber keinen wirklichen Sinn darin erkennen können.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 06.11.2025
Ich blinzelte überrascht. "Etwas sagen? Wieso denn?" Ich stellte mir gedanklich vor, wie ich einfach zu Levi hingegangen wäre und ihm erzählt hätte "Übrigens, heute ist mein Geburtstag!" Wirklich eine alberne Idee. Über seine Frage musste ich einen Moment nachdenken. Dann zuckte ich mit den Schultern. "Ich verbringe ihn ja jedes Jahr so", stellte ich fest. "Seit meiner Einschulung in Hogwarts, weil ich eben nicht in den Ferien habe. Also bin ich es wohl gewohnt." Levis Verhalten irritierte mich zwar, aber solange er mir Fragen stellte, konnte ich damit umgehen. Deutlich überforderter war ich, als er mir dann aber auch noch gratulierte. "Ähm... Danke?", erwiderte ich unsicher und fragte mich, ob darauf noch etwas von mir erwartet wurde. Und bedeutete das, dass ich ihm dann auch zum Geburtstag gratulieren musste? Bis zu seinem war es ja auch nicht mehr lange hin. Allerdings hatte er ja jedes Jahr bei weitem genug Leute, die ihm gratulierten. Ich seufzte leise. All diese Überlegungen könnte ich mir sparen, wenn er mich einfach in Ruhe gelassen hätte. Es war ja nicht so, dass er mir unsympathisch wäre, aber er verhielt sich so anders als alle anderen mir gegenüber, dass es mich einfach überforderte.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 05.11.2025
Ich hatte bereits gehört, dass sich mir Schritte genähert hatten, aber gehofft, sie würden weitergehen. Als ich jedoch angesprochen wurde, sah ich widerwillig auf. Es verwunderte mich nicht, dass es sich um Levi handelte, denn wenn jemand mit mir sprach, dann war er es. Das war seit meinem ersten Jahr schon so. Während alle anderen in meinem Jahrgang sich, scheinbar irgendwelchen geheimen Regeln folgend, zu Freundespaaren und -gruppen zusammen gefunden hatten, war ich außen vor geblieben. Levi war der Einzige, der mich seitdem noch zu bemerken schien, und nicht überrascht reagierte, wenn er an meine Gegenwart erinnert wurde. Und seine Aufmerksamkeit überforderte mich jedes Mal, weswegen ich jedes Mal ungeschickt reagierte, und erleichtert war, wenn er wieder ging. Außerdem verstand ich einfach nicht, wieso er mit mir sprach. Bis heute hatte ich nicht herausfinden können, was er im Schilde führte. Klar, er war jemand, der gemocht werden wollte, aber es gab ja genug Leute, die ihn mochten, und ich hatte auch nie direkte Abneigung ihm gegenüber gezeigt. Und seinen Drang nach Aufmerksamkeit bekam er ja auch mehr als genug befriedigt. "Hey", begrüßte ich ihn langsam, abwartend, was er wohl wollte. Bei seiner Frage sah ich von ihm zu dem Geschenk in meinem Schoß und wieder zurück. "Sieht wohl so aus. Und?", gab ich zurück, um herauszufinden, was seine Absicht mit dieser Frage war. Wann Levi Geburtstag hatte, wusste ich, genauso wie bei allen anderen aus meinem Jahrgang und bei einigen aus den anderen Jahrgängen. Aber ich würde deswegen nie etwas sagen.
Louise MacDougall hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum " geschrieben. 04.11.2025
Einstiegspost - 07.09.1995
Ich machte es mir in meinem Lieblingssessel im Gemeinschaftsraum bequem. Mein Lieblingssessel war er, weil er so weit abseits der anderen stand, dass ich dort meine Ruhe hatte, und gleichzeitig einen guten Blick über den Gemeinschaftsraum bot. Der Nachteil war, dass er weit weg vom Kaminfeuer stand, doch die Vorteile glichen das aus. Ich griff nach meiner Schultasche und zog das eingewickelte Päckchen hervor, dass mit der Morgenpost gekommen war und das ich ungeöffnet eingesteckt hatte, da ich in den Unterricht gemusst hatte. Jetzt hatte ich genug Zeit, mich damit auseinanderzusetzen. Unter dem braunen Packpapier kam ein bunt glitzerndes Geschenkpapier zum Vorschein. Ich lächelte leicht. Hier auf Hogwarts wusste niemand, wann ich Geburtstag hatte, aber meine Mütter würden das natürlich nie vergessen. Vorsichtig öffnete ich das Geschenk, um das Papier nicht zu zerreißen. Zum Vorschein kam ein dickes Buch: Ein Überblick über die Geschichte der schottischen Clans. Ich seufzte. Meine Mütter versuchten immer noch, mir meine Herkunft näher zu bringen. Nur wozu? Meine schottischen Verwandten hatten den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen - teils, weil er ein Zauberer war, teils, weil er ihnen zu radikal war. Was sollte ich mit solchen Verwandten? Ich schlug die Karte auf, die dem Buch beilag, und fing an zu lesen.