Name: Clive Fawley Alter: 43 Jahre Geburtstag: 9. September 1951 Avatar: Pedro Pascal Aussehen: Mit seinen 1,80 m ist Clive durchschnittlich groß, hat einen recht schlanken, aber trainierten Körperbau und ist oft mit einem lockeren Lächeln im Gesicht zu sehen, was ihn einfach sympathisch erscheinen lässt. Er hat braunes Haar, welches lockiger wird, je länger er es wachsen lässt. Deshalb lässt er es meist in einem simplen Kurzhaarschnitt, aber der Lockenansatz bleibt dennoch erkennbar. Oftmals sehen seine Haare so aus, als ob sie noch nie eine Bürste gesehen hätten. Das gibt ihm meist einen etwas verwegenen Look. Seine dunkelbraunen Augen erscheinen warm und freundlich. Er trägt einen Oberlippenbart und an den Konturen seines Gesichts sind ebenso Bartansätze zu sehen. In seiner Funktion als Auror trägt Clive meist einen einfachen schwarzen oder gräulichen Umhang, wobei auch der Rest seiner Garderobe eher dunkel angelegt ist. Charakter: Clive ist wohl das, was viele von einem Hufflepuff erwarten würden: Freundlich, liebenswürdig und fast ständig am Lächeln. Er macht einen stets sympathischen Eindruck, doch neben seiner sanften Ausstrahlung scheint da immer noch etwas anderes zu sein, was einem das Gefühl gibt, dass hinter seiner Gutmütigkeit noch mehr steckt. Er ist ausgesprochen aufgeschlossen und offen, wodurch es ihm leicht fällt, mit anderen umzugehen und deren Zuneigung zu gewinnen. Charme und Charisma sind zwei weitere Eigenschaften, die ihn auszeichnen und ihm ungemein dabei helfen, andere für sich einzunehmen. Seine Führungsqualitäten sind zumindest im Ministerium weithin bekannt und seine Erfolge sprechen für sich. Clive weiß ganz genau, was er tun muss, um die Loyalität und das Vertrauen anderer gewinnen zu können und scheint in dieser Hinsicht wirklich außerordentliches Talent zu besitzen. Ab und an erscheint er manipulativ, doch er war noch nie jemand, der nur leere Worte von sich gibt, sondern immer bemüht ist, sein Wort zu halten und vor allem stets mit gutem Beispiel voranzugehen. Er ist sich bewusst, dass man andere nur von seinen Idealen und Vorstellungen überzeugen kann, wenn man ihnen zeigt, dass es sich auch lohnt. Jedoch ist Clive schon immer ein Mensch gewesen, der seinem eigenen Weg gefolgt ist, ohne sich dabei von Regeln, Traditionen oder Ähnlichem beeinflussen zu lassen. Es ist berechtigt, ihn in dieser Hinsicht als rebellisch zu bezeichnen, denn früher machte er den Eindruck, er wehrte sich gegen Regeln, nur damit er es tat. Es dauerte eine Weile, bis er anfing, dies mit einem bestimmten Hintergrund zu tun. Hauptsächlich, um etwas in der Welt zu bewirken, um diese zu ändern. Er mag als Reinblüter erzogen worden sein, dem zwar kein muggelverachtendes Verhalten in die Wiege gelegt wurde, jedoch die Werte und Traditionen von denen, die stolz auf ihr Blut waren. Doch Clive ist das egal. Er versteht den Sinn dahinter nicht und mit der Zeit lernte er, dass es auch Leute gab, die sich aus diesem Grund für etwas Besseres halten und auf andere herabsehen. Im Laufe der Jahre entwickelte er einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und setzt sich immerzu für andere ein, selbst wenn er am Ende eines auf die Nase bekommt. Doch er hat gelernt, besser mit sowas umzugehen und wurde klüger. Oder er wurde einfach besser darin, sich entsprechend zu wehren. Zumindest lässt sich sagen, dass Clive ein sehr kritisches Denken entwickelte, Dinge hinterfragte und vor allem anfing, auf seine eigenen Intuition zu vertrauen. Trotz allem strebte Clive eine Karriere im Ministerium als Auror an und arbeitete entsprechend darauf hin. Als Auror ist es ihm vor allem wichtig, so seine Liebsten künftig beschützen zu können. Es mag eine sehr beschönigende Erklärung sein, aber so will er die Welt zumindest zu einem Teil zu einem besseren Ort machen. Und wo kann man Regeln besser hinterfragen als im Ministerium? Clive ist vielleicht kritisch, aber er weiß um diejenige Mäßigung und Zurückhaltung, wenn diese angebracht ist. Was seine Arbeit angeht, ist Clive stets ernst und sich seiner Verantwortung und Pflichten bewusst. Er weiß, in welches Risiko er sich dabei begibt, aber er fürchtet sich davor nicht. Mit seinen herausragenden magischen Fähigkeiten und seinen beeindruckenden Führungsqualitäten machte er sich einen Namen und baute sich einen Ruf auf, der ihn zu einem angesehenen Auroren machte. Obwohl er in der Führungsriege nicht weit unten liegt, hält man sich zurück, ihm weitere Beförderungen anzubieten. Womöglich würde Clive sie gar nicht erst annehmen, da er sich in seinem Posten sehr wohl fühlt, nur ist Clive jemand, der gerne nach seiner eigenen Pfeife tanzt. Clive denkt immer an das Wohl der Leute, die ihm untergeben sind oder mit denen er zusammenarbeitet und entscheidet immer zu deren Gunsten. Wenn er etwas als leichtsinnig oder nicht erfolgversprechend ansieht, hat er keinerlei Probleme damit, Befehle zu missachten oder zumindest so “auszulegen”, wie es ihm besser passt. Auch für diese Haltung ist er in gewisser Weise berüchtigt, aber da seine Leistungen wirklich für sich sprechen, wird er entsprechend gewürdigt. Clive hat jedoch nie ein Problem für seine Entscheidungen geradezustehen. Er ist stets von diesen überzeugt und steht dahinter, selbst wenn ihn am Ende dafür Konsequenzen erwarten sollten. Obwohl Clive eine solche Arbeitshaltung hat, wirkt er oftmals sehr locker und unbedarft. Trifft man ihn das erste Mal könnte man den Eindruck erhalten, ihm fehle der nötige Ernst, aber Clive hat schon genug in seinem Leben gesehen und erinnert mit diesem Verhalten daran, dass es auch weniger ernste Zeiten gibt. Wenn es die Situation zulässt, wieso sollte man nicht auch einfach ein wenig locker sein dürfen. Clive weiß durchaus, wie man das Leben genießt und nutzt die Zeit, die ihm zur Verfügung steht. Mit seinem Charme ist er durchaus in der Lage, das ein oder andere Frauenherz für sich zu gewinnen, und Clive hatte in seinem Leben schon mehrere lockere Beziehungen. Zu den Gründen, warum er sich denn nicht endlich mal etwas Festes sucht, enthält er sich hartnäckig.
Blutstatus: Unantastbares Reinblut (Bisher nicht offiziell aus der Familie verstoßen und als Blutsverräter geächtet) Familie: Clive gehört den Fawleys an und ist das zweite und letzte Kind seiner Eltern. Er hat einen älteren Bruder namens Robert, sie trennen 4 Jahre Altersunterschied. Über Robert hat Clive eine Schwägerin sowie zwei Neffen und eine Nichte. Mit seiner Nichte Sam hat Clive ein sehr gutes Verhältnis.
Haustier: // Hobbies: Er verbringt gerne Zeit mit seiner Familie, trifft sich vor allem oft mit seiner Nichte. Wenn er nicht arbeiten muss, macht er gerne abendliche Barbesuche und genießt seine freie Zeit. Ansonsten macht er oft Sport oder beschäftigt sich mit dem Klavierspielen, um so zur Ruhe zu kommen. Beruf: Auror
Zauberstab: Ebenholz | Drachenherzfaser | 13 ¼ Zoll | Unnachgiebig Patronus: Mastiff (Hat ihn in der sechsten Klasse in der Theorie gelernt und in der Ausbildung zum Auroren dann in der Praxis, er beherrscht ihn.) Irrwicht: Das Dunkle Mal
Haus: ehem. Hufflepuff Jahrgang: Besuchte Hogwarts von 1953 bis 1960 Posten / Beruf: Er war ein so gewöhnlicher Schüler wie es an einer Schule für Hexen und Zauberer geht Quidditch: Hat selbst nicht gespielt und verfolgt die aktuelle Liga nur sporadisch.
Lieblingsfach: Zaubertränke, Verteidigung gegen die Dunklen Künste Hassfach: Geschichte der Zauberei Wahlfächer: Arithmantik, Pflege magischer Geschöpfe
Freunde: Einige wenige Bekannte aus seiner Schulzeit und seine Kollegen aus der Aurorenzentrale Feinde: Als Auror hat er sich einige Feinde schon gemacht, Leute, die er nach Askaban gebracht hat und Familienmitglieder von Leuten, die er nach Askaban gebracht hat
Wichtige Ereignisse der Vergangenheit: Clive wurde als unantastbares Reinblut geboren, aber hat sich noch nie viel aus Traditionen und Brauchtum gemacht. Obwohl man in seiner Familie durchaus darauf achtete, den Reinblut-Status beizubehalten, immerhin gehören die Fawleys nicht ohne Grund zu den Unantastbaren Achtundzwanzig, haben sie soweit keine Abneigung gegen Muggelgeborene so wie manch andere Familien. Clive erfuhr zwar eine strenge, wenn auch zumindest menschliche Erziehung, aber stellte sich früh gegen vieles, was seine Eltern von ihm erwartet hatten. Sein Glück war wohl, dass sein älterer Bruder Robert der Vorzeigesohn war, weshalb Clive eine gewisse Narrenfreiheit hatte. Er mochte seine Familie trotzdem und hatte ein gutes Verhältnis zu ihnen, trotz dessen, dass er in den folgenden Jahren immer mehr zu einer Art schwarzen Schaf wurde. Zu Hogwartszeiten war er dem Haus Hufflepuff zugeteilt und bewies seinen Wert. Für ihn stand schon früh fest, dass er in die Aurorenzentrale wollte und arbeitete entsprechend darauf hin. Während sein Bruder nach der Schule heiratete, Kinder bekam und den Familiennamen fortführte, hatte Clive wenig Interesse daran. Er hatte zwar mehrere Beziehungen, aber daraus ist nie etwas Festes geworden. Seine Eltern hatten sich zwar etwas anderes für ihn vorgestellt, aber Clive konnte dennoch einen beeindruckenden Werdegang aufweisen, denn er schaffte beim ersten Anlauf die Zulassung zum Auroren und arbeitete seitdem auch als Auror. Für seine Familie war er weiterhin da, vor allem für seine Neffen und seine Nichte, wobei er vor allem zu seiner Nichte Sam eine sehr gute Beziehung aufbaute. Womöglich, weil sie ähnlich wie er selbst, ein wenig das schwarze Schaf in der Familie war. In den 1970er-Jahren schloss sich Clive dem von Albus Dumbledore gegründeten Orden des Phönix an, um gegen Du-weißt-schon-wen zu kämpfen. Er hatte große Hochachtung vor Dumbledore und wollte sich vor allem aktiv gegen Du-weißt-schon-wessen Versuch der Machtübernahme stellen. Seiner Familie erzählte er selbstverständlich nichts davon. Nach dem Sturz von Du-weißt-schon-wem löste sich der Orden auf und Clive ging wieder seinem “gewöhnlichen” Alltag nach. Seine Karriere in der Aurorenzentrale lief allerdings hervorragend und mit seinen Jahren der Erfahrung als Auror hat er sich einen guten Ruf aufgebaut und zählt inzwischen zu den fähigsten Auroren.
Was passiert mit dem Charakter, sollte er gelöscht werden? (nur bei OCs): Bei einer Untersuchung über (illegale) schwarzmagische Objekte, wird er durch ein verfluchtes Objekt so schwer beschädigt, dass er aufgrund dauerhafter seelischer und körperlicher Schäden ins St.-Mungo eingeliefert wurde. Rehabilitation ausgeschlossen.
"Das überrascht mich nicht", entgegnete ich ihr noch und ließ dabei weiterhin meinen Charme spielen. Nicht, weil ich mir dadurch etwas erhoffte, es war einfach meine Art. Obwohl ich vollkommen hinter meinen Worten stand. Mrs Minamoto wirkte nicht wie jemand, der sich von Komplimenten einlullen lassen würde, das wäre somit ohnehin vergebliche Mühe. Dazu hatte ich allerdings auch keinen Grund, so war es doch sie, die auf mich zugekommen war. Während ich Mrs Minamoto ins Haus hineinfolgte, ließ ich neugierig meinen Blick umherschweifen. Ihren Worten begegnete ich mit einem verständnisvollen Blick. Auch im Wohnzimmer sah ich mich kurz, ließ meine Augen dabei über die feinen Möbel wandern, ehe ich mich setzte. "Schön haben Sie es hier", kommentierte ich dabei ihre Einrichtung, wobei es mir für meinen Geschmack etwas zu edel war. Es war unübersehbar, dass Mrs Minamoto aus sehr gutem Hause kommen musste, auch wenn sich ihre Einrichtung dabei auf das Nötigste zu beschränken schien. Ich bedankte mich, als mir der Tee serviert wurde. Mrs Minamoto schien es nicht sehr eilig mit ihrem Anliegen zu haben, aber ich hatte auch keine weiteren Termine, also probierte ich etwas von dem Tee, bis Mrs Minamoto es an der Zeit befand, zum Grund zu kommen, aus welchem sie um Treffen gebeten hatte. "Köstlich der Tee", lobte ich mit einem Lächeln. Ich stellte die Tasse vorerst ab, als Mrs Minamoto zu sprechen begann und hörte ihr aufmerksam zu. "Es liegt mir fern, junge Menschen, die ihre Zukunft noch vor sich haben wegen eines nicht sehr erheblichen Vergehens sofort der Strafverfolgung zu übergeben. Die Versuchung der dunklen Künste ist groß, aber ihr Sohn scheint von diesen gleichermaßen fasziniert wie auch verängstigt zu sein." Ich erinnerte mich noch sehr gut an diesen Blick, mit dem er mich angesehen hatte, nachdem ich ihm gesagt hatte, ich war Auror. Es war wie Mrs Minamoto eben gesagt: In diesem Moment hatte er auf mich nicht den Eindruck eines bösen Zauberers gemacht, sondern ein hilfloser und verlorener Junge. "Vielen Dank für die netten Worte. Wobei ich natürlich hoffe, dass dies einmalig war, denn bei einem nächsten Mal kann ich nicht garantieren, so nachsichtig zu sein", fügte ich noch hinzu. Ich war immer noch ein Auror und es war meine Aufgabe, andere vor dunkler Magie zu schützen. Und ich hatte keinen Grund dazu, meine Einstellung vor Mrs Minamoto zu verbergen. "Was genau kann ich denn für sie tun?"
Clive Fawley hat einen neuen Beitrag "Londoner Muggelteil" geschrieben. 09.10.2025
"Damit haben Sie vollkommen Recht", stimmte ich ihr zu, auch wenn ich solch eine Vorsicht nur selten antraf. Es reizte mich, es eher als übervorsichtig zu bezeichnen, aber behielt das in meinen Gedanken. Zumindest soweit bis mir Mrs Minamoto entsprechend Grund gab, ihr Verhalten ein wenig zu hinterfragen. "Man könnte fast meinen, sie würden verfolgt werden", legte ich meine Worte damit als Scherz aus, um nicht zu skeptisch zu erscheinen. Aber meine langjährige Erfahrung sagte mir, dass diese Vorsicht nicht von irgendwoher kam. Dennoch folgte ich ihrer Bitte. "Aber wie Sie wünschen. Sie haben sicherlich nicht vor, mich hinterrücks zu attackieren." Mein Humor war speziell.
Clive Fawley hat einen neuen Beitrag "Londoner Muggelteil" geschrieben. 08.10.2025
Schnell entdeckte ich aber Mrs Minamoto oder besser gesagt sie mich und begrüßte mich. Ich erwiderte ihr Lächeln auf ähnlich charmante Art. "Guten Tag Mrs Minamoto. Ihrer Bitte nach einem Treffen bin sehr gerne nachgekommen", entgegnete ich ihr und beobachtete mit leichter Neugierde, wie sie ihren Zauberstab hervorholte, um mich damit zu überprüfen, wie sie daraufhin ankündigte. Ich kam gar nicht dazu, mein Einverständnis zu geben, denn sie legte schon los. Also hob ich einfach meine Arme und ließ mich durchleuchten. Ich hatte schließlich nichts zu verbergen. "Sie sind sehr vorsichtig", merkte ich wie beiläufig an, als sie mit ihrer Überprüfung fertig war und sich zufrieden zeigte. Wie ich dann schon vermutet hatte, öffnete sich in der Wand magisch ein Durchgang. Immer dieser Zaubererhäuser.
Clive Fawley hat einen neuen Beitrag "Londoner Muggelteil" geschrieben. 06.10.2025
Ortswechsel nach Zeitsprung zum 1. September 1995
Das Aufeinandertreffen mit Mrs Minamoto und ihrem Sohn hatte mich nicht mehr so richtig losgelassen, zumindest waren meine Gedanken in ruhigen Momenten dorthin abgeschweift. Mrs Minamoto schien sehr dahinter zu sein, sich um das Fehlverhalten ihres Sohnes selbst kümmern zu wollen und da ich gesehen hatte, wie sehr es der junge Masao zu bereuen schien, wollte ich auch nachsichtig sein. Es war ja zum Glück auch nichts passiert, auch wenn ich lieber nicht daran denken wollte, was gewesen wäre, wäre ich nicht dazugekommen. Als ich nach einiger Zeit nach dieser Begegnung einen Brief von Mrs Minamoto erhielt, in dem sie mich um ein Treffen bat. Ich fragte mich, ob es etwas mit ihrem Sohn zu hatte oder ob sie etwas anderes wollte, wobei ich dann keine Ahnung hatte. Aber ich kam ihrer Bitte nach und so fiel der Tag unseres Treffens auf den 1. September und um den späten Vormittag herum, machte ich mich auf den Weg zu der genannten Adresse, wobei ich schließlich etwas verloren in einem großen Hinterhof stand und nicht weiter wusste. Immer diese Zaubererhäuser...
Clive Fawley hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 27.09.2025
Für einen Moment fühlte ich mich in meine Schulzeit zurück versetzt. Mrs Minamoto sah mich an wie einige meiner früheren Professoren auf Hogwarts. Aber ich hielt dem Blick stand und zeigte nur eine verhaltene Miene, denn eine Antwort schien auf meine Worte nicht zu bekommen. Zumindest keine verbale. Als ich dann aber direkt sagte, was Sache war, fehlten Mrs Minamoto in diesem Moment offenbar die Worte. Und auch der junge Masao blieb stumm. Jetzt wurde das Kind also beim Namen genannt, was nun? Für die Situation ziemlich entspannt, hörte ich mir an, was mir Mrs Minamoto zu sagen hatte. Sie schien ihren Sohn wohl ziemlich unter der Fuchtel zu haben, zumindest ließ sie das so klingen. Und das Schweigen Masaos trug sein Übriges zu dieser Vermutung bei. "Das Gesetz sieht vor, dass eine Aufnahme der Personalien unabdingbar ist und eine Untersuchung zumindest von der Strafverfolgung durchgeführt. Eine reumütige Haltung kann natürlich zu mildernden Umständen führen und eine Strafe nicht notwendig machen. Zumal nichts passiert ist. Das größte Problem wird wohl das sein, dass es keine Gewissheit gibt, dass es zu einem Wiederholungsfall kommt", entgegnete ich nun in gänzlich professioneller Manier und gab ihr einen Moment, um meine Worte zu verdauen. "Das alles natürlich nur unter der Prämisse, dass dieser Vorfall der Behörde gemeldet wird und unglücklicherweise bin ich heute gar nicht im Dienst", sagte ich nun mit einem Schmunzeln. "Ich werde es nicht melden. Es ist offensichtlich, dass der junge Mann hier, sein Handeln bereits bereut. Ich habe schon oft genug erlebt, wie verlockend die dunklen Künste sein können und möchte eigentlich nicht dafür verantwortlich sein, wenn sich junge Leute diesen noch weiter nähern. Ich sehe meine Aufgabe eher darin, dabei zu helfen, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wie gefährlich sie sein können, wenn man nicht vorsichtig ist. Und Sie scheinen das auch genau zu wissen."
Clive Fawley hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 14.08.2025
Für einen sehr kurzen Moment sah die Dame schockiert aus, ehe sie ihre Gesichtszüge wieder unter Kontrolle hatte. Aber meine Vorstellung hatte etwas in ihr ausgelöst. Mein Appell schien jedoch gewirkt zu haben, denn der junge Mann, der sich als Masao vorstellte, zeigte den Willen, soweit mit mir mitzukommen. Darauf wandte sich die Dame, die inzwischen eine beschützerische Haltung vor dem jungen Mann eingenommen hatte, von mir ab und drehte sich zu diesem Masao um, was mich skeptisch eine Augenbraue hochziehen ließ. Aber dann offenbarte mir die Dame endlich, wer sie war und tatsächlich war sie seine Mutter. Das erklärte dieses Schutzverhalten. Die Worte, die sie an mich richtete, überraschten mich jedoch. "Mit was durchkommen wird? Ich habe bisher mit keinem Wort erwähnt, was mein Anliegen ist", entgegnete ich ihr mit einem fast schon belanglosen Tonfall. Überlegte man, gab es nicht sehr viele Optionen, was ich als Auror von ihm wollen konnte, aber für meinen Geschmack wirkte sie mir zu gefasst, als ob sie genau wüsste, was hier vor sich ging. "Mrs Minamoto, wenn ich Sie richtig verstehe, wollen Sie von mir, dass ich beide Augen zudrücke und so tue, als ob ich nicht gesehen hätte, wie Ihr Sohn in der Öffentlichkeit mit schwarzer Magie herumexperimentiert?" Ich war natürlich so klug und hielt meine Lautstärke so weit gesenkt, dass es nur Masao und Mrs Minamoto mit bekamen.
Clive Fawley hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 14.07.2025
Die Information, die ich Auror war, hatte ihn wohl so schockiert, dass er im Moment nichts mehr sagen konnte oder womöglich nicht wollte. Er machte einen so verstörten Eindruck, dass ich beinahe schon etwas Mitleid mit ihm bekam. Er schien mir auch nicht viel älter als 20 zu sein... Meine Professionalität verbot es mir jedoch, dass ich mich davon jetzt einlullen ließ. Zuerst einmal musste ich die Lage erfassen. Dazu würde ich auch herausfinden müssen, wer diese Frau war und was sie wollte. Zwar sprach sie wenigstens mit mir, aber nicht mehr als nötig sein sollte. Doch schien sich der Ausdruck in ihrem Gesicht zu ändern, als sie den hilflosen Blick des jungen Mannes sah. Ich beschloss also, die Karten auf den Tisch zu legen. "Mein Name ist Clive Fawley und ich bin Auror", stellte ich mich also vor. Ich legte nicht viel Wert darauf, aber auch mein Nachname konnte in bestimmten Kreisen Reaktionen hervorrufen, da die Familie Fawley in England schließlich nicht unbekannt war. "Und wenn Sie mir erklären würden, wer Sie sind und was sie mit diesem jungen Mann zu schaffen haben, dann erkläre ich mich auch gerne bereit, zu sagen, was ich hier mache. Über etwas Kooperation würde ich mich freuen, das macht es für beide Seiten wesentlich leichter. Glauben Sie mir." Letzteres richtete ich auch an den jungen Mann.
Clive Fawley hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 14.05.2025
Meine Worte zeigten eindeutig Wirkung. Anhand seiner Reaktion, insbesondere seiner Augen, konnte ich erkennen, dass es ihn kalt erwischt hatte, als ich sagte, ich war Auror. Na ja, es hätte mich tatsächlich auch verwundert, denn wer rechnete schon damit. Nachdem ich ihn losgelassen hatte, ließ er seine Hand samt Zauberstab sinken. Er machte nicht den Eindruck, als würde er trotz seines anfänglich widerständigen Verhaltens etwas unternehmen wollen, um sich aus der Affäre zu ziehen. Meinen Blick ließ ich unentwegt auf ihm und konnte so gut erkennen, wie die Feindseligkeit aus seinen Augen wich und der Hilflosigkeit Platz machte. Jetzt wirkte er wie ein verängstigtes Kind, das man beim heimlichen Naschen von Süßigkeiten erwischt hatte. Ich musste jetzt aber erstmal professionell bleiben. "Verrat mir doch erstmal, wie du heißt", meinte ich also schlicht, aber in dem Moment ertönte eine Stimme von hinten und ich drehte mich um. Ich sah eine Frau, die vermutlich in etwa in meinem Alter war und vom Äußeren her so aussah, als könnte sie mit dem jungen Mann hier verwandt sein. Das würde vielleicht auch erklären, warum sie sich hierbei einmischte. "Kennen Sie den jungen Mann hier zufällig?", fragte ich also instinktiv aus dem Bauch heraus. Wenn ja, dann würde ich ihr wohl auch verraten, was hier vor sich ging.
Clive Fawley hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 13.04.2025
Der junge Mann zeigte sich ziemlich unbeeindruckt und ich wusste nicht, ob er einfach nur leichtsinnig war oder gar furchtlos war. Beim zweiten Blick erkannte ich sogar Feindseligkeit in seinen Augen. Doch ließ ich mich davon genauso wenig beeindrucken wie er. "Als Auror geht mich das einiges an. Und ich erkenne dunkle Magie, wenn ich sie sehe. Ausreden sind also nutzlos", zischte ich ihm zu und machte ihm damit deutlich, dass er nicht zu versuchen brauchte, sich herauszureden. Ich ließ ihn dennoch los, aber würde ihn nicht entkommen lassen. Bei der kleinsten Bewegung würde ich sofort wieder zupacken. "Wir können es gerne auf die leichte Tour regeln oder du handelst dir noch mehr Ärger ein."
Clive Fawley hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 29.01.2025
Das ungute Gefühl, welches ich seit Sams Brief hatte, hatte sich in den letzten Tagen bestätigt, als ich eine Nachricht von Dumbledore erhalten hatte. Ich hatte also noch vor Sams Rückkehr aus Hogwarts erfahren, was am Abend des Finales des Trimagischen Turniers genau geschehen war. Ich hatte natürlich sofort meine Unterstützung zugesagt. Es hatte schon immer Gerüchte gegeben, dass Du-weißt-schon-wer vielleicht nie ganz verschwunden sei, aber ich hätte dennoch nicht gedacht, dass er eines Tages tatsächlich zurückkehren würde. Das war eine schockierende Nachricht gewesen. Aber jetzt mussten wir uns auf die kommenden Zeiten wappnen und ich befürchtete, es würde wieder Ausmaße wie zum letzten Zaubererkrieg annehmen. Diesen trüben Gedanken hing ich nach, während ich bei schönstem Wetter in der Winkelgasse unterwegs war, da ich einige Besorgungen tätigen hatte müssen. Ich kam gerade bei Florean Fortescues Eissalon vorbei, als mir etwas ins Auge stach. Im ersten Moment maß ich dem nicht viel Bedeutung bei, aber die langjährige Erfahrung als Auror und eine gute Intuition, die sich selten täuschte, ließ mich dennoch skeptisch genug werden, dass ich dem mehr Aufmerksamkeit widmete. Und zwar einem jungen Mann, der vor dem Eissalon saß und Bewegungen mit seinem Zauberstab ausführte. Und auch wenn ich den Zauber nicht kannte, so erkannte ich dunkle Magie. Ich musste gar nicht lange überlegen, denn da hatte ich mich schon wieder in Bewegung gesetzt, genau auf den jungen Mann zu. Dabei fiel mein Blick auf die kleine Topfpflanze, die vor ihm stand und die von einem seltsamen Schatten umhüllt wurde, den man auch nur bei genauerem Hinsehen erkannte. “Ganz schön leichtsinnig. Lass das lieber, bevor noch etwas passiert“, warnte ich ihn, als ich ihn erreicht hatte, mit scharfem Unterton und hatte sein Handgelenk gepackt, um Bewegungen mit seinem Zauberstab zu unterbinden.
Mit äußerst unschuldig fragender Miene, schließlich dachte ich mir dabei absolut nichts dabei, sah ich zu Mr. von Edelstein, der nun wieder angehalten hatte und mir schließlich sagte, er wollte lediglich seine Schwester aufsuchen. Sie war schließlich auch hier im Ministerium tätig. „Selbstverständlich, machen Sie sich da keine Gedanken“, „verzieh“ ich ihm also, hatte aber immer noch ein kleines Schmunzeln auf den Lippen. Denn so hatte ich ihn auch noch nicht erlebt, aber Familie war immerhin wichtig und man sollte sie wertschätzen. Ich war also ganz bei ihm. Ich stattete meinem Bruder ab und zu auch gerne einen kurzen Besuch ab, wenn es meine Zeit erübrigte oder wenn mir gerade danach war. „Dann lassen Sie sich nicht weiter von mir aufhalten und richten Sie Ihrer Schwester doch bitte schöne Grüße von mir aus. Ich empfehle mich dann, auf Wiedersehen“, verabschiedete ich mich nun von Mr. von Edelstein und wandte mich ab, um meine eigenen Abteilung wieder aufzusuchen, es gab nämlich noch einiges an Arbeit, was ich zu erledigen hatte. Außerdem wollte ich mich noch mit Sams Brief beschäftigen.
Den restlichen Arbeitstag verbrachte ich dann entspannt und ohne besondere Vorkommnisse, doch nachdem, was mir Sam geschrieben hatte, befürchtete ich, dass das nur die Ruhe vor dem Sturm sein könnte. Ich hatte da so ein Gefühl und mein Gefühl täuschte mich selten, auch wenn ich noch nicht genau sagen konnte, was mir Unruhe bereitete.
"Da sagen Sie etwas Wahres", stimmte ich Mr. von Edelstein also zu und damit machte er seine Abneigung gegenüber Journalisten nochmal sehr deutlich. Aber ich konnte es auch verstehen. Es gibt einige Reporter, die sich eine goldene Nase daran verdienen, die Wahrheit so zu drehen, wie es ihnen gerade am besten passte, damit es sich besser verkaufen ließ. Selbst auf die Kosten anderer. Da war ich mit meinem Job schon wesentlich zufriedener. Mr. von Edelsteins Aussage zu Harry Potter quittierte ich mit einem Schmunzeln. Das hatte er schön ausgedrückt und wenn ich an die Geschichten von Sam dachte, dann traf das sehr zu, wenn es nicht sogar noch etwas untertrieben war. Auf einer Zaubererschule schien ein gewisses Maß an Aufregung Programm zu sein, aber was in den letzten Jahren an Hogwarts los gewesen ist, war mehr als nur aufregend. "Nun, damit wären wir wohl schon zu zweit. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei und trotz dessen einen schönen Tag", verabschiedete ich mich von ihm und hatte mich schon fast umgewandt, als ich noch einmal kurz innehielt. "Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber liegt Ihr Büro nicht in der anderen Richtung? Oh, aber wenn Sie lieber vor der Arbeit flüchten, möchte ich Sie auch nicht weiter aufhalten", meinte ich zu ihm scherzend.
“Das sollte man wohl meinen. Aber wer weiß schon die Gründe, warum der Tagesprophet dies und jenes schreibt bzw. nicht schreibt“, äußerte ich mich dazu, nachdem wir das Thema Finn Fletcher nun fallen gelassen hatten. Es schien sowieso nicht das liebste Gesprächsthema von Mr. von Edelstein zu sein. Die Zurückhaltung des Propheten kam ihm jedoch wohl ebenso merkwürdig vor, womit ich ganz seiner Meinung war, auch wenn ich im Gegensatz zu ihm eine recht konkrete Vermutung hatte, welcher Tatsache das verschuldet war. Mal sehen, wie lange es dauern würde, bis die Ereignisse des Turniers ans Licht kommen würde. Ich schätzte, nicht allzu lange. „Spannend bis zur letzten Sekunde. Es hätte wohl kaum einer damit gerechnet, dass der junge Potter sich so hervorheben würde während des Turniers. Schon gar nicht nach diesem mehr als überraschenden Start des Turniers.“ Das war jetzt sehr milde ausgedrückt gewesen, denn als ein vierter Champion ausgewählt wurde und dann auch noch Harry Potter hatte das mehr als hohe Wellen geschlagen, in der Gesellschaft und im Ministerium. „Was ich allerdings so von meiner Nichte höre, hat es ganz den Anschein, als wäre er ein sehr besonderer junger Mann, in vielerlei Hinsicht.“ Von Sam hatte ich schon einiges gehört und seit Harry Potter in Hogwarts ist, ging es dort noch turbulenter zu. Ohne Zweifel waren die letzten Geschehnisse besorgniserregend gewesen, aber nach den jüngsten Ereignissen wird sich wohl einiges ändern. „Wie dem auch sei. Ich schätze, ich sollte Sie besser nicht noch länger von der Arbeit fernhalten, Mr. von Edelstein.“
Die Worte, die Mr. von Edelstein wählte, brachten mich innerlich zum Grinsen, auch wenn ich es nach außen hin schaffte, eine für meine Verhältnisse ernste Miene beizubehalten. Offenbar steckte wohl noch einiges mehr hinter der Beziehung von Mr. von Edelstein zu Fletcher. Es schien aber am einfachsten zu sein, ihn einfach zu bestärken. Auch wenn ich älter und schon länger hier war, hatte ich nicht sehr viel Interesse daran, dem stellvertretenden Leiter der Strafverfolgungspatrouille wegen solch einer Kleinigkeit zu widersprechen. "Dann sollten Sie Ihrer Überzeugung wohl auch folgen, sagte ich also. Wie das genau ankommen würde, würde sich dann schon zeigen, wenn Mr. von Edelstein sein Vorhaben in die Tat umsetzen würde. Meine Meinung zum dürftigen Artikel im Tagespropheten teilte er allerdings dann. "Vielleicht sah sich der Prophet nicht darin, den Sieg des Potterjungen groß aufzubauschen", merkte ich dazu an, wobei ich daran kein Bisschen glaubte. Vor allem nicht nach dem, was mir Sam geschrieben hatte. Demnach hatte ich einige Vermutungen, was die Angebundenheit des Tagespropheten erklären könnte, aber das waren Vermutungen, die man nicht innerhalb des Ministeriums äußern sollte. Es würde vermutlich nicht lange dauern, bis die Geschehnisse des Turniers publik werden würde, aber im Moment schien das Ministerium sein Gesicht noch wahren zu wollen. "Da haben Sie sicherlich nicht ganz Unrecht, insbesondere nach den letzten Artikeln, die über Harry Potter geschrieben wurden. Aber er soll sich wohl dennoch sehr fähig angestellt haben. Es hat schon seine Vorteile, eine Nichte in Hogwarts zu haben, die einem über das Turnier berichtet." Ich hielt kurz Sams Brief hoch, nachdem ich den Tagespropheten wieder an mich genommen hatte. "Meine Nichte war zwar für den jungen Diggory, beide sind im selben Jahrgang in Hufflepuff und kennen sich auch übers Quidditchteam, aber trotz seines jungen Alters hat sich Harry Potter wohl im Verlaufe des Turniers immer wieder bewiesen. So in etwa die Worte meiner Nichte."
Noch während wir fröhlich am Plaudern waren, tauchte eine meiner jüngeren Kolleginnen auf, Aurora Greengrass, und entführte uns Lucinda. "Guten Morgen. Die Unterbrechung verzeihen wir dir auch", meinte ich mit einem Grinsen zu ihr. Sie war eben immer auf die Arbeit fixiert und offenbar hatte sie wohl wieder einen Fall, der sie sehr beschäftigte. Meine Worten waren auch nicht als Tadel gemeint, das sollte ihr mein Grinsen dabei verraten. Ich war da schließlich nicht so, aber Mr. von Edelstein schien sprachlos zu sein. Vielleicht brachte mich das auch ein wenig zum Grinsen. Im Folgenden tat Mr. von Edelstein mir seine nicht sehr hohe Meinung von Finn Fletcher kund. Mein Gesicht sprach dabei von milder Überraschung, wobei mich die Worte nicht sehr verwunderten. Beide Fletcherbrüder waren mir aus der Zeit im Orden sehr bekannt, wobei ich nie Antisympathien gegen einen der beiden gehegt hatte. "Das zeigt wohl nur, dass bekannte Persönlichkeiten nach außen hin ein ganz anderes Bild vermitteln, als man vielleicht vermuten mag, nicht?", zeigte ich ein wenig Verständnis für Mr. von Edelstein, ehe ich ihn mit einem kleinen Schmunzeln bedachte. "Das sollten sie aber besser nicht den Fans von Finn Fletcher erzählen, die könnten sonst schwer enttäuscht sein, wenn sie sowas hören würden." Wenn Mr. von Edelstein aber so schlecht von einem sprach, dann musste er wohl wirklich eine große Abneigung gegenüber Finn Fletcher haben oder kannte ihn überraschend gut. Womöglich auch beides. Aber ich war nicht hier, um über die Bekanntschaften meiner Kollegen nachzudenken. "Ungewöhnlich beschreibt es sehr gut, wenn auch eine interessante Veranstaltung. Und besser sollte man wohl sagen, dass kaum zu sagen war, wer gewinnen würde. Auch wenn der Tagesprophet dieses Mal sehr bescheiden war, was den Artikel betrifft. Man muss schon ein wenig suchen, um die Meldung zu finden. Hier", meinte ich und hielt Mr. von Edelstein den Tagespropheten entgegen, den ich mit Sams Brief in einer Hand hielt. Die Seite mit der Meldung über Harry Potters Sieg war aufgeschlagen.
Mit Lucinda schien es sich sehr leicht und angenehm zu unterhalten. Bei ihrem leichten Stoß mit dem Ellbogen warf ich ihr ein kurzes Grinsen zu. "Oh, vielen Dank, charmant kann ich", entgegnete ich witzelnd, wobei mir das nicht zum ersten Mal nachgesagt wurde. Man hörte mir allerdings auch gut an, dass ich nicht nur bloß nett sein wollte und vor mich dahinfaselte. Mir war es wichtig, gute Beziehungen zu meinen Kollegen zu haben und betrieb gerne Austausch mit ihnen. Und Lucinda wirkte mir sehr sympathisch, mit solchen Leuten unterhielt man sich doch erst recht gerne. "Da haben Sie natürlich vollkommen Recht, da kann ich Ihnen kaum widersprechen. Für viele zählt natürlich der erste Eindruck und dabei will man einen guten machen, denn für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance", meinte ich zu Mr von Edelstein mit nach wie vor lockerem Ton, aber wenn man gut darin war, zwischen den Zeilen zu lesen, dann entging einem die milde Gesellschaftskritik hinter meinen Worten nicht. Doch im Gegensatz zu Mr von Edelstein wirkte ich nahezu wie jemand, der sich nicht um sein Äußeres kümmerte. Meine Haare waren zerzaust wie eh und je, wobei das üblich bei mir war und offenbar auch bei der Damenwelt anzukommen schien. Mein Umhang wies durchaus die ein oder andere Falte auf, aber war bei Weitem nicht als unordentlich zu bezeichnen. Na ja, außer man stand neben Mr von Edelstein, dann wirkte mein Umhang sehr zerknittert, obwohl er es eigentlich nicht war. Damit machte Mr von Edelstein dem ehemaligen Chef der Strafverfolgungsabteilung jedoch alle Ehre. Lucinda erzählte von ihrem Wochenende, was definitiv nicht so klang, als ob sie viel Abstand von der Arbeit gewonnen hätte. "So viel zum Thema, dass die Arbeit keine Beine bekommt und sich so aus dem Staub macht", scherzte ich wieder, als ich das von zuvor aufgriff. Es klang jedoch nach einem anstrengenden Wochenende, darum beneidete ich sie nicht. Selbst Mr von Edelstein klang beinahe vorwurfsvoll und ich bemerkte den Blickaustausch der beiden, den ich aber unkommentiert ließ. Es gab schließlich auch Dinge, die behielt man lieber in der eigenen Abteilung. Ich wurde jedoch neugierig, als Mr von Edelstein erwähnte, dass er und Finn Fletcher alte Schulkameraden waren. "Sie sind mit Finn Fletcher bekannt?" Es klang wie eine schlichte neugierige Frage, immerhin war der Name in der Quidditchszene alles andere als unbekannt. Mir war der Name jedoch bereits vor seiner Karriere bekannt, immerhin gehörten wir beide einst dem Orden an. Doch ließ ich mir nichts davon anmerken, dass ich ihn daher kannte. "Sie scheinen ja keine besonders hohe Meinung von ihm zu haben." Es war nach wie vor reine Neugierde, nichts weiter. Schließlich wurde der Ball noch an mich abgegeben. "Ich habe die Füße hochgelegt und meine freie Zeit genossen, also ja, entspannend. Ich war natürlich sehr gespannt auf das Ergebnis des Trimagischen Turniers. Die letzte Runde fand schließlich am Freitag statt."
Lucinda hatte offenbar Sinn für Humor, wie ich anhand ihrer Reaktion auf meinen kleinen Scherz entnehmen konnte und sowas sah man doch gerne. Und so versteift wie einige andere hier im Ministerium war sie auch nicht, da sie sogleich auf mein angebotenes Du einging, wenn auch wohl mit einem kurzen Moment der Überraschung. „Freut mich sehr, Lucinda.“ Es lag vermutlich an meiner langen Berufsausübung, dass ich so aufmerksam war, denn so entging mir der Blick nicht, den Lucinda auf den Propheten in meiner Hand warf. Darauf zu sprechen waren wir allerdings nicht gekommen, da da hatte sich Mr von Edelstein zu uns gesellt, auf dessen Worte hin, ich verstehend nickte. „Verständlich. Am Schreibtisch verbringt man genug Zeit, da schadet ein wenig Bewegung nicht.“ Das war schließlich auch der Grund, wieso ich durch die Gänge schlenderte. Ich konnte mich zwar nicht gerade entsinnen, ihn oft durch die Gänge streifen zu sehen, aber ich saß ja meist im Aurorenbüro und er wohl in seinem in der Strafverfolgungspatrouille. Und ich wüsste nicht, wieso ich seine Worte also großartig in Frage stellen sollte. „Das freut mich aber zu hören, ich befürchtete schon, mich frühzeitig von Lucinda wieder verabschieden zu müssen“, entgegnete ich ihm sodann mit einem Schmunzeln und warf ebenfalls einen kurzen Blick zu Lucinda hinüber, die damit beschäftigt war, ihre Uniform in Ordnung zu bringen. Nun, ich störte mich daran weniger. Wie Lucinda gesagt hatte, die Hektik des Morgens, da konnte man wohl mal darüber hinwegsehen. „Darüber könne man wohl streiten, Mr von Edelstein. Ich verstehe natürlich vollkommen, dass ein guter erster Eindruck nie schadet, aber viel wichtiger als das äußere Erscheinungsbild sind doch wohl Ergebnisse. Das hinterlässt wohl den besten Eindruck.“ Ich wollte damit bestimmt nicht sagen, dass es in unseren Positionen damit egal wäre, wie man aussah und auftrat. Doch ohne entsprechende Resultate, die man hervor brachte, brachte einem das Äußere leider auch nichts. „Aber nun, wie war ihr Wochenende?“
Während ich so durch die Flure lief, ohne irgendein bestimmtes Ziel zu haben - einen Gesprächspartner fand man hier meistens doch schnell - kam mir jemand nicht Unbekanntes entgegen, von welchem ich auch sogleich begrüßt wurde. Ich schenkte der Frau aus der Strafverfolgungspatrouille ein Lächeln, was für die aktuellen Umstände, die hier und da herrschten, vielleicht zu sehr ausfiel, aber ein Lächeln fand den Weg auf meine Lippen immer sehr schnell. Das gehörte einfach zu mir. „Ms Talkalot, einen guten Morgen!“, grüßte ich sie dann ebenso. „Sie sehen, ich brauchte einfach etwas Auslauf, wenn Sie verstehen. Und die Papiere laufen mir auch nicht davon. Leider.“ Ein kleiner Scherz am Rande, ich hatte keine schlechte Arbeitseinstellung, ich erledigte sie - meistens - gewissenhaft, aber wenn ich dafür keinen Kopf hatte, dann brauchte ich erstmal etwas Ablenkung, bevor ich mich wieder dran setzen konnte. „Und nenn mich doch ruhig Clive“, fügte ich schließlich noch hinzu und war im selben Atemzug selbst ins Du gefallen. Das hatte bei mir nichts mit Respektlosigkeit zu tun, aber ich verzichtete gerne auf Förmlichkeiten, wenn sie nicht dringend nötig waren. Das machte das Leben sehr viel einfacher und auch entspannter, fand ich. Wenn sie jedoch auf Förmlichkeiten bestand, dann würde ich mich dem anpassen können. Lange blieben wir hier allerdings nicht alleine, denn da gesellte sich auch schon der stellvertretende Leiter der Strafverfolgungspatrouille hinzu, der im Übrigen damit auch Lucindas Vorgesetzter war. So wie ich ihn bisher erlebt hatte, war er ein Anhänger von Förmlichkeiten. „Ah, Mr von Edelstein, auch ihnen einen guten Morgen. Auf dem Weg ins Büro oder brauchen Sie Ihre Mitarbeiterin?“, grüßte ich ihn ebenso, hielt mich hier noch an die Etikette. „Ansonsten können wir auch gerne einen kleinen Plausch abhalten. Man sollte schließlich die kollegialen Beziehungen pflegen, nicht wahr?“
Mit dem Beginn einer neuen Woche war es auch wieder Zeit für die Arbeit, wobei es bis auf die Ereignisse vor nun fast zwei Jahren und dem im letzten Sommer keine großen Vorkommnisse mehr gegeben hat. Dafür hat es einige Vorfälle gegeben, denen die meisten Leute nur wenig bis gar keine Beachtung schenken, bei denen ich allerdings fand, dass man dem ruhig mehr nachgehen konnte. Unglücklicherweise fiel das alles nicht in meinen Zuständigkeitsbereich. Heute Morgen hat mich jedoch ein sehr beunruhigender Brief meiner Nichte erreicht und ich hatte es schon ungewöhnlich gefunden, dass sie mir eine Woche vor Ende des Schuljahres noch einen Brief schrieb und hatte schon die Vermutung gehabt, dass etwas vorgefallen sein musste. Und mein Gefühk hatte mich nicht getäuscht, doch mit das, was sie mir geschrieben hatte, hätte ich im Traum nicht erwartet. Das erklärte zumindest auch diese unauffällige Meldung im Propheten... Ich befürchtete, dass dahinter mehr steckte, als es im Moment den Anschein machte und vermutlich würden diese Vorkommnisse auch bald die Runde machen. Ein gutes Licht würde das weder auf Hogwarts noch auf das Ministerium werfen. So hatte ich versucht, am Vormittag ein wenig Papierkram zu erledigen, aber als ich merkte, dass dieser nicht so gut voranging, stand ich auf, verließ das Aurorenbüro und wanderte durch die Flure, um eine kleine Pause zu machen. Den Brief von Sam und den Tagespropheten hatte ich allerdings mitgenommen.