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Misaki Minamoto
Professorin für Zaubertränke an der Magischen Universität von London
Beiträge: 17 | Punkte: 170 | Zuletzt Online: 29.09.2026
Name
Misaki Minamoto
Geburtsdatum
13. Januar 2004
Registriert am:
03.10.2023
Beschreibung

Name:
Misaki Minamoto
(vor der Scheidung Murasaki, danach wieder Minamoto)
Alter:
45 Jahre alt
Geburtstag:
10.01.1950
Avatar:
Ming-Na Wen

Aussehen:
Misaki sind ihre japanischen und chinesischen Wurzeln anzusehen - ihr Vater stammt aus Japan und ihre Mutter aus China. Sie ist 1,64 m groß, hat trotz der Geburt ihrer Söhne eine weitestgehend durchtrainierte Figur behalten und sie strahlt Eleganz und Selbstbewusstsein aus. Ihre langen, dunklen Haare fallen in leichten Wellen über ihre Schultern und sie hat markante Wangenknochen. Ihre Augen sind mandelförmig, dunkelbraun und ausdrucksstark. Sie trägt helle, stilvolle Kleidung und besitzt ein äußerst liebenswertes Lächeln.

Charakter:
Misaki ist eine intelligente, ehrgeizige Frau mit Resilienz. Sie ist belastbar, bewahrt einen kühlen Kopf und lässt sich nicht unterkriegen. Als verheiratete Frau war es ihr besonders wichtig, ihre eigenen Ambitionen in der Berufswelt zu verfolgen, was sie erfolgreich schaffte. Sie etablierte sich als renommierte Professorin für Zaubertränke und arbeitete langwierig an der japanischen Zauberschule Mahoutokoro, ehe sie nach England umsiedelte. Nachdem ihr Ehemann vor fünf Jahren für mehrere schwarzmagische Attentate angeklagt wurde, ließ sie sich scheiden und baute sich ein neues Leben in London auf. Aufgrund ihrer kompetenten, hartnäckigen und charmanten Art wurde sie keine zwei Jahre, nachdem sie die Stelle an der Universität von London angenommen hatte, zur Fachleitung für Zaubertränke gewählt. Ihre Meinung ist hoch angesehen und sie erfreut sich an großer Beliebtheit. In der Berufswelt kann sie sehr dominant und unnachgiebig auftreten, während sie privat sehr freundlich und kompromissbereit ist. Misaki ist warmherzig, energisch und liebevoll. Sie hat Charisma und viel Selbstbewusstsein. Ihre Liebenden beschützt sie mit allem, was sie hat, und ist allgemein sehr loyal. Nach der Verhaftung ihres Ehemanns ist sie allerdings sehr vorsichtig geworden und behält stets im Auge, mit wem sie sich abgibt. Sie kommt offenherzig rüber, was sie auch ist, aber scheut davor, Leute nahe an sich heranzulassen. Beziehungen hält sie oberflächlich, ist dabei aber so charmant und fürsorglich, dass gar nicht auffällt, wie wenig sie über sich selbst erzählt. Misaki denkt rational, hat einen scharfen Verstand und liebt nichts mehr als eine gute Herausforderung. Sie geht strategisch vor und ist leistungs- und willensstark. Sie ist alles andere als leichtgläubig, braucht gute Argumente und heftige Auseinandersetzungen, ehe sie sich überzeugen lässt und ihr Wort gibt. Ihre Schüler spornt sie dazu an, fleißig und genau zu sein, als auch kritisch zu denken. Die meisten halten sie für streng und ihr wird Respekt entgegengebracht, den sie gleichermaßen erwidert.

Blutstatus:
Reinblut
(Unantastbar in Japan)
Familie:
Ihr Vater (Takashi) arbeitet noch immer im japanischen Zauberministerium und war zeitweise sogar stellv. Zauberminister, während ihre Mutter (Ming-Na Lai) Hausfrau und Schriftstellerin ist. Misakis Ex-Mann (Miyuhan) ist Schwarzmagier und sitzt lebenslänglich im japanischen Zaubergefängnis ein, da er für mehrere schwarzmagische Attentate verantwortlich ist. Ihr ältester Sohn (Minato) hat ebenfalls die Jahre im Zaubergefängnis abzusitzen, während ihr jüngster Sohn (Masao) bei ihr in London wohnt und Zaubertränke studiert.
Misaki hat noch einen jüngeren Bruder (Yamato), welcher im japanischen Zauberministerium arbeitet. Besonders vernarrt ist Misaki in ihre kleine Nichte (Mei), welche sie allerdings länger nicht mehr gesehen hat.

Haustier:
Sie hat einen schwarzen Kater namens Yamamoto
Hobbys:
Klavier, Sport, Schreiben, Zauberschach, Kochen und Backen
Zauberstab:
Kirschbaumholz, Drachenherzfaserkern, 9 Zoll und geringfügig nachgiebig

Patronus:
Braune Stute, hat sie vor Jahren auf Mahoutokoro gelernt.
Irrwicht:
Ihr Ex-Ehemann, der sie bedroht, und ihre beiden Söhne, die an seiner Seite stehen und sich von ihr abwenden.
Sie fürchtet, dass ihr Ex-Mann sich aufgrund der Scheidung und ihrer Aussage vor Gericht rächen könnte. Zudem quälen sie schwere Selbstvorwürfe über die Vernachlässigung ihrer Söhne, die sie in ihrem Streben nach akademischem Erfolg zurückgelassen hat. Besonders belastet sie die Erkenntnis, dass ihr Sohn Masao ihr tief im Inneren nicht vergeben hat. Sie setzt alles daran, ihm nun beizustehen und ihm zu zeigen, dass sie sich verändert hat.

Haus:
Sie war auf Mahoutokoro und für ein Jahr auf Hogwarts, wo sie nach Slytherin sortiert wurde.
Jahrgang:
Abgeschlossen
(Sie erreichte auf Mahoutokoro den goldenen Umhang)
Posten / Beruf:
Professorin und Fachleitung für Zaubertränke an der Magischen Universität von London
Quidditch:
Sie hat auf Mahoutokoro als Jägerin gespielt, den Sport aber mittlerweile hinter sich gelassen.

Lieblingsfach:
Zaubertränke
Hassfach:
Sie interessierte sich für alles

Freunde:
Nach der Scheidung verlor sie viele Freunde und auch in England, wo sie nun lebt, hat sie nur noch wenige Freunde, von denen einige aus ihrer Schulzeit stammen, als sie ein Austauschjahr auf Hogwarts verbrachte.
Feinde:
Ihr Ex-Mann und sein Freundeskreis

Wichtige Ereignisse der Vergangenheit:
Misaki wuchs in einem gebildeten Umfeld in Tokio auf und wurde bis zu ihrem sechsten Lebensjahr zu Hause unterrichtet, wo sie bereits Sprach- und Klavierunterricht bekam. Mit sieben Jahren ging sie nach Mahoutokoro und verbrachte ihr sechstes Schuljahr in England bei Freunden der Familie, wo sie nach Hogwarts ging und in das Haus Slytherin sortiert wurde. In ihrem letzten Schuljahr auf Mahoutokoro gewann sie die "Wizarding Schools Potion Championship" und sie spielte Quidditch auf der Position der Jägerin, was sie allerdings nach ihrem Abschluss aufgab. Sie nahm den Heiratsantrag von Miyuhan Murasaki an, ein talentierter Schüler aus ihrem Jahrgang, allerdings unter der Bedingung, selbst Karriere machen zu dürfen. Ihren ersten Sohn bekam sie mit neunzehn und ihren zweiten Sohn nicht viel später, während sie schon in Japan breitgefächert studierte, ehe sie sich auf Zaubertränke beschränkte. Sie forschte anfangs an der Universität in Tokio und veröffentlichte gemeinsam mit einer Forschergruppe eine Studie bezüglich "Reaktionsmechanismen von Alraunen in verschiedenen Entwicklungsphasen bei der Herstellung von Tränken ", ehe sie auf Mahoutokoro eine Stelle als Professorin für Zaubertränke annahm und dort zehn Jahre lang unterrichtete. Außerdem schrieb sie Zaubertranklehrbücher ("Grimoire der Zaubertränke", "Braukunstfoliant" und "Angewandte Zaubertrankkunde"), die in Japan mittlerweile Schullektüre sind. Nachdem sie wenig Zeit zu Hause verbrachte, unterrichtete und schrieb, bekam sie wenig von den Machenschaften ihres Ehemannes mit und gab die Erziehung ihrer Söhne größtenteils in seine Hände. Vor fünf Jahren wurde ihr Ehemann dann wegen schwarzmagischer Attentate verhaftet, was sie unvorbereitet traf. Ihr ältester Sohn kam zeitgleich in Untersuchungshaft und wurde für schuldig erklärt. Misaki ließ sich kurzerhand scheiden, nahm eine Stelle in England an und zog mit ihrem jüngsten Sohn für einen Neustart nach London, wo sie nun an der Universität unterrichtet. Vor zwei Jahren wurde sie dann an der Universität zur Fachleitung für Zaubertränke gewählt.

Was passiert mit dem Charakter, sollte er gelöscht werden?:
Sie kehrt nach Japan zurück, da ihr Vater im Sterben liegt.
Anschließend bleibt sie bei ihrer Mutter und führt ein einfaches, zurückgezogenes Leben.
Geschlecht
weiblich
    • Misaki Minamoto hat einen neuen Beitrag "Haus von Misaki Minamoto" geschrieben. 29.09.2026

      ➜ Londoner Muggelteil

      "Das höre ich erfreulicherweise nicht zum ersten Mal", erwiderte Misaki mit einem selbstbewussten Schmunzeln. Das Kompliment schmeichelte ihr durchaus, doch sie ließ sich nicht dazu verleiten, ihre Vorsicht zu mildern. Im Gegenteil, Komplimenten begegnete sie mittlerweile mit einer gewissen Skepsis. Wo sie früher die freundlichen Worte schlicht als solche angenommen hätte, fragte sie sich inzwischen unweigerlich, was ihr Gegenüber damit bezwecken mochte. Mr. Fawley allerdings erschien ihr recht harmlos, zumindest dem lockeren, charmanten Klang seiner Worte nach. Dennoch blieb Misaki wachsam. Als Auror musste sie ihm schließlich eine gewisse Kompetenz und Menschenkenntnis zugestehen, und Misaki war klug genug, beides nicht zu unterschätzen. "Man lernt mit der Zeit, worauf man besser achtet", gab Misaki mit einem feinen Lächeln zurück und ließ den Blick einen Moment lang über die Sicherheitsvorkehrungen schweifen. Im Haus nahm sie Mr. Fawley den Mantel ab und ließ ihn zur Garderobe schweben, ehe sie ihren Gast auf direktem Wege ins helle, einladende Wohnzimmer führte. Dort wartete bereits ein japanisches Teeservice, aus dessen Kanne ein sanfter Dampf aufstieg. Mit einer einladenden Geste deutete Misaki auf die beiden Samtsofas. Kaum hatten sie Platz genommen, begann die Teekanne, den Tee in die bereitstehenden Tassen zu gießen. Für einen Moment ließ Misaki Mr. Fawley den Tee genießen, ohne das eigentliche Anliegen zur Sprache zu bringen. Sie hatte sich bereits ein recht genaues Bild von ihm gemacht, von seinem beruflichen Werdegang über seine Einsätze als Auror bis hin zu den Fällen, bei denen ihre Informationsquelle etwas weniger bereitwillig Auskunft hatte geben wollen. Sie wusste also, mit wem sie es zu tun hatte. "Mr. Fawley", begann sie schließlich. Ihr Blick ruhte aufmerksam auf ihm. "Ich möchte Ihnen für das Einschreiten in der Winkelgasse meinen ausdrücklichen Dank aussprechen. Sie hätten die Situation auch anders handhaben können. Stattdessen haben Sie offenbar erkannt, dass zwischen einer bösartigen Absicht und einer gewissen Verlorenheit, ein erheblicher Unterschied besteht." Sie nahm einen kleinen Schluck Tee und stellte die Tasse wieder ab. "Das ist eine Eigenschaft, die ich bei einem Auror durchaus zu schätzen weiß" Ein charmantes Lächeln trat auf ihre Lippen. "Und genau deshalb möchte ich Sie um etwas bitten"

    • Misaki Minamoto hat einen neuen Beitrag "Londoner Muggelteil" geschrieben. 03.01.2026

      Misaki verkrampfte für den Bruchteil einer Sekunde und setzte dann ein leicht gezwungenes Lächeln auf, ohne etwas zu erwidern. Mr. Fawleys Tonfall war scherzhaft gewesen, doch sie hielt ihn nicht für töricht, schließlich war er Auror. Die zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen an und in ihrem Haus würden ohnehin für mehr als nur eine geringe Paranoia sprechen. Doch das musste sie nicht weiter ausführen. Gleich darauf trat er auch schon zuerst ein, Misaki hinterher, wobei sie bei seinen Worten schmunzeln musste. "Zumindest nicht durch eine so offensichtliche Geste", gab sie amüsiert zurück. "Wenn überhaupt, würde ich diskreter vorgehen" Und damit trat sie neben ihn. Die paar Meter zur Treppe waren schnell überbrückt und sie führte ihn zum Hauseingang. Dort war sie ganze fünf Minuten mit Formeln, Zaubersprüchen und unsichtbaren Mechanismen beschäftigt, ehe sich die Tür öffnete. "Darf ich Ihnen die Jacke abnehmen?", fragte sie charmant. Im Hintergrund flogen zwei Teetassen an ihnen vorbei ins Wohnzimmer.

      ➜ Haus von Misaki Minamoto

    • Misaki Minamoto hat einen neuen Beitrag "Londoner Muggelteil" geschrieben. 08.10.2025

      Es erleichterte die Situation erheblich, dass Mr. Fawley die Überprüfung ohne Einwände über sich ergehen ließ, eine Verhalten, für das Misaki ihn gedanklich lobte. Auch sein beiläufiger Kommentar brachte ihm Pluspunkte ein, denn er hakte nicht nach, warum sie derart vorsichtig vorging. "Man kann nie vorsichtig genug sein", erwiderte sie ebenso beiläufig und deutete anschließend einladend auf die Tür. "Treten Sie bitte zuerst ein", bat sie höflich und ergänzte: "Ich möchte niemanden im Rücken haben" Sie behielt lieber alles im Blick.

    • Misaki Minamoto hat einen neuen Beitrag "Londoner Muggelteil" geschrieben. 08.10.2025

      Misaki erkannte die Gestalt von Mr. Fawley sofort und stellte mit zufriedener Miene fest, dass er pünktlich war. "Mr. Fawley, ich sehe, Sie konnten es einrichten", begrüßte sie ihn mit einem charmanten Lächeln. Sie stellte die Aktentasche ab und griff nach dem Zauberstab, der in einem leicht zugänglichen Holster - für Muggel getarnt - an ihrem Hosenbund steckte. "Es macht Ihnen doch nichts aus, wenn ich Sie zuvor überprüfe? Nein? Ausgezeichnet" In einer einzigen, fließenden Bewegung schwang sie den Zauberstab und murmelte eine Abfolge von Erkennungszaubern - von einfachen bis zu höchst komplexen -, die jegliche Form von Tarnung, falscher Identität oder verborgenen Gegenständen aufdecken würden. Man konnte schließlich nie vorsichtig genug sein, und Misaki würde gewiss niemanden in ihr Haus lassen, ohne zuvor jede potenzielle Sicherheitslücke geprüft zu haben. Da die Zauber allerdings keinerlei verdächtige Ergebnisse zeigten, senkte sie schließlich den Zauberstab und schenkte Mr. Fawley ein freundliches Nicken. "Hervorragend" Die Backsteine schoben sich geräuschlos zur Seite und öffneten einen versteckten Hauseingang, den Misaki non-verbal beschworen hatte.

    • Misaki Minamoto hat einen neuen Beitrag "Londoner Muggelteil" geschrieben. 03.10.2025

      Ortswechsel nach den Sommerferien und Timeskip zum September 1995

      Rückblickend hätte Misaki ahnen müssen, dass Masao das Wissen, das sein Vater ihm einst vermittelt hatte, nicht einfach hinter sich lassen würde. Das Aufeinandertreffen mit Auror Fawley war ein Weckruf gewesen, und Masao konnte von Glück sprechen, dass der Auror ihn nicht gemeldet hatte. Diese Beinahe-Katastrophe führte schließlich dazu, dass Misaki eine klare Grenze zog: Ihr Sohn musste sich entscheiden. Entweder er wandte sich gänzlich von den Dunklen Künsten ab, oder er fand zumindest einen Weg, sein gefährliches Wissen in geordnete Bahnen zu lenken. Ganz aufgeben würde er es wohl nicht so schnell, doch er musste lernen, Verantwortung zu übernehmen und seine Neigungen nicht ins Zerstörerische abgleiten zu lassen. Nach langem Abwägen kam Misaki zu einer Lösung. Ein Praktikum in der Aurorenzentrale schien ihr der beste Weg. Dort wäre Masao von Menschen umgeben, die die Dunklen Künste nicht glorifizierten, sondern sie unermüdlich bekämpften. Er könnte von ihren Methoden lernen, den Blick für das Richtige schärfen und seine gefährliche Neigung in eine angemessene Richtung lenken. Und so war Misaki darauf gekommen, sich an Auror Fawley zu wenden, welcher auf sie einen kompetenten und zugleich geduldigen Eindruck gemacht hatte. Über Kontakte hatte sie schließlich eine Korrespondenz hergestellt und ihn für den heutigen Nachmittag bei sich zu Hause eingeladen. Sie wollte das Thema in den eigenen vier Wänden besprechen, wo keine ungefragten Augen und Ohren lauerten. Auch an Mei hatte sie gedacht. Das Treffen legte sie bewusst auf einen Zeitpunkt, an dem ihre kleine Nichte bereits auf Hogwarts sein würde. Sie wollte das Mädchen nicht in die Angelegenheit hineinziehen. Und so kam es, dass Misaki nach zwei Vorlesungen, die sie am frühen Vormittag gehalten hatte, auf dem Heimweg war. Mit wachsamen Augen bog sie in den versteckten Hinterhof ein, der zu ihrem Haus führte, entschlossen, den heutigen Tag zu einem Wendepunkt zu machen.

    • Misaki Minamoto hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 27.09.2025

      Der Auror wirkte überrascht, und seine nächsten Worte veranlassten Misaki lediglich dazu, ihn auffordernd anzusehen, ganz so, wie sie es oft bei Schülern tat, die sich zierten, etwas preiszugeben.
      Sein belangloser Tonfall ließ jedoch erkennen, dass Masao wohl nichts allzu Schlimmes angestellt hatte. Eine Erkenntnis, die Misaki insgeheim erleichterte. Doch sie hielt ihre Regung im Zaum; schließlich blieb ein Auror ein Auror, und wirklichen Spielraum für Anliegen gab es kaum. Und schließlich rückte er endlich mit der Sprache heraus, was Misaki wiederum für einen kurzen Moment die Sprache verschlug. Sie riss sich zusammen und wandte sich wieder an den Auror, wobei sie aus dem Augenwinkel registrierte, dass Masao sich mittlerweile aufgerichtet hatte. "Das wird eine einmalige Sache sein", verkündete sie mit mütterlicher, erzieherischer Strenge und überzeugender Entschlossenheit. "Mr. Fawley, verraten Sie mir doch wie sie in so einer Situation vorgehen würden. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass der junge Mann hier neben uns einen reumütigen Eindruck macht, der ihn gleich dazu veranlassen wird, sich ausgiebig zu entschuldigen und zu vergewissern, dass er nicht nochmal so kopflos handeln wird" Sie würde zunächst davon absehen, ihn zu bestechen.

    • Misaki Minamoto hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 13.08.2025

      Misaki hatte sich instinktiv vor Masao gestellt. Doch als der unbekannte Mann sich vorstellte, weiteten sich ihre Augen - wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde -, ehe sie ihre professionelle, unleserliche Miene zurückgewann. Der Name Fawley war ihr natürlich ein Begriff, doch in diesem Moment völlig nebensächlich. Vielmehr beunruhigte sie die Tatsache, dass er ein Auror war. Und dass er in seiner Funktion Interesse an Masao zeigte. Sie wollte gerade ansetzen, etwas zu erwidern, als Masao sich schon freiwillig ausliefern wollte. Ihr Kopf fuhr herum, und sie fixierte ihn mit einem warnenden Blick, bevor sie sich wieder dem Auror zuwandte. Diesmal musterte sie ihn eingehender. Misaki gehörte zwar nicht zu den Menschen, die lediglich dem Aussehen oder Auftreten eine Sympathie ableiteten, doch ging sie davon aus, dass er nicht zu der Sorte Hampelmännern gehörte, die hypnotisch nach Vorschrift handelten. Sie mit ihm also eine Konversation führen könne, welche ihn dazu bringen würde, Masao nicht zu melden. Ihr gesunder Menschenverstand hatte sie schließlich noch nie im Stich gelassen. Nun gut... vielleicht einmal. Schwerwiegend. Aber Fehler wiederholte sie nie. Also schenkte sie Fawley einen freundlichen, wenn auch wachsamen Blick. "Mr. Fawley, mein Name ist Misaki Minamoto. Ich bin seine Mutter und garantiere Ihnen, dass er nicht damit durchkommen wird, wenn Sie mir das überlassen." Sie würde nämlich keinesfalls zulassen, dass ihr Sohn die Dummheit beging, sich einfach so auszuliefern.

    • Misaki Minamoto hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 13.07.2025

      Misaki sah die panische Hilflosigkeit in den Augen ihres Sohnes und ließ ihren durchdringenden Blick sogleich fallen. Stattdessen wandte sie sich dem unbekannten Mann zu, um ihn eingehend zu mustern. Dann antwortete sie auf seine Frage mit einer Gegenfrage: "Wer sind Sie?", wollte sie augenscheinlich wissen. Nach der Sache mit ihrem Ex-Mann war sie bei Fremden besonders vorsichtig und gab nur die nötigsten Informationen preis, die sich ohnehin bereits in Grenzen hielten. Auch hier wollte sie kein unnötiges Risiko eingehen.

    • Misaki Minamoto hat einen neuen Beitrag "Fortescues Eissalon" geschrieben. 13.05.2025

      Einige Tage waren vergangen, doch Misaki fand keine Ruhe. Normalerweise gelang es ihr, innere Unruhe durch Reflexion und klare Entscheidungen zu bändigen, diesmal jedoch nicht. Der Gedanke, dass ihr Sohn ein schwarzmagisches Buch aus der ehemaligen Bibliothek ihres Ex-Mannes bei sich getragen hatte, ließ sie nicht los. Wiederholt hatte sie das Gespräch mit ihm gesucht, doch Masao blockte ab, wich ihr aus. Es war, als stünde eine unsichtbare Mauer zwischen ihnen, die sich mit jedem weiteren Versuch, Zugang zu ihm zu finden, nur weiter erhob. Misaki spürte eine wachsende Frustration in sich, gemischt mit einer tiefen Besorgnis. Ihr Sohn war in letzter Zeit immer verschlossener geworden, und Misaki fürchtete, ihn auf diesem gefährlichen Pfad zu verlieren. Doch ein unerwartetes Ereignis hatte schließlich eine neue Möglichkeit eröffnet. Ihr kleiner Bruder hatte sich bei ihr gemeldet. Seine Frau war immer noch schwer krank, doch mittlerweile so sehr, dass man befürchtete, sie würde bald sterben, wenn die geplanten Heilmethoden nicht anschlugen. In seiner Verzweiflung hatte er darum gebeten, dass sie ihre Nichte Mei für das kommende Schuljahr bei sich aufnahm. Misaki hatte nicht gezögert und sofort zugesagt, in dem festen Glauben, dass die kleine Mei die unsichtbare Mauer, die Masao gerade um sich herum errichtete, mit ihrer Gutgläubigkeit und Wärme problemlos durchbrechen würde. Und auch Masao wäre zweifellos ein liebevoller Anker für Mei, die derzeit unvorstellbare Herausforderungen durchleben musste. Schließlich waren die beiden schon früher unzertrennlich gewesen und hatten einander bei Sorgen und Problemen beigestanden.

      So war Misaki an diesem Nachmittag mit Masao in der Winkelgasse unterwegs, um Einkäufe für Meis bevorstehenden Aufenthalt zu besorgen. Während Masao Schreibwaren kaufte, begab sich Misaki zu Madam Malkins, um Umhänge zu besorgen. Der Einkauf dauerte länger als geplant, also eilte sie anschließend zum Eisladen, wo sie sich mit Masao verabredet hatte. Sie entdeckte ihn vor dem Laden, jedoch nicht allein. An seiner Seite stand ein großer Mann, der ihn mit einem ernsten Blick musterte und scheinbar jede seiner Bewegungen ins Visier nahm. Masao wirkte hilflos, auf eine Weise, die Misaki das letzte Mal gesehen hatte, als sein Bruder und sein Vater abgeführt worden waren. Ohne zu zögern, trat sie in schnellen, entschlossenen Schritten auf die beiden zu. "Was geht hier vor sich?", verlangte sie zu wissen.

Empfänger
Misaki Minamoto
Betreff:


Text:

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