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Anastasija Petrowna
Ehemalige Slytherin / Lehrerin für Muggelkunde
Beiträge: 52 | Punkte: 105 | Zuletzt Online: 01.03.2026
Geburtsdatum
29. Mai 1995
Registriert am:
14.01.2021
Beschreibung


Name: Anastasija Petrowna, die meisten nennen sie Ana
Alter: 35
Geburtstag: 02.01.1959
Avatar: Elizabeth Olsen
Aussehen: Anastasija hat große, grüne Augen, aus denen sie einen ernst und intensiv anblickt, wobei es oft so wirkt, als wäre sie nicht ganz bei einem. Ihr Gesicht ist eher flach und wirklich schön, es fällt auf jeden Fall auf. Sie hat lange dunkelblonde Haare, die leicht gewellt sind. Sie ist 1,68m groß und schlank. Wenn sie spricht, hört man einen ganz leichten russischen Akzent.
An den Rippen ihrer linken Seite hat sie eine große Brandnarbe.

Charakter: Anastasija hat eine sehr geheimnisvolle Ausstrahlung, die noch dadurch verstärkt wird, dass sie wenig sagt und meistens für sich bleibt. Sogar ihre Kollegen, mit denen sie seit Jahren zusammen arbeitet, wissen nur wenig über sie. Es ist von außen schwierig zu sagen, ob sie einfach schüchtern ist, mit Menschen nicht gut klarkommt oder ob sie ein dunkles Geheimnis hat. Von dem Unfall ihres Bruders weiß niemand, und so lässt sich ihr Verhalten für andere auch schwer erklären.
Doch Anastasija war nicht immer so. Bevor der Unfall passiert ist, war sie zwar auch nicht gerade redselig, aber dafür forsch, entschlossen und ehrgeizig. Sie hatte nicht weniger vor, als die Welt zu verändern, und sie und Michail waren dabei ein starkes Team. Sie beide hatten den festen Glauben, dass für sie alles möglich war. Bei ihren ganzen Projekten war jedoch Anastasija oft die treibende Kraft, diejenige, die noch einen Schritt weitergehen wollte.
Dieser Ehrgeiz machte sich schon früh bemerkbar. In ihrem ersten Jahr in Slytherin war sie zwar noch schüchtern und überfordert von all der Abneigung, die ihr entgegen gebracht wurde, wobei sie hierbei noch von Michail beschützt wurde, doch wuchs sie darüber schnell hinaus. Und so dauerte es nicht lange, bis sie das Mobbing wegen ihres Blutstatus als Ansporn nahm, um es ihnen allen zu zeigen. Sie und Michail belegten also aus reinem Trotz Muggelkunde im dritten Jahr – Anastasijas Idee- und strengten sich in allen Fächern an, um besser als die anderen zu sein. Bald jedoch war ihr ehrliches Interesse an dem Fach geweckt und sie waren leidenschaftlich bei der Sache. In dieser Zeit verkehrten sich auch ihre Rollen. War Michail vorher noch Anastaijas Beschützer gewesen, so übernahm sie immer mehr diese Aufgabe ihm gegenüber. Sie wurde bald forscher, bissiger und schlagfertiger, und zeigte sich zudem als ausgesprochen gut in Heimtücke und Manipulation. So dauerte es nicht lange, bis sie und Michail in Ruhe gelassen wurden, denn sie war unerbittlich darin, diejenigen fertig zu machen, die gegen ihren Bruder vorgingen.
Doch nicht nur in ihrem Auftreten wurde sie mutiger. Bald entdeckte Anastasija in sich eine schier unstillbare Neugierde auf die Welt, und sie ermutigte Michail, sich ihr dabei anzuschließen. So kam es für die beiden auch gar nicht in Frage, sich mit einem kleinen, gewöhnlichen Beruf nach ihrem Studium (Muggelkunde in Russland, um so Voldemort bei seinem Erstarken zu entgehen) zufrieden zu geben. Stattdessen kehrten sie nach England zurück und lebten in der Muggelwelt, forschten und hielten sich mit den seltsamsten Jobs über Wasser (von der Fütterstation für Fwooper bis zu Testern für Schutzzaubern gegen Einbrecher), wobei sie zeitgleich wegen Voldemort aufpassen mussten.
Allerdings änderte sich das alles, als bei einer ihrer Studien ein Unfall passierte, der Michail ins Koma brachte. Das hat Anastasija den Boden unter den Füßen weggezogen, denn sie hat damit ihren besten Freund, mit dem sie alles zusammen gemacht hatte, verloren. Zugleich quält sie seitdem nicht nur die Schuld, sondern auch ein sehr wankelmütiges Verhältnis zu ihrer einstigen Leidenschaft, der Muggelkunde. Auf der einen Seite findet sie sie immer noch faszinierend und kann sich nicht vorstellen, für etwas anderes das gleiche Interesse zu entwickeln. Auf der anderen Seite jedoch macht sie die Muggel und ihre Technik mit verantwortlich für den Unfall, und sie kann all das nicht mehr so genießen wie früher. Stattdessen begegnet sie der Muggeltechnologie mit Argwohn, Vorsicht und manchmal mit Abneigung. Deswegen hat sie ihre Forschung auch an den Nagel gehängt und sich in Hogwarts beworben, wobei das unter anderem auch eine Strafe für sie selbst sein soll.
Früher war sie tatsächlich ein lebensfroher, selbstsicherer und glücklicher Mensch, doch davon ist nicht mehr viel übrig. Inzwischen ist sie ernst, zurückgezogen und voller Schuld. Ihre Familie hat sich nach dem Unfall von ihr abgewandt, und im Umkehrschluss hat sie sich von den wenigen gemeinsamen Freunden, die sie mit Michail hatte, ebenfalls abgewandt. In ihren Augen verdient sie deren Mitgefühl nicht, und ihren Bruder kann ihr sowieso niemand jemals ersetzen.
So verbringt sie ihre Tage mit Unterrichten, Lesen und Besuchen im St. Mungos, ohne zu wissen, wo sie eigentlich mit sich hin soll und wie sie wieder zu sich selbst finden kann. Das Einzige, was ihr noch Freude bereitet, ist das Unterrichten, und auch dafür schämt sie sich, denn eigentlich sollte das ja ihre Buße darstellen.



Blutstatus: Halbblut
Familie: Ihre Familie besteht aus russisch-stämmigen Reinblütern, die Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund der Revolution Russland nach England ausgewandert sind. Die einzige Ausnahme stellt ihre Mutter dar, die ein Halbblut ist und deswegen lange ziemlich viel Mist von der gesamten Verwandtschaft ertragen musste, was sich mit der Zeit aber etwas gelegt hat. Anastasija hat in Russland immer noch eine große Familie, aber schon lange keinen Kontakt mehr zu ihnen. Ihr Zwillingsbruder Michail befindet sich seit einigen Jahren in der Abteilung des St. Mungos für dauerhaft Fluchgeschädigte, und da ihre Eltern ihr die Schuld daran geben, hat sie auch zu ihnen keinen Kontakt mehr.


Haustier: Sie hat keins, auch wenn sie immer mal wieder überlegt, sich eins zu holen.
Hobbies: Lesen, Lernen, Experimentieren und Forschen (früher)
Berufswunsch: Früher wollte sie Forscherin werden, doch inzwischen reicht ihr der Posten als Muggelkunde-Professorin



Zauberstab: Berg-Ahornholz, Einhornhaar, 13 ½ Zoll, unbiegsam
Patronus: Seit dem Unfall ihres Bruders kann sie keinen mehr erzeugen. Früher war er ein Hippogreif.
Irrwicht: Ihr Bruder, wie er nach dem Unfall auf dem Boden lag und auf ihr Flehen nicht reagierte.


Haus: Slytherin
Jahrgang: abgeschlossen
Posten / Beruf: Professorin für Muggelkunde
Quidditch: Hat sie nie interessiert.


Lieblingsfach: Zauberkunst, Muggelkunde, Geschichte der Zauberei
Hassfach: Hatte sie nie so wirklich.
Wahlfächer: Muggelkunde, Wahrsagen, Alte Runen

Freunde: Ihr Bruder war ihr bester Freund. Seit seinem Unfall hat sie sich von den wenigen Freunden, die sie beide hatten, zurückgezogen.
Feinde: Keine



Wichtige Ereignisse der Vergangenheit: Anastasijas russische Abstammung hat ihre Kindheit und ihre Erziehung sehr geprägt. So spricht sie auch flüssig Russisch und Englisch.
Als sie mit ihrem Zwillingsbruder nach Hogwarts kam und sie in Slytherin einsortiert wurden, hatten sie beide es wegen ihrem Blutstatus ziemlich schwer. Das löste bei ihnen jedoch nur eine Art Trotzreaktion aus, und sie wandten sisch schon früh dem zu, was ihre Hauskameraden so verachteten: Den Muggeln.
Über die Jahre steigerten sie sich zum Missfallen ihrer Familie immer weiter in ihre Faszination hinein, die ihnen bald sehr viel bedeutete. Sie studierten beide Muggelkunde und fingen schließlich an, mit den Möglichkeiten der Muggeltechnik zu experimentieren, in der Hoffnung, Teile davon in die Zaubererwelt übertragen zu können. Ihr großes Ziel war es, Muggel und Zauberer dadurch ebenbürtig zu machen, dass sie ihnen den gegenseitigen Nutzen aufzeigten.
Leider ist es alles andere als ungefährlich, Muggeltechnik mit Magie zu vermischen (ein Auto, das in den Wald abhaut und einen später vor riesigen Spinnen rettet, ist da noch die harmlose Variante). So musste es über kurz oder lang zu einem Unfall kommen, und während Anastasija mit einer Brandwunde davon kam, liegt Michail seitdem im Koma im St. Mungos, und die Heiler sind ratlos.
Ihre Eltern haben Anastasija diesen Unfall nie verziehen und reden seitdem kein Wort mehr mit ihr. Sie selbst gab ihre Studien auf und flüchtete sich nach Hogwarts, wo sie seit fünf Jahren das Fach rein theoretisch unterrichtet.

Was passiert mit dem Charakter, sollte er gelöscht werden? (nur bei OCs):
Sie kehrt zu ihrer Familie nach Russland zurück, nachdem sie sich mit ihnen ausgesprochen hat.
Geschlecht
keine Angabe
    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "Lehrer*innenzimmer" geschrieben. 01.03.2026

      Ich nickte bestätigend. "Ja, sie hat wohl ihr ganz eigenes Bild davon, was als qualitativ zu betrachten ist." Und unsere Meinungen gingen da sicher auseinander. Ich lachte schnaubend. "Ich soll ihr keine Zielscheibe bieten? Mein ganzes Fach ist eine Zielscheibe! Sie hat Muggel schon damals in der Schule verachtet." Natürlich würde ich mir trotzdem Mühe geben, sie nicht allzu sehr zu provozieren, aber ich würde auch nicht vor ihr kuschen. Die Zeiten waren schon lange vorbei. Auf Clydes Feststellung hin zuckte ich nur mit den Achseln. "Nun ja, ich gebe mir Mühe, die Komik in der Tragik zu sehen", behauptete ich. "Und irgendwie ist es auch zum Lachen, wie sehr wir uns jetzt wegen Dolores sorgen müssen, nachdem sie in unserer Schulzeit nur ein kleines, belächeltes Mädchen war, das niemand ernst genommen hat." Ich verzog das Gesicht. "Wobei sie damals schon als hinterhältige Petze bekannt gewesen ist."

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "Lehrer*innenzimmer" geschrieben. 12.02.2026

      Ich schnaubte. "Ich weiß nicht, wie lange ich dieses Getue von ihr aushalte, bis ich zornig werde." Über meine Zeit in Slytherin hatte ich mir antrainiert, mir nichts gefallen zu lassen, und war damit letztendlich deutlich erfolgreicher gewesen als mit sämtlichen Anpassungsversuchen. Ich sah nicht ein, vor Dolores zu kuschen, nur weil sie sich erfolgreich beim Zaubereiminister eingeschleimt hatte. Ich zog eine säuerliche Miene. "Nein, die meint sie sicherlich nicht." Ich nickte zu den Aufsätzen hin, die vor ihm lagen. "Aber bei dir wird sie zumindest deinen Fachbereich bestehen lassen. Ich gehe davon aus, dass sie alles versuchen wird, um Muggelkunde auf Hogwarts gänzlich abzuschaffen." Was ich sicherlich nicht kampflos hinnehmen würde. Wider Erwarten musste ich lächeln. "Tja, da scheint Dolores in uns beiden ja ein gefundenes Fressen entdeckt zu haben. Dieses Jahr wird wohl spannend."

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "Lehrer*innenzimmer" geschrieben. 07.02.2026

      Ich zog eine Augenbraue hoch. "Das war geschauspielert?" Ich wusste nicht ganz, was ich von Clydes Vorgehen halten sollte. Es war klug ja, aber auch... rückgratslos. Ein Verhalten, das ich leider von ihm kannte. "Mag sein. Ich glaube nur, sich bei ihr einzuschmeicheln, wird auf Dauer zu nichts führen", warf ich deswegen kritisch ein. "Sie wird deswegen nicht nachsichtiger sein." Ich verzog das Gesicht. "Dafür genießt sie ihre Macht zu sehr. Elende Kröte." Da hatte sie sich leider in den letzten Jahren nicht gebessert. "Sie ist immer freundlich", erklärte ich Clyde. "Selbst wenn sie einem ein Messer in den Rücken jagt, ist sie freundlich." Ich musterte ihn nachdenklich. "Wenn du mit deiner Vorgeschichte die Sache mit deiner Verlobten meinst, weiß ich allerdings nicht, ob das für Dolores eine Rolle spielt. Sie war damals selbst eine ziemliche Außenseiterin, weil ihr Vater Putzkraft im Ministerium war, was natürlich jeder wusste. Du bist immer noch ein Reinblüter, und bis zum Blutsverräter hast du es bisher nicht gebracht, also stehst du nicht unter ihr." Wobei ich natürlich nicht wusste, was in Dolores' verschrobenem Kopf vor sich ging.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "Lehrer*innenzimmer" geschrieben. 06.02.2026

      Für mich war ziemlich deutlich, worauf Dolores hinauswollte, und da würde sie eine bittere Enttäuschung erleben. Ich würde aber an meiner Darstellung nichts ändern, da konnte sie sich auf den Kopf stellen. "Das ist mir bewusst", erwiderte ich also nur, und begegnete entschlossen Dolores' Blick. Ich atmete auf, als sie endlich den Raum verließ, und ich nicht mehr mit ihrem falschen Lächeln und ihrer gekünstelt fröhlichen Stimme ertragen musste. Ich wollte mich wieder den Aufsätzen zuwenden, als Clyde sich zu Wort meldete. "Ach ja? Ich dachte, du freust dich so sehr auf die Inspektion?", fragte ich spöttisch. "Du schienst ja regelrecht begeistert von Dolores und ihrem Vorgehen zu sein."

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "Lehrer*innenzimmer" geschrieben. 06.02.2026

      Ich gab mir alle Mühe, die Anwesenheit von Dolores so gut es ging zu ignorieren. Ich hatte sie schon während unserer Schulzeit nicht ausstehen können, und meine Abneigung hatte sich, sofern das möglich war, in letzter Zeit nur noch vertieft. Allerdings machte sie es schwer, sie zu ignorieren. Ich wollte gerade etwas entgegnen, als Clyde mir zuvorkam. "Danke, Clyde, ich kann mich durchaus selbst verteidigen", gab ich kühl von mir. Er wusste ja außerdem nichts über mein Fachwissen, er war schließlich noch nie in meinem Unterricht gewesen. Ich wandte mich an Dolores. "Sei unbesorgt, meine Liebe", gab ich mit falschem Lächeln zurück. "Du wirst nichts zur Beanstandung finden. Muggelkunde ist ein fester Bestandteil des Lehrplans in Hogwarts, und dementsprechend bemühe ich mich, dem Fach die ihm gebührende Ehre zu erweisen." Mir war bewusst, dass Dolores Muggelkunde vermutlich ein Dorn im Auge war, aber ich würde dafür kämpfen, es zu erhalten. Jetzt wandte sich Dolores an Clyde, der beinahe schon enthusiastisch auf sie reagierte. Ich schnaubte leise.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "Lehrer*innenzimmer" geschrieben. 06.02.2026

      Erster Post im Schuljahr 1995/96

      Ich saß im Lehrerzimmer, wo sich außer mir nur Clyde aufhielt, und korrigierte Aufsätze. Mit Clyde hatte ich bis auf eine kurze Begrüßung noch kein Wort gewechselt, auch wenn ich ihm seit seinem Besuch bei Michail deutlich positiver gegenüber stand und ihm einigermaßen freundlich begegnete. Aber ich war nun einmal grundsätzlich wortkarg, und sah keinen Sinn darin, mich mehr als unbedingt nötig mit meinen Kollegen auszutauschen.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 27.09.2021

      Mit einem seltsamen Gefühl im Magen kehrte Ana in das Krankenzimmer ihres Bruders zurück, nachdem sie sich von Clyde verabschiedet hatte. "So, ich habe das geklärt, du hast nichts, worüber du dich beschweren kannst", teilte sie Michail mit, erhielt aber natürlich keine Antwort. Mit einem Seufzen ließ sie sich auf den Stuhl neben dem Bett fallen und griff nach seiner Hand. Sie blieb eine ganze Weile, bis sie schließlich wieder nach Hogwarts zurückkehrte.

      -> Anas Büro

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 03.08.2021

      Irgendetwas an dem Ausdruck in Clydes Augen berührte Ana, denn es kam ihr für einen Moment fast so vor, als würde sie in einen Spiegel sehen. Doch sie schob das Gefühl schnell wieder beiseite. Clyde war ganz anders als sie, überhaupt nicht vergleichbar! "Gut, dann... Auf ein gutes Arbeitsverhältnis." Sie hielt ihm ihre Hand entgegen und sah ihm dabei fest in die Augen. Auf mehr würde sie sich sicher nicht einlassen können, aber es war wohl als Fortschritt zu bezeichnen.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 02.08.2021

      Ana blieb vor Clyde stehen und verschränkte die Arme vor der Brust. "Ich glaube dir, dass du dich wirklich verändert hast", erklärte sie, ohne auf seine Frage einzugehen, wobei ihr etwas störrischer Gesichtsausdruck nicht gerade versöhnlich wirkte. Aber ihr war bewusst geworden, dass ihre Härte gegenüber Clyde wohl mehr damit zu tun hatte, dass sie ihn genauso leiden lassen wollte unter seiner Reue, wie sie litt, als wirklich mit dem, was er früher getan hatte - auch wenn sie durchaus noch weit entfernt davon war, ihm das einfach so zu verzeihen. "Aber vergessen kann ich deine Taten von damals nicht", erklärte sie ihm deswegen jetzt. "Ich werde sie dir aber auch nicht weiter vorhalten." Das war wirklich das Äußerste, was sie tun konnte, und Michail sollte damit gefälligst zufrieden sein.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 02.08.2021

      Auf Anas Gesicht blitzte ein triumphierender Ausdruck auf, als er endlich mit der Sprache herausrückte. Dieser verschwand allerdings mit jedem weiteren Wort von ihm mehr. Ihr Griff um Michails Hand wurde fester, sodass sie ihm wohl schmerzhaft die Hand gequetscht hätte, wenn er noch Schmerzen wahrnehmen würde, was laut den Ärzten nicht der Fall war. Kurz fühlte sie sich fast erleichtert, nicht die einzige mit einem solchen Verlust zu sein, doch das Gefühl verschwand, als ihr bewusst wurde, dass Clyde und sie Welten trennten. Er trug an seinem Verlust schließlich nicht die gleiche Schuld wie sie an ihrem. Und damit... hatte sie wohl eigentlich kein Recht dazu, ihm Vorwürfe zu machen. Auch wenn es so viel einfacher war, als sich mit ihrer eigenen Reue auseinander zu setzen. Doch bevor sie all diese Gedankengänge zu einem Schluss bringen konnte, hatte er sich schon entschuldigt und war durch die Tür verschwunden. Sie warf einen Blick auf Michails schlafendes Gesicht und seufzte. "Jaja, ich gehe ja schon", murmelte sie und stand auf. Kurz beugte sie sich noch über ihn und drückte ihm einen sanften Kuss auf die Stirn, dann eilte sie Clyde hinterher. "Clyde! Warte!", rief sie ihm hinterher, in einem Tonfall, der mehr nach Befehl als nach Bitte klang.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 02.08.2021

      Für Ana klangen seine Worte viel zu allgemein, als dass sie irgendetwas damit anfangen wollte. "Wenn es so einen Meinungsumschwung verursachen konnte, dann ist es ja wohl erwähnenswert", gab sie etwas genervt von sich, denn so fiel es ihr immer noch schwer, ihm seine Entschuldigung abzunehmen. Da konnte Michails eingebildete Stimme in ihrem Kopf sie ermahnen, wie sie wollte. Allerdings stimmte ein Blick auf sein stilles Gesicht sie doch etwas versöhnlicher. Nun ja, für ihre Verhältnisse. "Ich verzeihe dir, wenn du mir erklären kannst, wieso ich das tun sollte", gab sie also nach einem kurzen Moment des Überlegens von sich. "Wieso du es verdient hättest." Leere Worte sprechen konnte jeder, wobei er mit seinem Herkommen ja zumindest gezeigt hatte, dass er vielleicht doch zumindest ansatzweise versuchte, es wieder gutzumachen. Wobei er natürlich nicht gewusst hatte, dass Michail im Koma lag und Ana ihn vor eine unmögliche Aufgabe gestellt hatte.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 02.08.2021

      Ana hörte Clyde stumm und mit misstrauisch zusammengekniffenen Augen zu. Und, Michail, geben wir uns damit wirklich zufrieden?, fragte sie in Gedanken, auch wenn sie natürlich wusste, dass sie keine Antwort erhalten würde. "Du willst also sagen, der Krieg, an dem ein Großteil deiner Leute auf der falschen Seite gekämpft hat, hat all die Jahre deiner verkorksten Erziehung rückgängig gemacht und dich plötzlich Menschlichkeit empfinden lassen?", fragte sie schroff nach. Ihre harten Worte wären wahrscheinlich weniger im Sinne ihres Bruders gewesen, aber der redete ja nicht mehr mit ihr, also konnte er sie auch nicht schimpfen.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 02.08.2021

      Ana schwieg während Clydes Rede, drückte Michails Hand dabei jedoch fester. Sie glaubte Clyde immer noch kein Wort, doch als er aufstand, um zu gehen, meinte sie geradezu Michails Drängen zu spüren. Ana, komm schon, spring über deinen Schatten, lass das doch nicht einfach so stehen... Als wäre er immer noch hier. Er war schon immer der naivere und gutgläubigere von ihnen beiden gewesen, und er würde sicher mit Clyde reden wollen - wenn er denn könnte. Sie biss kurz die Zähne zusammen. "Warum?", fragte sie dann und sah zu Clyde, ohne Michail loszulassen. "Warum hast du damals nichts getan, und warum bereust du es inzwischen?"

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 02.08.2021

      Ana trat hinter Clyde ins Zimmer und stellte die Blumen auf Michails Nachttisch ab, ehe sie sich ihrem Bruder zuwandte. Ihr Gesichtsausdruck wurde ungewohnt sanft und traurig, während sie ihn betrachtete. Er sah tatsächlich so aus, als würde er einfach nur schlafen, denn im Gegensatz zu den Maschinen, die es in Muggelkrankenhäusern gab, reichten hier entsprechende Zauber aus. Sie setzte sich auf einen Stuhl neben ihm und griff nach seiner Hand, wobei sie Clyde einfach ignorierte. normalerweise würde sie jetzt anfangen, Michail etwas zu erzählen, aber diesmal schwieg sie.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 02.08.2021

      Ana zog, doch etwas überrascht, eine Augenbraue hoch. Sie hatte ja eher erwartet, dass er mit eingezogenem Schwanz verschwinden würde. Allerdings war sie neugierig, was er Michail sagen würde. Es würde nicht gut genug sein, aber sie wollte es dennoch hören. Also deutete sie mit aufforderndem Blick auf die Zimmertür, um ihn vorgehen zu lassen, sagte aber nichts weiter.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 02.08.2021

      Ana war mehr als überrascht von seinen Worten. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er das wirklich versuchen würde, insbesondere, da er ihr Gespräch an diesem Punkt beendet hatte. "Das kannst du nicht", gab sie schließlich zurück. "Er ist nicht ansprechbar. Also geh wieder." Das war ja der Sinn hinter der ganzen Sache gewesen: Ihn vor eine unmögliche Aufgabe zu stellen. Dass er es trotzdem versuchen würde, war unerwartet gewesen, aber ihr gerade dann doch herzlich egal, sie wollte einfach nur mit ihrem Bruder alleine sein.

    • Anastasija Petrowna hat einen neuen Beitrag "4. OG: Fluchschäden, Zauberunfälle und psychomagische Probleme" geschrieben. 02.08.2021

      Ana hatte auf dem Weg zum St. Mungos noch Blumen besorgt, wie jedes Mal. Denn sollte Michail wider Erwarten doch noch irgendwann aufwachen, wollte sie, dass er als erstes etwas Schönes sah, sollte sie dann nicht da sein. Es war wohl ein Zeichen dafür, dass sie doch noch irgendwo Hoffnung hatte. Auf der Station kannte man sie inzwischen in- und auswendig, sodass sie einfach durchgehen konnte. Kurz vor Miguels Zimmertür hielt sie jedoch irritiert inne. Vor dieser stand eine vertraute Gestalt, und ihre Brust verkrampfte plötzlich, sodass sie das Gefühl hatte, keine Luft mehr zu bekommen. "Was machst du denn hier?", herrschte sie Clyde an, mit reichlich unfreundlichem Ton.

Empfänger
Anastasija Petrowna
Betreff:


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