Name: Henry Jenkins Alter: 17 Jahre Geburtstag: 30. März 1977 Avatar: Colin Ford Aussehen: Henry ist ein hochgewachsener, schlanker Junge mit einer Größe von 1,80 m. Er hat blondes, wuscheliges Haar, welches je nach Lichteinfall mal heller und mal dunkler wirkt. Seine Iriden sind von einem lebendigen Blauton, welche oftmals ein wissbegieriges Funkeln in sich tragen. Aber im Grunde genommen ist Henrys äußerliche Erscheinung ziemlich irrelevant, denn Henry ist ein Metamorphmagus, was heißt, dass er seine Gestalt nach Belieben ändern kann. Zwar sieht man Henry tatsächlich eher in seiner natürlichen Gestalt (siehe obere Beschreibung). Charakter: Henry ist ein eher stiller Junge, der es bevorzugt zuzuhören, anstatt zu reden. Er ist kein Mensch vieler Worte, doch dafür ist er ein wirklich guter Zuhörer. Eine Eigenschaft, für die er von vielen geschätzt wird. Dies sollte allerdings nicht mit Schüchternheit verwechselt werden, auch wenn es oftmals so wirkt. Aber als schüchtern würde ich Henry nun wirklich nicht bezeichnen. Denn tatsächlich ist er anderen gegenüber relativ aufgeschlossen und hinsichtlich neuer Bekanntschaften sehr offen und bereitwillig. Man könnte schon sagen, dass Henry ein geselliger Mensch ist. Er umgibt sich gerne mit anderen Leuten, aber gleichermaßen schätzt er es auch, wenn er für sich sein kann. Dadurch dass man ihn aber eher selten reden hört und er auch meist mit einem Buch über magische Geschöpfe zu sehen ist, erhält man schnell den Eindruck, dass Henry durchaus von der zurückhaltenden Sorte wäre. Im Unterricht arbeitet er zwar immer brav mit, doch redet er meist auch nur, wenn ihm eine Frage gestellt wird. Doch sind seine Beiträge meist sehr wohl gut überlegt. Und auch wenn er nicht oft oder unbedingt viel redet, aber fängt er dann doch mal damit an, dann merkt man, dass er ein guter Redner ist. Diskutieren und Argumentieren kann er gut. Er überlegt auch immer, bevor er seinen Mund aufmacht, ganz nach dem Motto: Erst denken, dann reden. Es kommt nur selten vor, dass sein Mundwerk schneller als sein Verstand ist. Auf den ersten Blick wirkt Henry wie ein Mauerblümchen, doch sollte man sich davon keineswegs täuschen lassen. Henry ist unerwartet selbstbewusst und wenn es darauf ankommt, dann kann er schon Kontra geben. Allerdings auf seine Art und Weise, denn Henry ist überaus freundlich und höflich. Es liegt nicht in seiner Natur, gemein zu sein, deshalb kann er auch nicht auch nur ein einzig böses Wort über irgendjemanden verlieren. Es ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, Henry auf die Palme zu bringen, sodass er gar ausfallend oder dergleichen wird. Dies liegt daran, dass Henry von einem äußerst sanften und ruhigen Gemüt ist und zusätzlich noch ein harmoniebedürftiger Mensch ist. Henry ist wirklich kein Freund von schlechter Stimmung oder gar einem Streit. Er ist um ein freundliches und friedliches Miteinander bemüht und hat schon jahrelang versucht, ein besseres Verhältnis zu seiner Halbschwester aufzubauen, was aber nur bedingt geklappt hat. Wird er Zeuge eines Streits, bietet er sich als Streitschlichter und Vermittler an und versucht auf diplomatische Art und Weise eine Lösung für das Problem zu finden. Allgemein ist er eine lösungsorientierte Person und sucht im Prinzip immer nach einer Lösung. Manchmal nimmt er das allerdings etwas zu ernst und verliert dann mal schnell den Blick auf das eigentliche Problem. Er legt einen gewissen Wert auf gute Noten und ebenso die Einhaltung der Regeln. Ein Grund, wieso er seine Metamorphmagus-Fähigkeiten auch nicht einsetzt, um sich in irgendeiner Art und Weise einen Vorteil zu verschaffen. Es gibt jedoch auch ein Aber. Henry hasst es eigentlich, die Regeln zu brechen und würde dies auch am liebsten vermeiden, wenn es geht, aber wenn es eine bestimmte Situation erfordert, dann kann Henry über seinen Schatten springen. Insbesondere wenn es darum gehen sollte, einem Freund zu helfen. Henry sieht Regeln zwar als wichtig an, aber seine Freunde sind ihm dennoch wichtiger als das Einhalten von Regeln. Tja, Henry ist ein von Grund auf ehrlicher Mensch, lügen liegt ihm nicht besonders. Er bevorzugt die Wahrheit, selbst wenn diese schmerzhaft sein sollte. Wie viele andere Ravenclaws auch - und natürlich auch andere Schüler - ist Henry ziemlich wissbegierig und lernt gerne Neues. Besonderes Interesse hegt er an magischen Geschöpfen und möchte gerne mehr über diese herausfinden. Zwar findet er den Unterricht bei Hagrid manchmal etwas gefährlich, aber er ist dennoch immer sehr interessiert an diesem und versucht, sein Bestes zu geben. Dies erkennt man auch an seinem Quidditchspiel, in welchem sich sein Charakter widerspiegelt. Er macht keine unnötigen Bewegungen, sondern beobachtet und reagiert dann erst. Dadurch hat er es sich nach einiger Zeit auch angewöhnt, andere um sich genau zu beobachten und zu analysieren. Zudem ist er äußerst geduldig. Wirklich, er hat Geduld ohne Ende, was auch einer der Gründe ist, wieso es so schwer ist, Henry aufzuregen. Aber auch selbst beim Lernen oder wenn er Jüngeren beim Lernen hilft, kann man sich noch so dämlich anstellen, Henry bleibt ruhig und gelassen. Er hilft anderen nun mal gerne und dafür bringt er dann auch gerne die Zeit und die Geduld auf.
Blutstatus: Halbblut Familie: Charlotte Jenkins -> Mutter (Halbblut; Angestellte beim Tagespropheten) Callum Fothergill -> Vater (muggelstämmig; Henker) Steven Jenkins -> Stiefvater (Halbblut; Historiker) Levi Jenkins -> jüngerer Halbbruder (4. Jahr Hogwarts) Michelle Jenkins -> jüngere Halbschwester (1. Jahr Hogwarts)
Haustier: Henry hat einen orangefarbenen Kater, welcher auf den Namen Autumn hört. Der Name kommt daher, dass Autumn erstens orangefarbenes Fell hat, welches an das farbenfrohe Laub im Herbst erinnert und zweitens da er Autumn im Herbst bekommen hatte.
Hobbies: Er liest sehr gerne, vor allem wenn es mit magischen Geschöpfen zu tun hat. Daneben ist er begeisterter Quidditchspieler, aber mag auch anderer Sportarten und ist bereit Neues auszuprobieren. Berufswunsch: Er würde gerne Drachen erforschen, ob in Rumänien oder woanders in der Welt ist ihm relativ egal
Zauberstab: Henrys Zauberstab besteht aus Eschenholz und Einhornhaar. Er ist 10 ¼ Zoll lang und sehr elastisch. Patronus: Puma Irrwicht: Ein großes Vorhängeschloss, welches ihm für immer verschlossene Möglichkeiten repräsentiert, wie zum Beispiel die Zukunft oder Beziehungen. Einfach, dass es für manches sozusagen keine Lösung gibt
Haus: Ravenclaw Jahrgang: 7. Jahrgang Posten / Beruf: Nah, hat er nicht. Quidditch: Er spielt seit seinem vierten Jahr als Hüter in seiner Hausmannschaft. Er spielt Quidditch wirklich sehr gerne und ist mit großer Leidenschaft dabei, auch wenn er keine Karriere dabei anstrebt.
Lieblingsfach: Seine Lieblingsfächer sind Pflege magischer Geschöpfe und Verteidigung gegen die dunklen Künste. (Seit seinem dritten Jahr belegt er neben Pflege magischer Geschöpfe noch zusätzlich Alte Runden und Wahrsagen.) Hassfach: Es ist leider so unglaublich einschläfernd, dass auch Henry nicht in Geschichte der Zauberei wach bleiben kann. Freunde auf Hogwarts: Er hat einige Freunde in seinem Haus und auch in den anderen Häusern, die in seinem Jahrgang sind. Aber auch mit Leuten wie Yuki Featherstone, die in Quidditchteam sind, versteht er sich gut. Feinde auf Hogwarts: Er glaubt nicht, dass er sich schon mal welche gemacht hat
Wichtige Ereignisse der Vergangenheit: Henry war sozusagen ein “Unfall”. Er war zwar in gewisser ein Wunschkind, aber ein sehr unerwartetes und frühes Wunschkind. Da seine Mutter lediglich ein Seitensprung seines Vaters gewesen war und dieser eine lange Zeit nicht wusste, dass Charlotte dadurch schwanger geworden war, zog Charlotte ihren Sohn alleine auf. Erst knapp sieben Jahre später kam es dann heraus, was passiert war und auch wenn sich Henrys Vater und dessen Frau trennten, kümmerte sich Henrys Vater nicht um seinen Sohn. Charlotte hatte nämlich in der Zwischenzeit einen anderen Mann kennengelernt und beide hatten auch schon geheiratet und einen gemeinsamen Sohn. Zwar kennt Henry inzwischen nun auch seinen Vater, doch hat er nur sehr wenig bis gar keinen Kontakt zu diesem. Für ihn ist der Mann seiner Mutter mehr Vater als sein leiblicher und auch seine Halbgeschwister sieht er viel mehr als seine leiblichen Geschwister, als bloß als seine Halbgeschwister. Und auch ansonsten hat Henry eher wenig Kontakt zu der Familie seines Vaters, die zum Teil ja auch Henrys ist. 1988 kam Henry dann nach Hogwarts, zusammen mit seiner Halbschwester Pandora Hooch, die aber wohl nicht wirklich gut auf ihn zu sprechen scheint. Er ist zwar relativ um ein normales Verhältnis bemüht, aber da sich das als eher schwierig gestaltet ist es wohl ganz gut, dass sie in unterschiedlichen Häusern gelandet sind. Während seiner Zeit auf Hogwarts hat er es in seinem vierten Jahr als Hüter in die Hausmannschaft geschafft hat.
Was passiert mit dem Charakter, sollte er gelöscht werden? (nur bei OCs): Er macht seinen Abschluss und beginnt ein Studium, um Drachenforscher zu werden und verschwindet dann in irgendein Land der Welt, um Drachen und andere magische Kreaturen zu erforschen.
Ich fühlte mich von Martha im Moment ziemlich beobachtet und das ließ mich verlegen werden. Als ob es nicht schon reichte, dass mir das an meinem ersten Tag und ausgerechnet vor meinem Ausbilder passierte. Obgleich ich mich nach wie vor darüber freute, Martha wiederzusehen. Ich war ein wenig erleichtert, als es dann wieder auf das Thema Führung zurückging und diese auch beginnen konnte. Ich hörte den Erklärungen zu, als ob es für mich nichts Interessanteres gäbe, obwohl wir erst im Hauptgebäude waren und die Drachengehege später noch kommen würden. Hin und wieder stellte ich auch eine Frage zu den Ausführungen.
Da war dieses Grinsen von Martha, welches ein Kribbeln in meiner Magengegend verursachte - und ich wusste nicht, was das bedeuten hatte. Aber bei diesem Grinsen wusste ich, dass es Martha großes Vergnügen bereitete, wenn sie mich so in Verlegenheit bringen konnte. Das hatte ich in Hogwarts schon oft genug erlebt. Aber das Schlimmste daran war, dass ich dieses Grinsen doch vermisst hatte. Bei Merlin... Das Räuspern der Frau, die sich in Marthas Begleitung fand, räusperte sich und erinnerte mich daran, dass ja sie und auch noch Charlie bei uns standen. Wenn ich nicht schon ein verlegenes Gesicht machen würde, dann würde ich es jetzt machen. Martha ließ dann von mir ab und wandte sich an Charlie, auf dieselbe direkte Art und Weise wie ich es von ihr gewohnt war. Irgendwo beruhigte es mich ja, dass selbst jemand wie Charlie nicht viel gegen Marthas Art machen konnte, auch wenn er damit trotzdem noch cooler umging als ich es tat. Jetzt schaltete sich dann auch die Brünette ein, die sich als Charlies Kollegen bezeichnete. "Oh, wir kennen uns aus Hogwarts. Wir haben beide letzten Sommer unseren Abschluss gemacht. Ich bin übrigens Henry, freut mich", klärte ich die Brünette auf und stellte mich zugleich vor.
Es war wirklich einfach, sich mit Charlie zu unterhalten. Er war ein lockerer Typ und das machte ihn wohl gerade so sympathisch und umgänglich. Da hatte ich wohl Glück mit meinem Ausbilder. "Darauf hoffe ich natürlich", gestand ich also und während ich Charlie also folgte, merkte ich, wie er auf eine andere Frau zuhielt, die nicht alleine war. Und als ich erkannte, wer da bei ihr stand, staunte ich alles andere als schlecht. "Martha?", kam es also irritiert von mir und im Gegensatz zu Martha, die nun mit einem Grinsen mir entgegenkam, konnte ich nur weiter verdattert dreinsehen. "D-doch, schon", stammelte ich dann hilflos vor mich her und ich konnte es nicht fassen, dass sie mich schon wieder so leicht aus der Fassung bringen konnte. Aber ich hätte doch auch nie erahnen können, dass wir uns ausgerechnet im selben Drachenreservat wieder über den Weg laufen würden! Viel mehr konnte ich dann aber auch nicht sagen, denn da zog mich Martha in eine Umarmung. Es dauerte einen Moment, ehe ich sie erwiderte, aber natürlich freute ich mich, sie wiederzusehen. Ein leichtes Herzklopfen konnte ich dabei nicht vermeiden.
Ich hatte Charlie Weasley bisher nie gesprochen. Ich hatte ihn nur als älteren Mitschüler aus einem anderen Haus und als Quidditch-Ass gekannt. Ich hatte gegen seine Brüder zwar schon Quidditch gespielt, aber mehr Berührungspunkte hatte ich auch nicht. Aber Charlie zeigte sich schon bei seiner Vorstellung sehr locker. „Hallo, freut mich sehr, dich kennenzulernen, Charlie“, begrüßte ich ihn und musste bei seinen Worten leicht schmunzeln. „Gut zu wissen.“ Hier arbeitete man schliesslich mit Drachen, da waren gewisse Risiken einfach gegeben, aber darauf hatte ich mich schon eingestellt und gegen ein bisschen Nervenkitzel und Aufregung war nichts einzuwenden. „Oh ja, das glaube ich dir. Ich war schon immer von magischen Tierwesen und insbesondere Drachen fasziniert gewesen. Es war also wirklich aufregend gewesen, Drachen im letzten Schuljahr sehen zu können. Auch wenn du mit der artgerechten Haltung Recht hast, das ist mir letztes Jahr auch schon aufgefallen.“ Und das nicht unbedingt im positiven Sinne. Ich hatte meine Klassenkameraden und meinen Geschwister damit dann eine ganze Weile in den Ohren gelegen. „Sehr gerne, ich bin schon neugierig!“ Damit folgte ich Charlie.
Ich war erst vor Kurzem in Rumänien angekommen, dort, wo ich ein erstes Einführungspraktikum im Zuge meines Studiums zum Drachenwärter absolvieren sollte, bevor es dann zur Theorie zurück nach England gehen würde. Nun würde aber erstmal ein erster Aufenthalt im Drachenreservat in Rumänien anstehen und ich war schon sehr gespannt. Nicht nur, dass Rumänien ein neuer und aufregender Kontinent war, freute ich mich schon darauf, mehr über Drachen zu lernen. Von Leuten, die täglich mit ihnen zu tun hatten. Ich hatte mich laut meinen Unterlagen zum Hauptgebäude aufgemacht, wo ich mich mit jemanden treffen sollte, der mich einweisen würde. Ich hatte nicht schlecht gestaunt, als ich den Namen "Charlie Weasley" in meinen Unterlagen gelesen hatte, denn der Name war mir natürlich bekannt. Charlie Weasley war in der Quidditchgeschichte von Hogwarts schließlich eine kleine Legende.
Die Gedanken in meinem Kopf überschlugen sich, aber keiner davon blieb wirklich hängen. Nur die Nachricht, dass Cedric eben tot war, blieb in meinem Gedächtnis haften, obwohl ich es nicht so wirklich wahrhaben wollte. Nie hätte ich mir ausgemalt, dass ich so etwas jemals miterleben würde und schon gar nicht, dass sowas in Hogwarts passieren würde. Ich nahm nur am Rande wahr, dass Martha neben mir, sich bewegte, ich selbst wusste nichts mit mir anzufangen. Selbst die Worte von Dumbledore drangen kaum zu mir durch, zumindest nahm ich sie noch nicht bewusst wahr. Dann spürte ich eine Berührung an meiner Hand und das half mir, aus meinem tranceähnlichen Zustand wieder herauszukommen und dann hatte ich auch schnell erkannt, dass es Martha war, die nach meiner Hand griff. Ich zögerte nicht länger und nahm ihre Hand in meine. Als ich ihr ins Gesicht sah, bemerkte ich die Tränen, die in ihren Augen glitzerten und da wurde mir klar, dass ich mich zumindest ein wenig mehr zusammenreißen musste. Ich war aber froh, dass Martha hier war, das gab mir ein wenig Halt und umgekehrt vermutlich auch so. „Gehen wir“, meinte ich also und drückte Marthas Hand kurz, ehe ich mich langsam in Bewegung setzte und dem Strom der Schüler, die sich bereits auf dem Rückweg ins Schloss machten.
Marthas Worte hatten einen etwas merkwürdigen Beigeschmack, den ich nicht so recht zu deuten wusste, denn wie so oft, war ich mir nicht sicher, ob hinter ihren Worten nicht doch mehr steckte als es zuerst den Anschein machen wollte. Doch würde ich mir darüber erstmal keine Gedanken machen, denn die Geschehnisse unten auf dem Feld nahmen meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Um Harry und Cedric hatten sich inzwischen immer mehr Leute versammelt, sodass die beiden nicht mehr zu sehen waren, doch niemand dort unten machte den Eindruck, als ob ein Anlass zur Freude bestehen würde. Und auch unsere Mitschüler um uns herum, machten einen immer unruhigeren Eindruck, während sie alle durcheinander redeten. Ich brauchte einige Momente, aber schließlich konnte ich verstehen, was geredet wurde und sogleich wünschte ich mir, ich hätte es nicht gehört. „Cedric soll… tot sein…?“, wiederholte ich, als mein Gesicht jegliche Farbe verlor und mir auch noch ziemlich schlecht dabei wurde. Doch ich konnte und wollte es nicht glauben, was da gesprochen wurde, doch diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die Menge. Ich sah immer noch nach unten, allerdings ohne richtig wahrzunehmen, was dort geschah. Ich stand nur da, offenbar unfähig mich irgendwie zu bewegen.
"Ähm... nein...?", entgegnete ich Martha, aber mal wieder deutlich unsicher. Ich wusste auch gar nicht, was Martha nun von mir wollte. So wie sie mir gerade zu verdeutlichen versuchte, dass ich mir offenbar wirklich alles von ihr wünschen konnte, hatte ich eher das Gefühl, dass Martha diejenige war, die die Hintergedanken dabei hatte. Ich zweifelte nicht daran, dass Martha sich gegen den Wetteinsatz wehren würde, sondern eher daran, inwiefern das überhaupt eine gute Idee war. Dass das für mich eine gute Möglichkeit wäre, soweit hatte ich auch noch nicht gedacht. Ihre nächsten Worte waren zwar nicht gerade hilfreich, wenn ich weniger unsicher bzw. verlegen werden wollte, so bildete sich ein leicht rosafarbener Schimmer in meinem Gesicht, doch hatte ich wirklich nichts dagegen, mit Martha weiterhin Händchen zu halten. Und Martha schien das ja auch zu gefallen. Oder sie wollte mich nur weiter ärgern, das konnte ich bei ihr leider nie wissen. "Dann ist es ja gar nicht so schlecht, dass der Sieger noch nicht feststeht", meinte ich dann mit einem leichten Lächeln und dabei hoffend, dass ich Martha nicht schon wieder eine Vorlage gegeben hatte. Aber viele Möglichkeiten, dazu noch etwas zu sagen, gab es dann doch nicht, denn genau in diesem Moment wurde es laut um uns herum und der Ursprung für den plötzlichen Larm war das Auftauchen von Harry und Cedric vor dem Irrgarten. Martha neben mir sprang auf und da wir uns immer noch an den Händen hielten, wurde ich von Martha mithochgezogen und sogleich dann auch in eine Umarmung geschlossen. Ich dachte ausnahmsweise nicht lange nach, sondern erwiderte die Umarmung und drückte Martha an mich. Egal, wer von den beiden nun gewonnen hatte oder ob es beide waren, es war ein Sieg für Hogwarts. Die Wette hatte ich schon wieder verdrängt. Ich fiel in den Jubel mit ein, lachte Martha dabei an und richtete meinen Blick dann für einen Moment nach unten. Vorhin hatte ich nicht viel sehen können und jetzt auch nicht, denn eine Menge Leute sammelten sich um Harry und Cedric, doch irgendwie... Etwas daran schien komisch. Als ob etwas nicht stimmen würde. "Was ist da unten los?"
Offenbar ließ sich dann auch Martha von der Freude über Hogwarts' Sieg mitreißen und zeigte dies mit einem Auflachen. So gefiel sie mir auch schon besser, als sie so bedrückt und befangen zu sehen. Sie kam dann auf die Wette zu sprechen, die wir am Anfang geschlossen hatten und die ich, wie ich zugeben musste, kurzzeitig verdrängt hatte. "Wenn ich ehrlich sein soll, dann weiß ich das noch gar nicht. Ich hätte mir dann schon etwas überlegt", meinte ich und rieb mir verlegen den Hinterkopf, aber ich hätte mir wirklich erst Gedanken darüber gemacht, wenn es so weit gewesen wäre. Als Martha aber meinte, sie wüsste schon etwas, wusste ich nicht, was ich davon halten sollte. Vor allem, als ich ihr Grinsen sah, bei dem ich mir nicht sicher war, wie ich das zu deuten hatte. In diesem Moment wurde mir zwar bewusst, dass wir nun schon eine ganze Weile Händchen hielten, aber da es einerseits auffällig wäre, wenn ich sie wegziehen würde und es andererseits auch gar nicht so schlecht fand, ließ ich meine Hand, wo sie war. "Ach ja?", fragte ich nun wieder ein wenig unsicher nach und wusste nicht, ob ich es jetzt schon tatsächlich wissen wollte, was sich Martha überlegt hatte. Eine Wette war eine Wette, weshalb ich mein Wort wohl auch einhalten würde... "Aber dazu muss Harry ja erstmal gewinnen. Und bisher sind weder er noch Cedric wieder aus dem Irrgarten herausgekommen."
Ich spürte Marthas Blick auf mir und sah zu ihr rüber, wobei ich an meinem Versuch, beruhigend auszusehen, kläglich scheiterte. Ich glaubte Dumbledore zwar, wenn er meinte, es gäbe nichts, worüber man in Panik verfallen müsste, aber eine gewisse Unruhe verblieb dennoch. Marthas Griff um meine Hand wurde stärker und es war ein wenig ungewohnt, Martha in solch einer Haltung zu sehen, dachte ich doch, dass sie sich nicht so einfach aus der Ruhe bringen ließ. Damit, dass ich ihre Hand aber immer noch hielt, wollte ich ihr zumindest deutlich machen, dass sie nicht alleine war. Schließlich wurde Viktor Krum aus dem Labyrinth getragen. "Schwierig zu sagen", antwortete ich Martha langsam. "Ich glaube auch nicht, dass Cedric oder Harry waren... Allerdings ist es ja Krum, der nun raus ist. Wobei es auch gut sein könnte, dass, falls Krum der Angreifer war, sich einer der beiden jur zur Wehr gesetzt hatte." Was jedoch nicht den Ursprung der Schreie von eben klärte. "Vielleicht war es auch ein Zauber, der als Hindernis diente, der Krum ausgeknockt hatte." Wobei das auch nicht gerade einfach zu bewerkstelligen gewesen wäre, auch wenn unsere Lehrer alle außerordentliche Zauberer waren, aber es gab doch vieles, was man zu beachten hatte. Während ich noch überlegte, tröpftelte langsam die Information, dass Cedric und Harry nun die verbliebenen Champions waren in meinen Kopf. "Moment mal... Fleur ist raus und Krum ist raus. Nur noch Cedric und Harry sind übrig... Hogwarts hat damit gewonnen...!", erkannte ich nun endlich, während es Bagman geradezu herumbrüllte und allmählich zeigte sich ein Grinsen auf meinem Gesicht. Die Freude über Hogwarts' Sieg verdrängte die unschönen Gedanken für den Moment.
Ich erwiderte Marthas Grinsen leicht und war nun noch gespannter auf das Ende des Turniers. Wenn ich ehrlich sein sollte, war es mir letztendlich nicht allzu wichtig, ob nun Harry oder Cedric als Sieger hervorgingen, denn so oder so würde es den Sieg für Hogwarts bedeuten. Da ich Cedric allerdings für den erfahreren Zauberer hielt, setzte ich auf, auch wenn sich Harry bisher sehr gut in diesem Turnier behauptet hatte. Sonderlich überzeugt wirkte Martha nicht, als ich versuchte, sie zu beruhigen, aber ich glaubte mir selbst auch nicht so ganz. Dazu hörten sich die Schreie viel zu schrecklich an. Dass ich nach Marthas Hand gegriffen hatte, wurde mir selbst erst bewusst, als sie ihre Finger mit den meinen verschränkte und ihren Blick erwiderte ich etwas unsicher, aber machte keine Anstalten, meine Hand wegzunehmen. Und dann, kurz nachdem die Schreie endlich wieder verstummt waren, tat sich etwas im Labyrinth. "Rote Funken, jetzt fliegt schon wieder jemand raus!", kommentierte ich das Erscheinen des roten Lichts, wobei das anhand von eben Gehörten nicht weiter verwunderlich schien. Blieb nur die Frage offen, welcher Champion es war und was ihm zugestoßen war.
Ich war mir nicht sicher, ob mir der Wetteinsatz so gut gefiel, denn wenn ich verlieren sollte, könnte das ziemlich blöd für mich enden. Andererseits, wenn ich die Wette gewinnen würde... Ich wollte jetzt keinen Rückzieher machen, also stimmte ich zu. "Okaaaaay, ich bin einverstanden", sagte ich zwar etwas langgezogen, aber doch recht bestimmt. Dass Martha auf Harry wetten würde, hatte ich mir schon fast gedacht. Ich konnte zwar nicht gerade sagen, wer als Erstes ausscheiden würde, aber ich würde zumindest nicht auf Fleur setzen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich Martha damit nicht glücklich machen würde. Aber selbst wenn Fleur in den bisherigen Runden die Jury nicht so sehr überzeugen konnte, fand ich ihre Zauber von allen bisher am besten gewählt und ausgeführt. "Gut, ich halte dagegen und setze auf Cedrics Sieg", meinte ich also. Dass es besser war, meine Unterstützung für Fleur nicht direkt auszusprechen, merkte ich, als sie bei meinen Worten hinsichtlich Fleur böse guckte. Was mich dann leicht nervös werden ließ, aber offensichtlich besänftigten sie meine darauffolgende Worte und sie strahlte mich dann geradezu an, woraufhin ich ein wenig rot wurde. "N-natürlich!", bestätigte ich also nochmal, vielleicht zu kräftig, aber ich wollte Martha wirklich nicht auf falsche Gedanken bringen. Oder sie verärgern. Lange konnte ich mir den Kopf aber nicht darüber zerbrechen, denn auf einmal erhallten markerschütternde Schreie aus dem Labyrinth, die mir eine Gänsehaut einbrachten. Ich versteifte auf meinem Sitz, denn die Kommentare Bagmans machten es nicht besser. Folter?! Das konnte doch nicht sein!, dachte ich entsetzt und als ich zu Martha sah, schien diese auch mehr als nur schockiert zu sein. "Ich weiß es nicht... Aber wenn Gefahr im Verzug sein sollte, dann würde bestimmt einer der Lehrer eingreifen", versuchte ich Martha zu beruhigen und griff in einem Instinkt nach ihrer Hand.
Ich hatte kurz die Befürchtung gehabt, dass Martha etwas sagen wollte, was ich vermutlich weniger lustiger gefunden hätte. Entgegen meiner Befürchtung kam jedoch nichts in diese Richtung. "Eine Wette?", wiederholte ich, aber war nicht uninteressiert. "Okay, von mir aus! Darüber, wer als Sieger hervorgehen wird?" Während der ersten paar Minuten hatte ich meinen Blick stur auf das Labyrinth gerichtet, denn Marthas Blick auf mir konnte ich eindeutig spüren, aber tat so, als ob ich nichts davon merkte. Obwohl ich mich durchaus ein wenig unwohl dabei fühlte. Die Action im Irrgarten lenkte sie aber immerhin dann genügend ab. "Unglaublich, dass sie so eines aufgetrieben haben!", stimmte ich in Marthas Begeisterung über das Graphorn mit ein. Magische Tierwesen interessierten mich allgemein eben sehr. Aber es war auch sehr bemerkenswert, wie Fleur damit umgegangen war. Apropos Fleur... Offenbar hatte Martha mein Kommentar über sie nicht sonderlich gefallen, das sagte mir etwas an ihrer Stimme und ihrem Blick. Es schien eine versteckte Bedeutung dahinter zu stecken, über die ich mir nicht so sicher war. "Wie meinst du das?", wollte ich mit leichter Unsicherheit in der Stimme wissen, ehe ich mich auch noch zu erklären versuchte. Denn, dass Martha offenbar nicht so gut auf Fleur zu sprechen war, sollte ich eigentlich seit dem Weihnachtsball wissen. "Also, weißt du... Ich finde es nur schade, dass Fleur raus ist, weil sie eigentlich eine ziemlich gute Hexe ist und einige beeindruckende Zauber beherrscht. Ich bin natürlich nicht dafür, dass sie gewinnt oder... Dass ich sie dir vorziehen würde..." Zum Ende ließ meine sonstige Wortsicherheit ziemlich nach und ich war mir auch gar nicht so sicher, ob ich mich schon wieder etwas Falsches gesagt hatte. Bei Martha musste ich echt aufpassen.
Ich hatte so gebannt auf den Irrgarten gesehen, dass ich Marthas Kommen gar nicht bemerkt hatte. Erst als sie sich neben mich setzte und mich begrüßte, wurde ich auf sie aufmerksam und ein leichtes, schreckhaftes Zusammenzucken konnte ich leider nicht verhindern. "Martha!", entfuhr es mir überrascht, auch wenn ich mich durchaus freute, sie zu sehen. Trotz dessen, dass sie mich in letzter Zeit ein wenig zu oft auf meine Kosten neckte. "Schön... dich zu sehen. Dann können wir das Finale des Turniers wohl gemeinsam verfolgen", brachte ich dann noch ein paar Wörter mehr heraus. Als Gryffindor war für Martha vermutlich Harry der Favorit, während ich eher zu Cedric tendierte. Harrys Teilnahme wirft für mich einfach zu viele Rätsel auf, als dass ich ihn zu 100% unterstützen könnte. Nachdem die Champions alle den Irrgarten betreten hatte, war es eine Weile ziemlich still gewesen, als an mehreren Stellen des Labyrinths etwas los zu sein schien. "Wow, da haben die Champions ja starke Gegner bekommen", merkte ich beeindruckt an und wusste gar nicht, wo ich jetzt hinsehen sollte, damit ich auch ja alles mitbekam. "Aber sie kommen wohl ganz gut damit zurecht." Fleur hatte ziemlich elegant ein Graphorn zu Fall gebracht, Krum schien sich seinen Weg rabiat freizusprengen und auch Cedric konnte sich einen Weg an seinem Gegner vorbeibahnen. Die Aufgabe war auch bereits eine ganze Weile am Laufen, als zuerst ein lauter Schrei ertönte, kurz darauf Funken am Himmel erschienen und einige Minuten darauf wurde Fleur aus dem Labyrinth getragen. "Damit ist Fleur wohl raus. Eigentlich schade, sie war echt nicht schlecht", sprach ich meine Gedanken dabei - vermutlich ein wenig unbedacht - aus.
Ich war sehr beeindruckt von den riesigen Hecken, die auf dem Quidditchfeld gewachsen waren und kam nicht umhin zu überlegen, welche Art von Magie in diesem Irrgarten auf die Champions erwarten würde. Bestimmt verschiedenste Bereiche, damit die Champions all ihre Fähigkeiten zeigen konnten. Ich suchte mir also einen guten Platz auf den Tribünen und wartete dann gespannt den Beginn der Aufgabe ab. Den Champions spendete ich allen Beifall, allen voran aber Cedric und Harry, welche natürlich unsere Schule vertraten. Nach und nach betraten die Champions den Irrgarten und ihre Positionen waren soweit nur durch die hellen Flecken auszumachen, die vermutlich von ihren Zauberstäben kamen.
Die UTZ-Prüfungen hatte ich recht ordentlich und mit einem guten Gefühl hinter mich gebracht. Sicherlich würde ich nicht alle Fächer bestehen, aber bei denen, auf die es ankommt, machte ich mir nicht allzu viele Sorgen. Ich durfte mich nämlich um etwas anderes sorgen und zwar Martha. Ich konnte nämlich nur schwer leugnen, dass ich unter Umständen vielleicht ein wenig mehr als bloße Freundschaft für sie empfand. Seitdem ich ihr Nachhilfe gab, hatte ich sie ziemlich gut kennengelernt und Seiten an ihr entdeckt, die ich davor nicht gekannt oder gar vermutet hatte. Nur verunsicherte mich Martha ziemlich, weshalb ich stets versuchte, mir nichts von meinen Gefühlen anmerken zu lassen, was mir Martha nicht gerade einfach machte. Ihre Neckereien hatten zugenommen und ich wusste nicht, ob sie das machte, um mich zu ärgern oder ob sie andere Gründe dafür hatte. Darüber hatte ich mir in letzter Zeit ziemlich oft den Kopf zerbrochen, vor allem, seitdem die Prüfungen vorbei waren. Vielleicht würde ich heute Abend auf andere Gedanken kommen, denn die letzte Aufgabe des Trimagischen Turniers stand noch an und darauf war ich schon sehr gespannt. Ich begab mich abends also in die Große Halle zum Essen und danach mit dem Rest der Schule zum Quidditch-Feld hinunter.