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Rosalie Sanders
5. Jahrgang / Slytherin
Beiträge: 222 | Punkte: 629 | Zuletzt Online: 01.10.2026
Geburtsdatum
29. Mai 1995
Registriert am:
29.08.2020
Beschreibung


Name: Rosalie Freya Sanders
Alter: 15
Geburtstag: 03.12.1979
Avatar: Freya Tingley
Aussehen: Rosalie hat lange, dunkelbraune Haare, die eigentlich lockig sind, von ihr aber geglättet werden. Ihre Augenfarbe ist ein schwer zu bestimmender Grün-Grau-Ton und ihre Haut ist recht blass. Sie ist mit ihren 1,62cm ziemlich klein und außerdem recht zierlich, mit weiblichen Kurven. Sie hat immer einen leichten Schmollmund und sieht sehr unschuldig aus.

Charakter: Rosalie wirkt auf den ersten Blick ziemlich schüchtern und zurückhaltend. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern beobachtet lieber alles aus sicherer Entfernung. Anderen begegnet sie grundsätzlich freundlich und höflich. Allerdings sollte man sich von diesem ersten Eindruck nicht täuschen lassen. Rosalie kann sehr manipulativ sein und sie hat eine gute Menschenkenntnis, die sie dafür ausnutzt. Außerdem kann sie sehr gut lügen. Sie ist stets auf ihren eigenen Vorteil bedacht und ihre Freundlichkeit ist oft nur gespielt. Sie hat dabei immer Hintergedanken - und wenn es nur ist, dass sie sich einen möglichen Vorteil durch eine Bekanntschaft nicht verspielen will. Sie ist auch sehr gut darin, Schwierigkeiten zu vermeiden und sich stets aus allem herauszureden.
Sie lässt sich ihre Gefühle im Allgemeinen nicht anmerken, auch vor ihren Freunden nicht. Stattdessen verbirgt sie sie hinter sarkastischen Sprüchen und Scherzen, sobald man darauf zu sprechen kommt. Wer sie näher kennt, durchschaut dies zwar, doch auch dann ist es schwierig, eine ehrliche Antwort nach ihrem Befinden zu erhalten. Auf dieselbe Weise ist sie auch für ihre Freunde da: Sie macht sich sarkastisch über sie lustig, hat aber immer ein offenes Ohr für sie und meistens gute Ratschläge parat. Außerdem ist sie sehr loyal. Diese Seite bekommen aber wirklich nur ihre engeren Freunde zu Gesicht, vor allen anderen bewahrt sie ihr freundliches, oberflächliches Getue.
Wegen ihrer Art würde man auch kaum vermuten, wie sensibel sie eigentlich ist. An sich ist sie aber ein sehr emotionaler Mensch, der Angst davor hat, verletzt zu werden, und sich trotzdem gerne mal zu leicht auf einen anderen Menschen einlässt, da sie ein starkes Bedürfnis nach Zuneigung hat - was sie selbst an sich allerdings nicht ausstehen kann.
Sie kann durchaus auch fies werden, eben dann, wenn jemand sich als nutzlos für sie erweist oder wenn sich andere Vorteile für sie daraus ergeben. So quält sie gerne auch mal die Gryffindors, weil sie weiß, dass sie damit bei ihren Hauskameraden besser ankommt.
Durch ihre Art hat man somit gerne einmal das Gefühl, dass jedes Mal ein ganz anderer Mensch vor einem steht als beim letzten Mal und Rosalie selbst nie wirklich zu fassen ist. Während ihre Freunde sie als sarkastisch und schlagfertig kennen, halten die meisten anderen sie für ein liebes, etwas schüchternes Mädchen, wobei es gerade bei den jüngeren der Gryffindors wohl einige gibt, die vor ihren Attacken regelrecht Angst haben.
Rosalie ist eine gute Autodidaktin, wenn sie etwas lernen will, bringt sie es sich selbst bei, und geht dabei auch entsprechend zielgerichtet vor. Sie lernt allerdings selten aus reiner Freude etwas Neues, sondern, weil sie sich davon etwas Nützliches erhofft. Außerdem hasst sie es, unvorbereitet in eine Situation zu geraten, und bereitet sich dementsprechend möglichst gut auf alles vor. Sie hat somit auch ziemliche Probleme mit Überraschungen.



Blutstatus: Halbblut
Familie: Ihre Eltern kommen beide aus den USA, wo Rosalie auch geboren wurde und teilweise aufgewachsen ist. Ihr Vater ist ein Halbblut und ihre Mutter muggelstämmig. Nachdem ihr Vater ein Jobangebot in England erhalten hat, ist die Familie nach Großbritannien umgesiedelt, wo Rosalie pünktlich zum ersten Jahr in Hogwarts eingeschult wurde. Sie hatte sich vorher bereits einiges über die Schule angelesen und als sie nach Slytherin einsortiert wurde, war ihr bewusst, dass sie dort mit ihrem Blutstatus Schwierigkeiten haben würde, weswegen sie vor allen dort behauptet, dass sie ein Reinblut wäre - was ihr geglaubt wird, da ihre Familie ja aus Amerika kommt.


Haustier: /
Hobbies: Lesen, Lernen, Zaubererschach, mit ihren Freunden Zeit verbringen und lästern
Berufswunsch: weiß sie noch nicht genau



Zauberstab: Rotholz, Curupirahaar, 13 Zoll, überraschend schwungvoll
Patronus: (erst ab der sechsten Klasse) Seewespe, kann ihn noch nicht
Irrwicht: Blitze und Donner (sie hat Angst vor Gewitter)


Haus: Slytherin
Jahrgang: 4.
Posten / Beruf: /
Quidditch: Interessiert sie nicht und sie ist nur bei den Spielen, weil es von ihr erwartet wird.


Lieblingsfach: Zauberkunst, Wahrsagen, Arithmantik
Hassfach: Kräuterkunde
Wahlfächer: Wahrsagen und Arithmantik

Freunde: Sie hat ein paar engere und einige weniger enge Freunde, zu denen auch Salome und Aileen gehören. Außerhalb der Schule ist sie mit einigen Muggeln aus ihrer Nachbarschaft befreundet, aber das ist natürlich ein Geheimnis.
Feinde: einige Gryffindors



Wichtige Ereignisse der Vergangenheit: Der Umzug nach England, ihre Auswahl nach Slytherin

Was passiert mit dem Charakter, sollte er gelöscht werden? (nur bei OCs):
Ihre Familie würde zurück nach Amerika gehen und sie würde dort die Schule besuchen.
Geschlecht
keine Angabe
    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Pokalzimmer" geschrieben. 01.10.2026

      Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen, als Hunter sich von der Wand abstieß und mir die Hand reichte. Mit einem breiten Lächeln ergriff ich sie, und diesmal fiel mir nicht einmal ein sarkastischer oder besonders frecher Spruch ein, so erleichtert war ich. "Es freut mich auch sehr", sagte ich also nur ehrlich und drückte seine warme Hand fest. Und noch erleichterter war ich, als er auf meinen Vorschlag tatsächlich einging. Dieses Gefühl wurde allerdings schnell durch ein aufgeregtes Kribbeln ersetzt, als er sanft über meinen Arm strich und dabei den Blick nicht von mir wandte. "Dann sind wir uns einig?", fragte ich ebenso leise und trat noch etwas näher, um meine Arme um ihn legen zu können. Während ich zu ihm aufsah, hatte ich zum Teil immer noch die Befürchtung, dass er mich doch noch abweisen würde, und mein Herz klopfte gleichermaßen vor Angst wie vor Aufregung ob seiner Nähe deutlich schneller.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Pokalzimmer" geschrieben. 01.03.2026

      Endlich schien Hunter zu verstehen. Dachte ich zumindest, bis er weitersprach und dabei eine ziemlich abweisende Haltung einnahm. "Für mich bestand Hogwarts tatsächlich bisher nur aus Slytherins", widersprach ich ihm. "Es ist ja nicht so, als wären die anderen Häuser so erpicht auf Freundschaften mit uns." Gut, dazu hatte ich sicher auch meinen Teil beigetragen. Aber davon wusste Hunter wohl zum Glück nichts, sonst würde er kaum hier stehen und mit mir reden. Bei seinen Worten spannte ich mich an. Überzeugt klang er nicht. "Nun... Ja", gab ich zu. "Ich sehe aktuell keinen anderen Weg." Ich schloss den Abstand wieder, der sich zwischen uns gebildet hatte, und sah lächelnd zu ihm auf. "Aber das könnte doch auch aufregend sein, oder? Hier im Schloss herumzuschleichen, uns in verborgenen Ecken zu küssen..." Ich verhielt mich gerade vermutlich nicht sehr fair, aber ich würde Hunter nicht einfach so ziehen lassen, wenn noch eine Chance bestand, ihn zu überzeugen.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Pokalzimmer" geschrieben. 06.01.2026

      Entweder lag es daran, dass er nicht in Slytherin war, oder dass er ein Junge war, Hunter zeigte sich jedenfalls erstaunlich ahnungslos. "Wenn sie mich nicht leiden können, machen sie mir das Leben zur Hölle", erklärte ich ihm geduldig. "Oder andere, wenn sie merken, dass ich in meinem Haus keine Freunde habe und ... allein bin." Das war das, wovor ich eigentlich am meisten Angst hatte. Allein zu sein. Auch wenn ich diese Schwäche an mir nicht ausstehen konnte. Als Hunter nun behauptete, ich würde ihn abservieren wollen, sah ich ihn geschockt an. "Was? Nein!" Ich hatte solche Sorge gehabt, dass er mich ablehnen würde, nachdem er wusste, wie ich alle anlog, dass ich daran nicht einmal gedacht hatte. Aber gewissermaßen machte es durchaus Sinn, immerhin hatte er das Potential, meine ganze Geschichte auffliegen zu lassen. Aber ich wollte nicht. "Wir können uns doch trotzdem sehen", schlug ich deswegen stattdessen vor, auch wenn mir bewusst war, dass das schwierig werden würde. Auch, weil er mein Verhalten offensichtlich nicht gut hieß.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Pokalzimmer" geschrieben. 04.01.2026

      "Natürlich ist mir das in den Sinn gekommen", widersprach ich Hunter und verdrehte die Augen. "Freundinnen in anderen Häusern bringen mir nur reichlich wenig, wenn die Mädchen aus meinem eigenen Schlafsaal mich nicht leiden können." Hunters nächste Worte saßen allerdings, damit hatte er einen wunden Punkt getroffen. Ich presste die Lippen zusammen und schwieg. Als er mein Verhalten als beeindruckend, aber besorgniserregend bezeichnete, schnaubte ich. "Glaub mir, in Slytherin gibt es weitaus Besorgniserregenderes als ein paar Lügen", versicherte ich ihm sarkastisch, um zu verstecken, dass er mich damit getroffen hatte. Ich hatte mich ihm definitiv nicht als chronische Lügnerin präsentieren wollen, wusste aber auch nicht, wie ich diesen Eindruck wieder gutmachen sollte. Immerhin entzog er mir nicht seine Hände, sondern wirkte immer noch aufgeschlossen für meine Berührung. Davon ermutigt, rückte ich näher an ihn heran. "Danke", sagte ich leise und sah mit einem möglichst unschuldigem Augenaufschlag zu ihm hoch.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Pokalzimmer" geschrieben. 04.01.2026

      Hunter reagierte, wie erwartet, nicht gerade positiv auf meine Enthüllung. "Es war die beste Vorgehensweise", verteidigte ich mich. "Es war auch so schon schwer genug. Die anderen kannten sich bereits alle von irgendwelchen Familienfeiern und Bällen und was weiß ich. So hatte ich zumindest eine Chance, Freundinnen zu finden." Und ich hatte gedacht, mit Salome Beaufort einen guten Fang gemacht zu haben. Inzwischen war ich mir da allerdings nicht mehr so sicher. Ich zuckte mit den Schultern. "Teilweise, ja. Aber das muss ich in der Muggelwelt ja auch." Wobei es durchaus schwerer war, als erwartet. Immer wieder musste ich erklären, wieso meine Familie keine Kontakte zu der Reinblüter-Gesellschaft in Großbritannien suchte, oder Fragen zu den Reinblüter-Gepflogenheiten in den USA beantworten. Ich hatte viel mehr darüber recherchieren müssen, als mir lieb gewesen war. Und jetzt drohte alles zusammen zu brechen, weil ich einem Muggel-Jungen in den Ferien näher gekommen war. "Bitte, du darfst das niemandem erzählen", forderte ich deswegen eindringlich von Hunter und griff nach seinen Händen.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Pokalzimmer" geschrieben. 03.01.2026

      Ich seufzte. Es war offensichtlich, dass Hunter nicht in Slytherin war, sonst würde er das nicht fragen. Die Versuchung war groß, mit Sarkasmus zu antworten, doch ich biss mir auf die Zunge. Das würde der Situation wohl kaum helfen. "Es ist nicht komplett ausgedacht", erzählte ich also lieber offen. "Ich bin wirklich aus den USA. Als wir nach England gezogen sind und es hieß, dass ich nach Hogwarts kommen soll, habe ich mich so gut wie möglich über die Schule informiert. Und als ich dann in Slytherin einsortiert wurde, wusste ich schon, dass ich dort als Halbblut keinen einfachen Stand haben würde. Also habe ich ein wenig... geflunkert." Und ich hätte nie gedacht, dass ich auf diese Weise auffliegen würde. Eher hatte ich Sorge wegen Salomes Cousine Aileen gehabt, die sich so wahnsinnig gern mit Genealogie auseinander setzte. Nur interessierte sie sich glücklicherweise nicht wirklich für die USA und noch weniger für Salomes Freundinnen.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Pokalzimmer" geschrieben. 12.11.2025

      Richtig sauer wirkte Hunter nicht, zumindest bis jetzt. Also lächelte ich ebenfalls leicht, meine Anspannung verschwand allerdings nicht. Auch nicht, als er auf mich zukam und mich anstupste, so lieb ich das auch fand. Er würde seine Meinung bestimmt schnell ändern, wenn er erst einmal alles wusste. Aber leider führte kein Weg daran vorbei, ihm alles zu erzählen, wenn ich nicht wollte, dass er mich doch noch bloßstellte, und sei es nur aus Versehen. Ich holte tief Luft. "Das wissen die anderen aus meinem Haus aber nicht", fuhr ich fort, ohne auf seinen Scherz einzugehen. "Sie denken, dass ich aus einer unantastbaren Reinblutfamilie aus Amerika stamme."

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Pokalzimmer" geschrieben. 12.11.2025

      Ich blieb vor Hunter stehen, der zwar lächelte, aber nicht so zugänglich wirkte, als dass ich mich getraut hätte, ihn zu umarmen. Und er kam gleich so direkt zur Sache, dass es mir für einen Moment die Sprache verschlug. Aber gut, er war eben nicht auf den Kopf gefallen, was ich ja eigentlich an ihm mochte. "Smalltalk ist wohl wirklich nicht dein Ding", stellte ich trocken fest, nachdem ich mich wieder etwas gefangen hatte. Sarkasmus war ein super Mittel, um zu verhindern, dass jemand merkte, was wirklich in einem vorging. Mir war jedoch klar, dass er mich damit wohl nicht davon kommen lassen würde. "Du hast ja wohl gemerkt, dass ich in Slytherin bin", fing ich also zögerlich an, mich zu erklären. "Und nach der Art, wie wir uns kennen gelernt haben, dürfte dir auch bewusst sein, dass ich keine Reinblüterin sein kann." Es wäre zwar leichter gewesen, ihm gegenüber zu behaupten, ich dürfe als ein Mädchen aus Slytherin keine Beziehung mit ihm eingehen, doch damit würde er sich wohl kaum abspeisen lassen. Dass seine Schuluniform ihn als Ravenclaw auswies, bestätigte mir diese Einschätzung nur.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Pokalzimmer" geschrieben. 12.11.2025

      Ich war ein wenig zu spät, da ich Nasenbluten hatte vortäuschen müssen, um von Salome und Violet wegzukommen. Den Weg zum Pokalzimmer hatte ich im Laufschritt hingelegt, und erst vor der Tür hielt ich inne, um einen kurzen Moment eine Pause zu machen. Ich wollte nicht völlig außer Atem ankommen. Dann öffnete ich die Tür einen Spalt und schlüpfte schnell hinein, bevor mich noch jemand entdeckte. Hunter war schon da, und bei seinem Anblick verspürte ich eine nervenzerreibende Mischung aus freudiger Aufregung, Nervosität und dem Wunsch, mich unsichtbar zu machen. "Hey", begrüßte ich ihn leise, nachdem ich die Tür hinter mir geschlossen hatte.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Gemeinschaftsraum" geschrieben. 05.11.2025

      Timeskip zum 03. September 1995

      Ich hatte seit unserer Begegnung im Zug kaum etwas anderes tun können, als Panik wegen Hunter zu schieben. Am ersten Abend in Hogwarts hatte ich aufgrund des Festessens keine Möglichkeit mehr gehabt, ihm eine Nachricht zukommen zu lassen. Und gestern war der erste Schultag gewesen, der erschreckend voll gepackt gewesen war und kaum Zeit zum Nachdenken geboten hatte. Außerdem war Salome die ganze Zeit in meiner Nähe gewesen und so schlecht gelaunt, dass ich es nicht wagte, irgendwas zu tun, was sie nicht sehen sollte. Doch jetzt war Salome früher ins Bett gegangen als sonst, angeblich, weil sie Kopfschmerzen hatte, und Violet war mit sich selbst beschäftigt. Also verzog ich mich in eine ruhige Ecke im Gemeinschaftsraum und kritzelte eilig eine Nachricht an Hunter.

      --> Pokalzimmer

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Sherborne" geschrieben. 20.09.2025

      Ich lächelte breit. "Sieht ganz so aus." Ich nahm einen Schluck von meiner Cola und versuchte, in Hunters Worte nicht zu viel hinein zu interpretieren. Wobei Hunter diesen Versuch sogleich zunichte machte, als er nicht nur keine Freundin erwähnte, sondern mich auch gleich zum Schachspielen einlud. "Oh, das würde mich freuen!", stimmte ich sofort zu, ganz vergessend, dass ich eigentlich cool und unbeteiligt hatte wirken wollen. "Ich kann dir ja mal meine Nummer aufschreiben." Wobei ich dann hoffen musste, dass meine Eltern nicht zufällig ans Telefon gingen. Ich tastete meine Jackentasche nach einem Zettel und Stift ab, fand aber nichts, weswegen ich mich suchend umsah und auf dem Kühlschrank fündig wurde. Schnell kritzelte ich ihm meine Nummer auf. Beim Handlesen zeigte Hunter sich offen, also ergriff ich seine Hand vorsichtig und strich sanft über die Linien seiner Handfläche. "Das hier ist deine Lebenslinie", erklärte ich ihm und fuhr die entsprechende Linie nach. "Sie ist tief, also solltest du keinen allzu großen Schwierigkeiten in deinem Leben begegnen. Es gibt mehrere Zweige, die nach oben zeigen, also stehen dir positive Veränderungen bevor." Ich fuhr die Linie weiter entlang. "Ein Zweig zeigt auch nach unten, also wirst du irgendwann eine schwierige Zeit durchmachen. Aber so, wie der Rest der Linie aussieht, wird sie nicht anhalten." Ich ging über zur nächsten Linie. "Das ist deine Kopflinie. Sie ist tief und gerade, was für eine hohe Intelligenz und Neugierde steht. Außerdem hast du feste Ideale. Sie ist aber auch recht kurz, also bist du eher entscheidungsfreudig, als lange zu überlegen." Ich grinste. "Manche würden es auch als impulsiv bezeichnen." Innerlich lobte ich mich gerade für diese Idee. Es war eine super Möglichkeit, Hunter näher zu kommen und zugleich mehr über ihn herauszufinden. "Und das hier ist deine Herzlinie", fuhr ich dann fort. "Sie ist nicht so tief wie die anderen Linien, du schätzt also deine Unabhängigkeit. Aber sie ist auch nicht wirklich flach, gegenüber denen, die dir wirklich wichtig sind, bist du also loyal. Sie ist außerdem kurvig und hat mehrere Vergabelungen, du bist also offen mit deinen Gefühlen, kannst sie aber auch mit deiner Logik in Einklang bringen." Ich hielt einen Moment inne. "Hier ist die Linie unterbrochen", sagte ich dann und strich über die entsprechende Stelle. "Du wirst also irgendwann an einen Punkt kommen, an dem du ein paar emotionale Probleme bekommen wirst. Vielleicht eine unglückliche Liebe, oder Schwierigkeiten in einer Beziehung." Ich lächelte ihn ermutigend an. "Aber wenn ich mir deine Lebenslinie so anschaue, dürfte dich das nicht allzu lange aus der Bahn werfen." Ich ließ seine Hand wieder los. "Und, wie richtig liege ich?", fragte ich scherzend, obwohl ich mir sehr sicher war, die Linien richtig interpretiert zu haben.

      --> Schuljahr 1995/96

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Sherborne" geschrieben. 13.07.2025

      "Lustig, meine Eltern waren auch auf einem Internat. Zwar in den USA, aber das Konzept scheint sie überzeugt zu haben", erzählte ich grinsend. Meines Wissens gab es aber auch keine Zaubererschulen, die kein Internat waren. Ich war sehr erleichtert, als Hunter in meinen Hobbys nichts Langweiliges zu sehen schien, sondern sie sogar teilte. "Das passt ja", meinte ich lachend. "Und mit wem spielst du dann Schach?", versuchte ich, möglichst nicht zu auffällig herauszufinden, ob er vielleicht doch eine Freundin hatte, auch wenn es bisher nicht den Anschein gemacht hatte. Bei seiner Nachfrage zuckte ich möglichst nonchalant mit den Schultern. "Mal mehr, mal weniger. Es ist eine Gabe, die nicht immer die zuverlässigste ist", erzählte ich geheimnisvoll. Was ja auch stimmte, auch wenn Trelawney meinte, dass ich ein ziemliches Talent dabei zeigte. Bei seiner Nachfrage grinste ich. "Sehr sogar." Er erzählte noch von den Sprotarten, die er machte. Kurz hatte ich den Eindruck, er würde gleich "Quidditch" sagen, aber das war natürlich albern. Da mir die Sportarten, die er nannte, nur theoretisch etwas sagten, beschloss ich, lieber ein Ablenkungsmanöver zu starten. Ich streckte auffordernd die Hand aus. "Wenn du möchtest, kann ich dir aus der Hand lesen." Diese Art der Zukunftsvorhersage war im Unterricht zwar noch nicht dran gekommen, aber ich hatte ein Buch dazu in der Bibliothek gefunden.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Sherborne" geschrieben. 18.05.2025

      "Na dann, gib gerne Bescheid, wenn du wieder meine Hilfe möchtest", gab ich grinsend zurück. Für die Antwort auf meine Frage erntete er einen überraschten Blick meinerseits. "Das ist ja ein lustiger Zufall", stellte ich fest. "Von meinen Freunden hier geht sonst niemand auf ein Internat." Wie so ein Muggel-Internat wohl aussah? Soweit ich wusste, war es ziemlich teuer, also musste Hunters Familie ziemlich wohlhabend sein. In Salomes und Violets Gegenwart hätte ich das als Pluspunkt verbucht, hier jedoch kümmerte mich das nicht weiter. Bei Hunters nächsten Worten wanderten meine Gedanken kurz zu meinem eigenen Schuljahr, doch ich schob es schnell wieder beiseite. "Ja, das Internatsleben ist nicht immer ganz ohne", meinte ich mit mitfühlendem Ton, verzichtete aber auf weitere Nachfragen. Hunter schien ebenfalls von dem Thema wegkommen zu wollen. "Ähm...", begann ich ganz eloquent, während ich überlegte, was für Hobbys Hunter wohl gut finden würde. Und bemerkte prompt, dass ich von Muggel-Jungs und ihren Vorlieben absolut keine Ahnung hatte. "Ich lese gerne, und ich spiele gern Schach", erzählte ich also wahrheitsgetreu, und merkte im selben Moment, dass ich damit wie eine langweilige Streberin klang. Na toll! "Und wenn ich besonders gut drauf bin, sage ich Menschen ihre Zukunft voraus", behauptete ich also und zeigte Hunter ein schelmisches Grinsen, das es ihm schwer machen würde, zu erkennen, wie ernst ich es meinte. Es war ja auch nicht gelogen, schließlich war Wahrsagen eines meiner Lieblingsfächer. Und von meiner Mutter wusste ich, dass Muggel auch Wahrsager hatten, nur dass sie bei ihnen als mysteriös und vielleicht auch ein wenig verrückt galten. Das war auf jeden Fall ein guter Kontrast zu meinem Auftritt als langweilige Streberin von eben. "Und was treibst du so, wenn du frei hast?", gab ich die Frage dann an Hunter zurück.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Sherborne" geschrieben. 10.04.2025

      "Tja, ich bin eben sehr begabt", gab ich mit einem Lachen zurück. "Trotzdem hoffe ich für dich, dass ich mein Talent nicht noch öfter auf diese Art einsetzen muss." Wobei Karen ja augenscheinlich gerade Ruhe gab. Ich grinste und folgte ihm durch die Menge, was leicht war, solange ich mich in Hunters Windschatten hielt, der ein großes Stück größer und breiter als ich war. Ich hatte so auch Gelegenheit, seine Statur von hinten eingehend zu bewundern, und kam zu dem Schluss, dass er auf Hogwarts genau die richtige Figur für einen Quidditchspieler hätte, als Jäger oder Treiber. Nicht, dass ich mich für Quidditch groß interessierte, aber wenn man zwangsweise jedes Spiel besuchte, bekam man trotzdem einiges mit. Ob Hunter wohl irgendeinen Muggelsport spielte? Ich beschloss, ihn zu fragen, wenn sich die Gelegenheit ergab. In der Küche überlegte ich kurz, ob ich mir ein Bier nehmen sollte, entschied mich aber erleichtert dagegen, als ich sah, dass Hunter nach einer Limo griff. Hätte er sich ein Bier genommen, hätte ich es ihm gleich getan, auch wenn ich bereits wusste, dass mir Muggelbier nicht schmeckte, so holte ich mir stattdessen eine Cola, mit der ich deutlich zufriedener war. "Bin ich, ja, aber ich bin nur in den Ferien hier, weil ich auf ein Internat gehe", erklärte ich ihm und entdeckte den Flaschenöffner, mit dem ich erst meine Cola öffnete, um ihn dann an Hunter weiterzureichen. "Und was ist mit dir?", fragte ich ihn neugierig zurück. "Bist du von hier, oder machst du hier Urlaub?"

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Sherborne" geschrieben. 10.03.2025

      Ich lachte ebenfalls und kam zu dem Schluss, dass er mir sympathisch war. Auch wenn ich vorsichtig sein sollte, mir nicht zu schnell zu große Hoffnungen zu machen. Die Erfahrungen im letzten Schuljahr hatten mich das eindringlich gelehrt. "Schön, dich kennenzulernen, Hunter", meinte ich schmunzelnd. Bei seiner Frage schüttelte ich lächelnd den Kopf. "Das war das erste Mal. Aber ich bin gut im Improvisieren." Das musste ich in Slytherin ja auch sein. "Sehr gerne", stimmte ich seinem Angebot zu und konnte meine Freude darüber nicht ganz verbergen. Ich hatte gehofft, Hunter noch besser kennenlernen zu können, und er schien es ähnlich zu sehen. Da ich jedoch nicht alleine herumstehen und auf ihn warten wollte, schlug ich vor: "Am besten begleite ich dich aber, nicht dass Karen noch eine spontane Entführungsaktion startet."

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Sherborne" geschrieben. 09.03.2025

      Ich bekam eine leichte Gänsehaut, als mein angeblicher Freund mir sanft über den Arm strich, ließ mir aber nichts anmerken. Dafür schenkte ich ihm ein verträumtes Lächeln als Reaktion auf seine Worte. Ich konnte regelrecht spüren, was für Giftpfeile Karen gerade mit ihren Augen verschoss, ignorierte sie aber. Und schließlich verschwand sie tatsächlich. Ich wartete noch, bis sie außer Sicht war, dann ließ ich den Jungen los. "Gern geschehen", meinte ich grinsend. "Ich konnte dich da ja schlecht alleine lassen, du wärst sie nämlich sonst für den Rest des Abends nicht mehr losgeworden. Vielleicht auch darüber hinaus." Karens Hartnäckigkeit nahm teilweise gruselige Ausmaße an. Jetzt musste ich auch lachen. "Rosalie", stellte ich mich vor. "Und du bist?" Irgendwie kam er mir bekannt vor, also war er mir vermutlich hier schon einmal über den Weg gelaufen. Er gehörte aber offensichtlich nicht zu meiner engeren Freundesgruppe, also vermutlich bei irgendeiner Party.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Sherborne" geschrieben. 04.03.2025

      Kurz dachte ich, der Junge würde meinen Rettungsversuch ganz idiotisch auffliegen lassen, doch er fing sich. Und zwar so sehr, dass ich kurz selbst überrumpelt war. Seine sanfte Geste und sein Lächeln in Kombination mit diesen Worten ließen mein Herz kurz schneller schlagen, und ich verfluchte mich innerlich dafür. Ich lächelte zurück und wandte mich Karen erst wieder zu, als sie was sagte. "Sind wir, ja", flötete ich und lächelte, als wäre ich überglücklich. "Schon seit letztem Sommer. Ich hätte dir ja davon erzählt, aber nachdem deine letzte Beziehung ja so unschön auseinander ging, wollte ich dich nicht damit belasten." Das mit Karens Beziehung wusste ich über die Gerüchteküche, und seitdem verhielt sie sich besonders offensiv gegenüber jedem männlichen Wesen. Wenn sie nicht generell so eine Nervensäge wäre, hätte ich vielleicht Mitleid gehabt.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Sherborne" geschrieben. 03.03.2025

      Inzwischen war die Party in vollem Gange, und ich war ziemlich erstaunt davon, wie viele ich hier doch kannte. Über die Jahre hatte ich trotz meiner monatelangen Abwesenheiten doch einen recht großen Bekanntenkreis aufbauen können. Ich war eine Weile mit meinen Freundinnen in der Küche geblieben, und schlenderte jetzt neugierig durch den Partyraum. So eine Muggel-Party war wirklich etwas ganz anderes als die Partys bei den Slytherins. Das zeigte sich allein schon in dem Bier, das ich in meiner Hand hielt und das deutlich weniger süß und mehr alkoholhaltig war als das Butterbier in den Drei Besen. Ich überlegte gerade, ob ich mich mal an dieses Karaoke heranwagen sollte, als mir ein gut aussehender Junge auffiel, der gerade von einem mir bekannten Mädchen bedrängt wurde. Ich verdrehte die Augen. Karen, die so ziemlich die größte Nervensäge war, die mir je begegnet war. Sie toppte sogar Granger. Dass der, den sie belagerte, nicht schon längst ausgerastet war, sprach für seine Selbstbeherrschung. Weil ich diesen hübschen Jungen ja schlecht seinem Schicksal überlassen konnte, beschloss ich, ihm zu Hilfe zu eilen. Ich schob mich durch die Menge und tauchte an der Seite des Jungen wieder auf. "Da bist du ja!", rief ich, als würde ich mich tierisch freuen, stellte mich auf die Zehenspitzen und drückte ihm einen Kuss auf die Wange, der flüchtiger war, als er aussah. Tatsächlich berührten meine Lippen ihn kaum. Dann hakte ich mich bei ihm unter und sah mit einem breiten Lächeln zu Karen. "Wie schön, dich mal wiederzusehen, Karen! Und wie ich sehe, hast du meinen Freund schon kennen gelernt."

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Sherborne" geschrieben. 12.11.2024

      Erster Post nach Ortswechsel aus Hogwarts

      Ich war unglaublich froh, wieder Zuhause zu sein. Kein Verstellen mehr, kein Austauschen von Gemeinheiten, und keine Angst mehr, irgendeinen Fehler zu machen und aufzufliegen. Auch äußerlich konnte ich endlich wieder so sein, wie ich sein wollte, und auf das Glätten meiner Haare verzichten und wieder Muggelkleidung tragen. Die ersten Tage nach Hogwarts verbrachte ich damit, zu meinen Muggelfreunden, die ich mir in den letzten Sommern gesucht hatte, wieder den Kontakt aufzunehmen. Wir schrieben uns zwar immer Briefe - die meine Eltern an mich weiterleiteten - aber es war doch etwas ganz anderes, sich wieder persönlich zu sehen. Eine Woche nach meiner Rückkehr fand ich mich schließlich im Haus einer Freundin wieder, deren Eltern über das Wochenende verreist waren, und die die Gelegenheit nutzen wollte, eine Party zu schmeißen. Alkohol und Essen waren genug vorhanden, sogar eine Karaokebar war aufgebaut worden, und als die ersten Gäste eintrudelten, spürte ich, wie meine Aufregung stieg. Klar war ich schon auf Partys gewesen, im Slytherin-Gemeinschaftsraum fanden immer wieder welche statt, mit Butterbier und Süßigkeiten aus dem Honigtopf, doch das hier war etwas ganz anderes.

    • Rosalie Sanders hat einen neuen Beitrag "Zuschauertribünen (West)" geschrieben. 01.03.2024

      Rosalie war milde überrascht, dass Draco tatsächlich einmal offensichtlich aus der Fassung geraten war. Allerdings war er bei all seinem arroganten Reinblüter-Gehabe eben doch auch nur ein Kind. Wobei sie selbst auch ziemlich unter Schock stand, wie ein Teil ihres Gehirns, der sich von ihren Gefühlen abgespalten zu haben schien, registrierte. Dumbledores Durchsage rüttelte sie ein wenig auf, als sie sich nach Draco umsah, war der jedoch bereits aufgestanden und halb die Tribüne hinunter. Natürlich wartete er nicht auf sie. Allerdings fühlte sich Rosalie innerlich viel zu taub, um sich darüber zu ärgern, und so stand sie nur auf und machte sich ebenfalls auf den Weg zum Schloss.

      -> Slytherin Gemeinschaftsraum

Empfänger
Rosalie Sanders
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