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Salome Beaufort
5. Jahrgang / Slytherin
Beiträge: 196 | Punkte: 277 | Zuletzt Online: 09.05.2026
Geburtsdatum
29. Mai 1995
Registriert am:
24.05.2020
Beschreibung


Name: Salome Jocelyn Lilian Beaufort
Alter: 15
Geburtstag: 16.11.1979
Avatar: Elaine Carlin

Aussehen: Sie ist 1,65m groß, schlank und wirkt zierlich, hat durch das Boxen allerdings einiges an Muskeln und kann ordentlich zuschlagen. Sie hat längere dunkelbraune Haare und grün-gräuliche Augen, außerdem ein sehr hübsches Gesicht, was sie durchaus auszunutzen weiß.

Charakter: Salome ist extrem stolz und arrogant. Sie lässt sich ihre Gefühle so gut wie nie anmerken und zeigt es nie, wenn ihr etwas Angst macht. Hinter ihrer kalten Fassade tobt allerdings ein leidenschaftliches Feuer, das hervorkommt, wenn sie wütend wird. Sie ist ehrgeizig und lässt sich von nichts und niemandem einschüchtern. Feiges Verhalten verachtet sie, genauso wie übermäßige Emotionalität. Sie hat gelernt, sich immer im Griff zu haben, und hält sich daran. Sie lässt sich nur höchst ungern etwas sagen, der einzige Mensch auf der Welt, auf den sie immer hört, ist ihr strenger und meist abwesender Vater. Ihre Familienehre bedeutet ihr alles, sie ist stolz auf ihren Blutstatus und sieht auf jeden Nicht-Reinblüter verächtlich herab. Sie ist intelligent und redet nicht viel, jedes ihrer Worte wägt sie sorgfältig ab. Abreagieren tut sie sich beim Sport, bei dem all ihre unterdrückten Emotionen hochkommen. Immer mal wieder hat sie seltene, aber gefürchtete Ausbrüche, wenn alles, was sie unterdrückt und wegschiebt, hochkommt. In solchen Momenten sollte man nicht in ihrer Nähe sein. Vor den Lehrern und anderen Erwachsenen macht sie auf lieb, unschuldig und strebsam. Diejenigen, die mit ihr in einem Haus sind, wissen allerdings, dass das nur eine Fassade ist, um sich gute Noten und Bewertungen zu sichern und keine Schwierigkeiten zu bekommen. Sie kann sehr fies und gemein sein, wenn man sie provoziert oder ihr auf die Nerven geht, gibt sich im Allgemeinen aber nicht damit ab, Schwächere fertig zu machen, ohne dass man ihr einen guten Grund dafür gibt. Wenn sie es doch einmal tut, dann so, dass sie nie Ärger dafür bekommt. Sie lernt viel, aber nicht aus Freude daran, sondern aus Ehrgeiz und um den Ansprüchen ihrer Familie gerecht zu werden. Sie wurde zwar materiell sehr von dieser verwöhnt, hat aber nie wirkliche Liebe erfahren, sondern nur einen extrem hohen Erwartungsdruck.


Blutstatus: Reinblut
Familie: Ihre Eltern sind ehemalige Todesser, die sich ähnlich wie die Malfoys herausgeredet und -gekauft haben. Sie ist Einzelkind und entstammt einer langen Linie stolzer Reinblüter.

Haustier: Ein Virginia-Uhu, dem sie keinen Namen gegeben hat
Hobbies: Boxen
Berufswunsch: Im Bereich Magisches Recht als Anwältin



Zauberstab: Tannenholz, Einhornhaar, 10 Zoll, unnachgiebig
Patronus: Sie lernt nie, einen zu beschwören, da sie Glücksgefühle nicht zulassen kann.
Irrwicht: Sie selbst, weinend und schluchzend.


Haus: Slytherin
Jahrgang: 5.
Posten / Beruf: Sie strebt an, im nächsten Jahr Vertrauensschülerin zu werden.
Quidditch: Interessiert sie nicht, sie hat allerdings eine sehr subtile Art, mit den Kontakten ihrer Familie in diesem Bereich anzugeben, indem sie nebenbei Namen berühmter Quidditchspieler fallen lässt, die bei ihrer Familie zu Besuch waren.


Lieblingsfach: Astronomie
Hassfach: Wahrsagen
Wahlfächer: Wahrsagen, Arithmantik und Alte Runen

Freunde: Sie hat einige Mädchen zum Schein um sich versammelt, aber keine wirklichen Freunde, denen sie sich anvertrauen würde.
Feindes: Alle Schlammblüter, Halbblüter und Blutsverräter. Seit diesem Jahr ist sie mit Draco Malfoy verlobt, den sie hasst und verachtet, auch wenn eine gewisse Anziehung besteht.


Wichtige Ereignisse der Vergangenheit: Die strenge Reinblut-Erziehung ihrer Eltern.

Was passiert mit dem Charakter, sollte er gelöscht werden? (nur bei OCs):
Ihre Eltern lösen die Verlobung mit Draco auf, nachdem Lucius Malfoy im Ministerium so versagt. Sie wechselt die Schule nach Durmstrang.
Geschlecht
keine Angabe
    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 02.05.2026

      "Nicht faszinierend. Lächerlich ungenügend", widersprach ich Wilson. Ein Leben ohne Magie musste wirklich schrecklich sein. Als Wilson mir schilderte, worum es sich bei einer Operation handelte, weiteten sich meine Augen. "Ihr Muggel schneidet einander auf? Das ist einfach nur barbarisch. Wie soll das denn helfen?" Kein Wunder, dass die Todesser der Meinung waren, dass die Muggel zu ihrem eigenen Wohl beherrscht gehörten, wenn sie solche Dinge trieben. "Tja, der Grüne Kobold hat sich eben weiter entwickelt", blieb ich stur bei meiner Meinung. "Ist ja nicht seine Schuld, wenn alle anderen lieber rückständig bleiben wollen. Da gilt nun mal das Recht des Stärkeren." Sollten die anderen Muggel halt auch ein Serum entwickeln, nach allem, was Wilson bisher erzählt hatte, konnte das kaum schaden. "Vielleicht hat die Person ja ein Recht darauf, keine Hilfe zu wollen?", gab ich unwirsch zurück. "Und überhaupt, was bildet sich Spiderman eigentlich ein, wissen zu wollen, was für andere gut ist und was nicht?" Ich fand es interessant, dass Wilson Magie als übernatürliche Kraft bezeichnete, wo sie doch absolut natürlich war - es bekam sie nur nicht jeder. "Also sind sie ziemlich unnütz", stellte ich fest. "Und auch in der wirklichen Welt haben sie gegen Zauberer und Hexen keine Chance." Immerhin entschuldigte sich Wilson sofort für sein Fehlverhalten, setzte dann aber trotzdem noch einmal nach. "Natürlich gibt es ein Richtig und Falsch!", widersprach ich ihm. "Und du hast mich bisher auch nicht widerlegt." Ich hob trotzig das Kinn. "Und das, obwohl du einen unfairen Vorteil hast, weil du alle anderen Comics gelesen hast, und ich nur einen."

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 02.05.2026

      "Ihr lasst das von selber heilen?" Ich rümpfte die Nase. "Wie primitiv und umständlich." Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie lange das dauern mochte. Ich selbst hatte mir noch nie einen Knochen gebrochen, aber Jonathan hatte ab und zu Brüche und war dann immer zu Onkel Leigh und Tante Maida gegangen, um sie heilen zu lassen, was ich ein paar mal mitbekommen hatte. "Was bedeutet es, zu operieren?" Ich wusste auch nicht, was eine Grundschule sein sollte, aber da fragte ich nicht nach, denn vermutlich war das einfach das Wort für eine Muggelschule. "Diese Schurken werden ja nicht ohne Grund solche Dinge tun", widersprach ich ihm. "In einer perfekten Welt wäre das schließlich nicht nötig. Also muss es vorher schon etwas gegeben haben, was nicht in Ordnung war." Bei meinen Eltern war es ja auch so gewesen, wenn alles bereits in Ordnung gewesen wäre, hätten sie keine Todesser werden müssen, um die Dinge gerade zu rücken. "Also haben sie etwas Schlimmes durchgemacht", warf ich ein. "Und ihnen hat niemand geholfen. Warum sollten sie jetzt also Rücksicht auf andere nehmen? Spiderman ist wohl einfach zu spät dran." Ich grinste. "Was auch typisch Gryffindor ist." Ich schüttelte den Kopf. "Also in diesem Comic hier nehmen diese Polizisten nur Leute gefangen und sperren sie ein. Und das kriegen sie auch nur hin, weil Spiderman die Arbeit für sie übernimmt. Die Polizisten sind bestenfalls unnütz." Bei Wilsons Unterstellung wurde mein Gesicht finster. "Wer sagt denn, dass ich mich dafür interessiere! Ich wollte dir nur beweisen, dass du Unrecht hast. Was ich hiermit ja auch getan habe." Als ob ich mich für irgendetwas von den Muggeln interessieren würde!

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 02.05.2026

      "Ja, hast du, aber was wird dann gemacht?", fragte ich ungeduldig. "Ohne Magie können Muggel den Knochen ja nicht wieder zusammenfügen oder nachwachsen lassen." Es erschien mir reichlich sinnlos, einen Schaden anzuschauen, den man nicht beheben konnte. Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt, groß mit Wilson zu diskutieren, aber seine Meinung war nun einmal einfach falsch! "Er versucht aber nicht, diese Not richtig zu lösen", widersprach ich ihm. "Er fängt Verbrecher und liefert sie diesen Muggel-Auroren aus. Er kümmert sich aber nicht darum, was die Verbrecher eigentlich wollen, ob sie nicht vielleicht sogar Recht haben, und ob diese Auroren nicht sogar genauso schlimme Verbrecher sind, nur dass ihre Taten erlaubt sind. Oder wieso dürfen die Leute angreifen, sonst aber niemand?" Ich erwiderte Wilsons forschenden Blick mit einem wütenden Funkeln. "Ja. Na und? Deswegen hatte ich ihn doch mitgenommen!" Ich konnte nicht ganz verhindern, so zu klingen, als wollte ich mich rechtfertigen.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 29.04.2026

      "Was für Technik denn?", fragte ich mit gerümpfter Nase und eher rhetorisch. Ich konnte mir nichts vorstellen, was Magie auch nur annähernd ersetzen konnte, gerade im medizinischen Bereich. Muggel waren wirklich erbärmliche Geschöpfe. Als ich gerade gehen wollte, hielt mich Wilson zurück. "Oh. Ja." Ich griff in meine Tasche und zog den Comic heraus. Ich war erleichtert, ihn auf diese doch recht einfache Art wieder loszuwerden, ohne dass ihn jemand bei mir entdeckt hatte, aber irgendwie auch enttäuscht. Immerhin war der Comic eine gute Ablenkung gewesen. "Ich hatte übrigens Recht", verkündete ich und ließ den Comic vor Wilson auf den Tisch fallen. "Spiderman ist ein Idiot und kein Held. Er verhält sich wie ein typischer Gryffindor: Stürzt sich in Gefahren, ohne zu überprüfen, ob er überhaupt die Fähigkeiten hat, diese zu bewältigen, und ob sein Einschreiten nicht alles nur noch verschlimmert. Und anstatt dass er sich um das System kümmert, das dafür sorgt, dass Leute ungehindert Verbrechen begehen können, kümmert er sich nur um einzelne Verbrecher und vertraut weiter auf eben dieses System. Während der Grüne Kobold alles grundlegend ändern will."

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 28.04.2026

      "So eine Geburt muss für euch Muggel ja wirklich gruselig sein", bemerkte ich, während ich mir vorstellte, wie das Ganze wohl ohne Magie wäre, die verlorenes Blut ersetzen, Wunden heilen und Krankheiten beseitigen konnte. "Was machen denn eure Heiler überhaupt ohne Magie?" Ich konnte mir nicht vorstellen, welches Fachwissen da noch weiterhelfen konnte. Wilson schien es nicht darauf anzulegen, Mitleid für den Tod seiner Eltern zu erhalten, was nach dem letzten Jahr mit Draco, der wegen jeder Kleinigkeit eine riesige Show abzog, sehr erfrischend war. Von mir hätte er allerdings auch keines erhalten, leicht hatte es schließlich niemand im Leben, und Mitleid würde seine Eltern auch nicht wieder zurückbringen. Wilson bekam die Berechnung für mich tatsächlich ganz gut hin, er würde also glücklicherweise kein riesiger Klotz am Bein sein. Ich hatte also keinen Grund, mich zu beschweren, wollte aber auch nicht länger bleiben als nötig, und es gab bald Abendessen. "Gut, dann sind wir für heute fertig", beschloss ich also und begann, meine Sachen einzupacken.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 28.04.2026

      "Das klingt jetzt nicht weniger umständlich", kommentierte ich, dann fiel mir etwas ein. "Ach, stimmt ja. Ihr könnt nicht apparieren, richtig?" Wie anstrengend so ein Muggelleben klang. Ich starrte Wilson irritiert an. "Wieso sollte eine Geburt denn im Krankenhaus stattfinden?", fragte ich. "Das ist doch nichts, was die Hauselfen nicht mit ihrer Hausmagie bewältigen können. Und die meisten Zauberer und Hexen auch." Das St. Mungos war schließlich für magische Krankheiten und Unfälle gedacht, nicht für vollkommen natürliche Prozesse. Aber selbst dabei brauchten Muggel offenbar Hilfe. Ich hielt inne, als Wilson plötzlich die Todesdaten seiner beiden Eltern diktierte. Ich kannte es ja schon, dass aufgrund des letzten Krieges einige Klassenkameraden einen, sehr selten auch zwei Elternteile verloren hatten. Aber der Krieg hatte die Muggel ja kaum betroffen, deswegen hatte ich damit nun wirklich nicht gerechnet. Und nach einem kurzen überprüfenden Blick bestätigte sich mir auch, dass Wilsons Mutter einen Tag nach seiner Geburt gestorben war. Deswegen gingen Muggel dafür wohl ins Krankenhaus, auch wenn es wohl nicht viel gebracht hatte. Ich nickte stumm und schrieb die Daten auf. Wilson klang nicht anders als sonst, und ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte, auch wenn es natürlich Fragen aufwarf. Aber die würden sich zum Teil dann klären, wenn wir die wichtigen Beziehungen durchgingen, was wir ja nicht mehr heute tun mussten. Ich räusperte mich. "Also, dann haben wir jetzt für den Anfang genug. Wenn ich jetzt die Daten von dir und deinen Eltern zusammen nehme..." Ich begann, ihm den ersten Teil seiner Geburtsrechnung vorzulegen und war in dem Moment ganz froh, mich darauf fokussieren zu können und ansonsten nicht weiter über Wilson nachdenken zu müssen.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 27.04.2026

      "Wir haben keine Mathematik als gesondertes Fach", erinnerte ich Wilson. Natürlich hatte ich aber die Grundlagen im Heimunterricht vor Hogwarts gelernt, und bei Arithmantik vertieft, wie die meisten. Bei Wilsons Erklärung runzelte ich die Stirn. "Klingt sehr umständlich. Die Wagen fahren also durch die Gegend, sammeln alle Kranken ein und fahren sie dann ins Krankenhaus? Wieso kommen die nicht selbst dahin?" Ich nickte bestätigend. "Ja, wo denn auch sonst?" Sicher nicht im St. Mungos. Offenbar hatte Jaydens Namen denselben Hintergrund wie meiner, nur dass bei ihm bei einem Namen aufgehört wurde. "Tyson Montigue Galahad Beaufort und Jocelyn Lilian Alfreda Beaufort, geborene Macmillan", zählte ich dann die Namen meiner Eltern auf. Dann fragte ich noch die Geburtsnamen von Wilsons Eltern ab und nannte die der meinen. "Sie leben beide noch, also gibt es keine Sterbedaten", fügte ich sachlich hinzu.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 27.04.2026

      "Gut zu wissen, dass du immerhin ein wenig rechnen kannst", stellte ich trocken fest auf Wilsons Bemerkung hin. Für unsere Aufgabe war das schließlich eine wichtige Fähigkeit. Ich schrieb mir die Daten auf, die er mir nannte, und hielt dabei kurz inne. "Was ist ein Krankenwagen?", fragte ich nach. Vermutlich wieder ein seltsames Muggelding. Vielleicht fuhren sie ihre Kranken ja damit durch die Gegend, um sie aufzumuntern? Und Schwangere offenbar auch. "Ich bin im Beaufort Manor geboren", fuhr ich dann fort und nannte die genaue Uhrzeit. "Namen deiner Eltern?"

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 27.04.2026

      Ich schrieb Wilsons Namen und sein Geburtsdatum auf und verzichtete bei seiner Gegenfrage sogar auf den Hinweis, dass er das auch nachschlagen könnte. Im Gegensatz zu seiner Familie stand meine nämlich mit sämtlichen Namen, Geburts- und Sterbedaten in den Bibliotheksbüchern. "Salome Jocelyn Lilian Beaufort, geboren am 16. November 1979", antwortete ich ihm. "Wo bist du geboren, und zu welcher Uhrzeit?" Hier waren die Daten noch sehr einfach, schwieriger würde es werden, wenn es darum ging, den sozialen Hintergrund, die Religion und den Gesundheitszustand abzufragen, die bei einer ordentlichen arithmantischen Berechnung für eine andere Person ebenfalls mit einbezogen werden mussten. Ich wusste nicht, wie weit Professor Vektor das alles haben wollte, aber ich wollte meine Aufgabe gut machen, und nachdem Wilson auf dem persönlichen Austausch bestand, konnte ich die Gelegenheit zumindest nutzen, alles abzufragen, was ging.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 26.04.2026

      Ich war fest davon ausgegangen, dass Wilson nun klein beigeben würde. Stattdessen blieb er bei seiner Einstellung, und seine Entschlossenheit rang mir widerwillig etwas Respekt ab. Und immerhin würde ich auf diese Weise weniger Zeit bei den Leuten aus meinem Haus verbringen müssen, die mich entweder nervten oder, dank Draco, abschätzig beobachteten. "Na schön", brummte ich und ließ mich wenig elegant auf einen Stuhl fallen. "Wenn du unbedingt willst." Ich holte mir das Pergamentstück zurück und griff nach der Feder. "Also: Vollständiger Name und Geburtsdatum?"

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 26.04.2026

      "Ja, habe ich", gab ich unumwunden zu. Von jemandem wie Wilson hatte ich keine sonderliche Arbeitsmoral erwartet. Noch dazu in einem Fach wie Arithmantik, das wirklich schwierig war. Aber er schien stur bleiben zu wollen. Genervt funkelte ich ihn an. "Wieso sollte ich mehr Zeit mit dir als unbedingt nötig verbringen wollen? Menschen wie ich und Menschen wie du verbringen keine Zeit zusammen, wir arbeiten nicht zusammen, und wir unterhalten uns nicht." Letzteres sagte ich mit deutlicher Vehemenz, als könnte ich unsere letzte Unterhalten so rückgängig machen. Ich schob das Pergament wieder zu ihm hin. "Also schreib jetzt endlich alles auf, damit wir dieses Treffen hinter uns bringen können."

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 26.04.2026

      Wilson schien zu begreifen, worauf ich hinauswollte, sträubte sich allerdings zu meiner großen Überraschung dagegen. "Und wieso nicht?", fragte ich irritiert. "Das macht es für uns beide einfacher, also stell dich nicht so an." Ich hatte erwartet, dass Wilson erleichtert sein würde, um diese Aufgabe herumzukommen, und definitiv hatte ich nicht damit gerechnet, dass er mir dermaßen vehement widersprechen würde. Ich ignorierte Wilsons auffordernden Blick, sondern legte stattdessen nachdrücklich das leere Pergament vor ihm ab.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 26.04.2026

      Ich verdrehte die Augen darüber, wie begriffsstutzig Wilson mal wieder war. "Das heißt, dass wir etwas gemeinsam abgeben müssen, was wir ja auch tun werden", erklärte ich langsam, als würde ich mit einem Kind reden. "Also, schreib deine Daten auf und freu dich, dass ich dir die ganze Arbeit abnehme." Es half bei dem komischen Gefühl, dass ich Wilson gegenüber hatte, ihn von oben herab zu behandeln. Das war viel besser als beim letzten Mal, als er mich so fertig aufgefunden hatte.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 25.04.2026

      Meine Hand war schon auf halbem Wege zu meinem Zauberstab, als jemand das Klassenzimmer betrat, aber es war nur Wilson. "Hallo", erwiderte ich seine Begrüßung und ließ meine Hand wieder sinken. Ich deutete auf das Pergament. "Schreib hier deine ganzen Daten auf, also vollständiger Name, Geburtsdatum, Name deiner Eltern und so weiter. Dann kann ich die Berechnungen für dich und mich erstellen, und dir meine geben, wenn ich fertig bin." Eigentlich sollten wir die entsprechenden Daten beieinander abfragen, miteinander die Berechnungen erstellen, die etwas über dessen Zukunft aussagten, und einander die gewonnenen Erkenntnisse erläutern, mehrfach miteinander auf Stimmigkeit hin überprüfen und dann für den jeweils anderen eine Art Horoskop abgeben. Da das alles aber mehrere Treffen erfordern würde, kam das für mich nicht in Frage. Ich würde einfach die Arbeit für uns beide machen und uns so auch eine gute Note garantieren.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 23.04.2026

      Timeskip zum 12. Oktober 1995

      Missmutig ließ ich meine mit Büchern vollgestopfte Tasche auf eins wenigen noch nicht kaputten Pulte fallen, die in diesem Raum abgestellt worden waren. Ich hatte in Arithmantik ein Partnerprojekt für die nächsten Wochen aufgebrummt bekommen, und das ausgerechnet mit Wilson, dem ich seit unserem letzten Aufeinandertreffen tunlichst aus dem Weg gegangen war. Nicht, dass ich Angst vor ihm hätte, aber unsere letzte Begegnung war so seltsam gewesen, dass ich es für besser hielt, jedes weitere Gespräch zu vermeiden - auch wenn ich immer noch sein Heft hatte, dass ich seitdem mit mir herumtrug, weil ich es nicht unbeaufsichtigt im Schlafsaal lassen konnte, bisher aber auch noch nicht dazu gekommen war, es zu entsorgen. Jetzt ging das jedoch nicht mehr, auch wenn ich versuchen würde, das Ganze möglichst kurz zu halten. Wilsons Vorschlag, uns im Studienraum zu treffen, hatte ich vehement abgelehnt, und stattdessen das abgelegenste unbenutzte Klassenzimmer ausgewählt, das ich finden konnte. Mit einem Spruch säuberte ich die Tischblatte und breitete dann eine Pergamentrolle und ein Tintenfass samt Feder darauf aus.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Schlafsaal der Fünftklässlerinnen" geschrieben. 12.02.2026

      - Timeskip zum 05.10.1996, Hogsmeade-Wochenende -

      Die letzten Wochen waren grauenhaft gewesen. Dass Draco die Verlobung aufgekündigt hatte, hatte sich in Windeseile herumgesprochen, und auch wenn sich kaum jemand in die direkte Konfrontation mit mir traute, spürte ich die Blicke und hörte das hämische Getuschel, wo immer ich hinging. Es war nur eine Frage der Zeit, bis meine Eltern davon erfuhren, und dementsprechend schlecht gelaunt war ich. Gerade eben hatte ich wieder einmal Rosalie und Violet angefahren, die sich während dieser ganzen Sache absolut unnütz verhielten und dementsprechend willkommen dafür waren, meine Wut an ihnen auszulassen. Danach hatte ich mich in den Schlafsaal geflüchtet, während die anderen nach Hogsmeade aufbrachen. Jetzt lag ich auf meinem Bett, wälzte mich hin und her und stellte mir immer wieder vor, was ich Draco alles antun würde, sobald ich die Gelegenheit dazu bekam. Unweigerlich musste ich dabei jedoch auch an Wilson denken, und an den betretenen Blick, mit dem er mich angesehen hatte, kurz, bevor ich gegangen war. Dabei fiel mir auch der Comic wieder ein, den ich mitgenommen hatte. Ich hatte ihn nach dem Treffen unter meiner Matratze versteckt und seitdem nicht mehr angerührt. Allerdings war mir gerade jede Ablenkung recht, und so zog ich ihn schließlich hervor und begann zu lesen.

      --> Leerstehendes Klassenzimmer

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 06.02.2026

      "Das glaube ich nicht!", widersprach ich Wilson verärgert. "Ich glaube, ich sehe Muggel deutlich klarer als du, weil ich nicht mit ihnen verwandt bin." Wenn überhaupt war ja wohl Wilson voreingenommen! Jetzt blätterte er in dem Heft herum, um wiederum sein eigenes Argument zu unterstützen. Was ja wohl unfair war, schließlich kannte er die Geschichte, während ich nur einen kurzen Überblick erhalten hatte. "Das kann ich jetzt nicht beurteilen, ohne es gelesen zu haben", verkündete ich, weil mir kein Argument mehr einfiel, und nahm das Heft mit einer besitzergreifenden Geste wieder an mich. "Aber ich bin mir sicher, ich kann dein Argument widerlegen, sobald ich mich mehr damit beschäftigt habe." Unsere Diskussion vergaß ich allerdings, als mir wieder einfiel, wer Wilson eigentlich war, und wer ich war, und wie es wirken würde, würde man uns zusammen sehen. Ich war schon halb zur Tür raus, als Wilson mir noch Glück wünschte. Ich warf einen kurzen Blick zurück, und wieder fing der Blick seiner warmen Augen mich ein. Ich nickte knapp und flüchtete dann. Erst draußen fiel mir auf, dass ich das Heft von ihm immer noch in der Hand hielt, und stopfte es schnell in meine Tasche, bevor mich jemand damit sah.

      -> Slytherin, Schlafsäle Mädchen 5. Jahrgang

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 06.02.2026

      "Ich muss nichts davon sehen", erwiderte ich hochmütig. "Ich weiß genug." Zwar tat meine Familie alles, um sich so weit wie möglich von der Muggelwelt fernzuhalten, aber natürlich bekamen wir trotzdem etwas mit. Wilson schien immer noch positiv von meiner Meinung angetan zu sein, obwohl ich ihm erneut widersprach, und so langsam entspannte ich mich in seiner Gegenwart. Er schien wirklich niemand für böse Überraschungen zu sein. Während Wilson sprach, blätterte ich erneut durch den Comic, bis ich eine Stelle fand, die mir vorhin bereits kurz aufgefallen war. "Hier sieht es aber so aus, als würde Spiderman bei seinem Versuch, ihn aufzuhalten, deutlich mehr Schaden verursachen, als anderweitig entstanden wäre", widersprach ich ihm und zeigte ihm das entsprechende Bild. "Also könnte man durchaus auch sagen, dass er andere in Gefahr bringt, um sich als Held aufspielen zu können. Zudem wäre es deutlich sinnvoller, mit dem Grünen Kobold zu verhandeln, anstatt ihn mit roher Gewalt zu bekämpfen. Vielleicht könnte man ihm etwas anbieten, dass ihn davon abhält, anderen weh zu tun. Aber das versucht Spiderman ja nicht einmal." In dem Moment ertönten Schritte auf dem Gang, und ich spannte mich an. Aber die Schritte gingen vorbei, ohne auch nur vor dem Klassenzimmer innezuhalten. Ich entspannte mich wieder, aber es war mir wieder deutlich geworden, in was für einer Situation ich mich gerade eigentlich befand. Würde irgendwer mich so entspannt plaudernd mit Wilson entdecken, könnte ich meinen guten Ruf endgültig begraben. Und Zuhause bräuchte ich mich dann auch nicht mehr blicken zu lassen, wenn ich überleben wollte. "Ich muss gehen", sagte ich also abrupt und stand auf.

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 05.02.2026

      Ich wollte schon aufbrausen wegen Wilsons völlig unberechtigter Bemerkung, als ich bemerkte, dass er lächelte. Fand er das etwa gut? "Nur realistisch", brummte ich, zu verwirrt, um mehr dazu zu sagen. Und dann gab er mir auch noch Recht, womit ich erst recht nicht gerechnet hatte. Ich nickte nur und musterte ihn dabei, in dem Versuch, aus ihm schlau zu werden. Allerdings war es wohl vergebene Mühe, sich in die Gedanken eines Schlammbluts versetzen zu wollen. "Es klingt durchaus so, als hätte er einen Grund für sein Handeln: Den Wunsch nach Macht", widersprach ich Wilson. "Vielleicht auch noch nach Reichtum und Ansehen, was ja aber letztendlich auch nur mehr Macht bedeutet. Er ist also nicht wahnsinnig, sondern ehrgeizig, auch wenn kleingeistige und ängstliche Menschen das gerne verwechseln. Und ich wäre auch ärgerlich, wenn jemand versuchen würde, mich derart auszubremsen." Ich zuckte mit den Schultern. "Nun gut, dann hat Spiderman eben eine andere Entscheidung getroffen als der Grüne Kobold. Das ist sein Problem und macht ihn noch lange nicht zu einem Helden. Er kann ja nicht wissen, ob der Grüne Kobold nicht langfristig sogar besser für seine Stadt wäre. Muggel brauchen schließlich eine strenge Führung, damit sie nicht die Welt in Flammen setzen."

    • Salome Beaufort hat einen neuen Beitrag "Leerstehende Klassenzimmer" geschrieben. 03.02.2026

      "Oder Kompensation von Unfähigkeit", entgegnete ich Wilson stur, auch wenn ich nicht ganz mit dem Herzen dabei war. Stattdessen grübelte ich immer noch über die Frage nach, was genau die Muggel da eigentlich entdeckt hatten. "So bewundernswert wie ein Baby, das versucht zu laufen", behauptete ich mit einem Schnauben. Nein, bewundern würde ich die Muggel ganz sicher nicht, egal, was sie mit ihren Methoden so erfanden. Sie würden nie an Magie heranreichen. Es überraschte mich, dass Wilson meiner Einschätzung von Auroren und Gesetzgebern nicht widersprach. Vielleicht sah er ja ein, dass sein Bild bisher falsch gewesen war? Auch wenn ich nicht glauben konnte, dass er so einsichtig war. Noch mehr überraschte mich allerdings, dass er immer noch nicht wütend wurde, sondern meine Meinung über diesen Kobold für interessant hielt. Und es tatsächlich so zu meinen schien. Für einen Moment starrte ich ihn nur an, irgendiwe fasziniert von seiner Haltung. Dann fiel mir auf, dass er mir eine Frage gestellt hatte. "Was genau soll denn dieses Böse sein?", gab ich die Frage zurück. "Vielleicht wirkt er ja nur von außen böse, hat für sein Handeln aber gute Gründe?" Ich sah wieder auf das Heft in meinem Schoß hinab. "Und wenn nicht und er wirklich seinen Verstand verloren hatte, sollte man diesen brillianten Geist ja wohl wiederherstellen und von ihm lernen, anstatt ihn zu bekämpfen." Ich zuckte mit den Schultern. "So oder so ist es aber der Kobold, der die Handlung kontrolliert. Spiderman reagiert nur auf das, was dieser tut, ohne eigene Initiative. Das ist ja wohl kaum bewundernswert."

Empfänger
Salome Beaufort
Betreff:


Text:

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